Unterrichtsmaterialien : Wie gut ist ihr Wissen zum Urheberrecht?

Ein Film im Biologieunterricht, ein Lied für die Musikstunde, eine Textkopie für den Sprachunterricht – Unterricht ohne Medien ist wie eine Suppe ohne Salz. Daher werden gerne solche Quellen genutzt, um Lernstoff zu veranschaulichen. Doch bei allen medialen Inhalten, mit denen Schülerinnen und Schüler im Unterricht arbeiten sollen, muss vorher geklärt werden, ob das Urheberrecht greift oder nicht. Auch Schülerinnen und Schüler müssen das Urheberrecht beachten, wie Medienrechtsexperte Henning Twelmeier von der Kanzlei Twelmeier Mommer & Partner aus Pforzheim erklärt. Wie gut kennen Sie sich mit dem Urheberrecht in Schulen aus? Testen Sie Ihr Wissen!

Fabian Schindler / 22. Februar 2019
Eine Hand malt mit Kreide Fragezeichen an eine Tafel
Testen Sie Ihr Wissen!
©shuttestock

Herzlichen Glückwunsch, Sie sind recht fit beim Urheberrecht. Der Teufel liegt aber oft im Detail, bleiben Sie daher achtsam, wenn Sie mit medialen Inhalten an Ihrer Schule zu tun haben.

Das Ergebnis ist sicher ausbaufähig.  Sie haben weniger als 50 Prozent der Fragen richtig beantwortet. Seien Sie daher sehr achtsam beim Einsatz medialer Inhalte im schulischen Alltag und lassen Sie sich in Zweifelsfällen beraten.

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Frage 10/10

In einer Schülerzeitung werden Texte und Bilder des bekannten Autors Janosch abgedruckt. Die Schülerzeitung wird kostenfrei an der Schule verteilt. Stellt dies eine Urheberrechtsverletzung dar oder nicht?

Antwort 1

Ja, es muss in jedem Fall vorher eine Abdruckerlaubnis eingeholt werden.

Antwort 2

Nein, weil die Schülerzeitung nur in einem begrenzten und nicht-öffentlichen Raum verteilt wird.

Antwort 3

Nein. Schülerzeitungen sind keine profitorientierte Verlagspublikationen, daher greift eine Ausnahmeregel.
RICHTIG!
Beim Urheberrecht ist es irrelevant, ob ein Werk, in diesem Falle eine Schülerzeitung, mit oder ohne Gewinnabsicht verbreitet wird. Die Rechtslage bleibt unverändert: Die Verwertung von fremden, urheberrechtlich geschützten Werken darf auch bei Schülerzeitungen nicht ohne eine Einwilligung des Rechteinhabers erfolgen. Liegt eine solche Erlaubnis für Texte oder Bilder nicht vor, droht eine Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung. Übrigens: Auch die Nichtnennung oder die falsche Nennung des Urhebers kann eine Abmahnung zur Folge haben. Einen Sonderfall stellen jene Werke dar, für die temporal betrachtet die Vorschriften des Urheberrechts gelten, die aber dennoch frei genutzt werden können. In den meisten Fällen werden diese Werke über Creative Commons (CC)-Lizenzen angeboten, die üblicherweise eine unentgeltliche, rechtlich unproblematische Verwendung von Medien erlauben. Da es eine Vielzahl von CC-Lizenzen gibt, ist dennoch geboten, die Lizenzen vor der Verwendung des Materials genau zu studieren.
LEIDER FALSCH!
Beim Urheberrecht ist es irrelevant, ob ein Werk, in diesem Falle eine Schülerzeitung, mit oder ohne Gewinnabsicht verbreitet wird. Die Rechtslage bleibt unverändert: Die Verwertung von fremden, urheberrechtlich geschützten Werken darf auch bei Schülerzeitungen nicht ohne eine Einwilligung des Rechteinhabers erfolgen. Liegt eine solche Erlaubnis für Texte oder Bilder nicht vor, droht eine Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung. Übrigens: Auch die Nichtnennung oder die falsche Nennung des Urhebers kann eine Abmahnung zur Folge haben. Einen Sonderfall stellen jene Werke dar, für die temporal betrachtet die Vorschriften des Urheberrechts gelten, die aber dennoch frei genutzt werden können. In den meisten Fällen werden diese Werke über Creative Commons (CC)-Lizenzen angeboten, die üblicherweise eine unentgeltliche, rechtlich unproblematische Verwendung von Medien erlauben. Da es eine Vielzahl von CC-Lizenzen gibt, ist dennoch geboten, die Lizenzen vor der Verwendung des Materials genau zu studieren.
Frage 9/10

Eine Lehrerin erstellt eine eigene Sammlung von Unterlagen für den Biologieunterricht in ihrer Klasse. Sie verfasst eine Reihe von Texten und gestaltet mehrere Tabellen. Die Schulleitung möchte diese Unterlagen, weil sie so gelungen sind, auch anderen Lehrern und Lehrerinnen für deren Unterrichtsgestaltung zur Verfügung stellen. Wie sieht die Rechtslage aus?

Antwort 1

Aufgrund der Anstellung an der Schule und der vertraglichen Pflichten der Lehrerin liegt das Urheberrecht bei der Schule.

Antwort 2

Die Lehrerin gilt als Urheberin. Sie muss einer Weitergabe des Materials zustimmen.

Antwort 3

Weder noch, da es sich nur um eine Zusammenstellung von bereits anderweitig vorhandenen Materialien handelt.
RICHTIG!
Dadurch, dass die Lehrerin die Texte selbst verfasst und eigene Tabellen erstellt (nicht kopiert) hat, liegt ein schöpferischer Prozess vor. Damit liegt das Urheberrecht eindeutig bei der Lehrerin. Eine Anstellung an einer Schule ändert nichts an dem Urheberrecht, das sie an ihren eigenen Werken besitzt. Wenn die Schulleitung die Materialen allen zugänglich machen möchte, muss sie dies vorab mit der Lehrerin klären.
LEIDER FALSCH!
Dadurch, dass die Lehrerin die Texte selbst verfasst und eigene Tabellen erstellt (nicht kopiert) hat, liegt ein schöpferischer Prozess vor. Damit liegt das Urheberrecht eindeutig bei der Lehrerin. Eine Anstellung an einer Schule ändert nichts an dem Urheberrecht, das sie an ihren eigenen Werken besitzt. Wenn die Schulleitung die Materialen allen zugänglich machen möchte, muss sie dies vorab mit der Lehrerin klären.
Frage 8/10

In der Regionalzeitung ist ein Artikel über ein besonderes Projekt einer Grundschulklasse erschienen. Auf der Internetseite der Grundschule möchte die Schulleitung den von einem Journalisten verfassten Artikel samt Foto einstellen. Ist das erlaubt?

Antwort 1

Ja, wenn die Quelle genannt wird.

Antwort 2

Nein, nicht ohne die Erlaubnis von Fotograf und Journalist.

Antwort 3

Ja, wenn der Zeitungsverlag eine Genehmigung erteilt.
RICHTIG!
Das Urheberrecht für den Artikel und das Bildmaterial liegt bei den jeweiligen Journalisten und/oder Fotografen. Diese entscheiden, ob das Einstellen des Artikels auf der Internetseite der Schule erlaubt ist oder nicht. Eine Anfrage der Schule beim Zeitungsverlag reicht für gewöhnlich nicht aus (oftmals handelt es sich um Materialien von Dritten, die in der Zeitung abgedruckt werden). Ein Verlag muss die jeweiligen Verfasser von Text- und Bildmaterial zunächst um Erlaubnis fragen, es sei denn, die erforderlichen Nutzungsrechte an dem Artikel und dem Bildmaterial sind vorher an den Verlag abgetreten worden.
LEIDER FALSCH!
Das Urheberrecht für den Artikel und das Bildmaterial liegt bei den jeweiligen Journalisten und/oder Fotografen. Diese entscheiden, ob das Einstellen des Artikels auf der Internetseite der Schule erlaubt ist oder nicht. Eine Anfrage der Schule beim Zeitungsverlag reicht für gewöhnlich nicht aus (oftmals handelt es sich um Materialien von Dritten, die in der Zeitung abgedruckt werden). Ein Verlag muss die jeweiligen Verfasser von Text- und Bildmaterial zunächst um Erlaubnis fragen, es sei denn, die erforderlichen Nutzungsrechte an dem Artikel und dem Bildmaterial sind vorher an den Verlag abgetreten worden.
Frage 7/10

Im Rahmen eines Schulfestes sollen Filmbeiträge gezeigt werden, die drei Schüler im Rahmen eines Projektunterrichts selbst erstellt haben. Abschnittsweise sind einige Filmszenen von den Schülern mit zeitgenössischer Popmusik unterlegt worden. Darf der Film auf dem Schulfest gezeigt werden oder nicht?

Antwort 1

Nein, weil die Musik vom Urheberrecht geschützt ist.

Antwort 2

Ja, weil der schöpferische Anteil der Schüler entscheidend ist.

Antwort 3

Ja, weil die Musik juristisch betrachtet nur „schmückendes Beiwerk“ ist.
RICHTIG!
In der Regel ist eine öffentliche Vorführung von urheberrechtlich geschütztem Material nicht erlaubt. Das gilt auch für Musik, die nur im Hintergrund abgespielt wird, beziehungsweise einem Film unterlegt wird. Ein Schulfest gilt als eine öffentliche Veranstaltung, daher greift das Urheberrecht in vollem Maße. Eine Rechtsberatung wird in solchen und ähnlichen Fällen zur genauen Klärung des Sachverhalts aber empfohlen.
LEIDER FALSCH!
In der Regel ist eine öffentliche Vorführung von urheberrechtlich geschütztem Material nicht erlaubt. Das gilt auch für Musik, die nur im Hintergrund abgespielt wird, beziehungsweise einem Film unterlegt wird. Ein Schulfest gilt als eine öffentliche Veranstaltung, daher greift das Urheberrecht in vollem Maße. Eine Rechtsberatung wird in solchen und ähnlichen Fällen zur genauen Klärung des Sachverhalts aber empfohlen.
Frage 6/10

Eine Schülerin hält vor ihrer Klasse ein Referat über Pablo Picasso. Dabei werden sowohl Fotos, die den Künstler zeigen, als auch Bilder seiner Kunstwerke präsentiert. Picasso ist 1973 gestorben, seine Werke fallen somit noch unter den Schutz des Urheberrechts. Würde das Zeigen der Bilder im Unterricht also einen Rechtsverstoß darstellen?

Antwort 1

Ja. Da die Urheberrechte greifen, dürfen die Bilder nicht ohne Weiteres genutzt werden.

Antwort 2

Nein. Ein Referat im Unterricht stellt rechtlich gesehen keine unzulässige Veröffentlichung dar.

Antwort 3

Unter Umständen ja. Das Urheberrecht ist hier nicht eindeutig.
RICHTIG!
Das sonst geltende Urheberrecht greift in diesem Falle nicht, da in einem Referat, das von Schülerinnen oder Schülern vor der Schulklasse gehalten wird, die Veröffentlichung von Abbildungen juristisch erlaubt ist. Referate vor der Schulklasse gelten zwar als „unproblematisch“, dennoch müssen Schülerinnen und Schüler stets die Quellen der Werke angeben, die sie für ihr Referat benutzt haben.
LEIDER FALSCH!
Das sonst geltende Urheberrecht greift in diesem Falle nicht, da in einem Referat, das von Schülerinnen oder Schülern vor der Schulklasse gehalten wird, die Veröffentlichung von Abbildungen juristisch erlaubt ist. Referate vor der Schulklasse gelten zwar als „unproblematisch“, dennoch müssen Schülerinnen und Schüler stets die Quellen der Werke angeben, die sie für ihr Referat benutzt haben.
Frage 5/10

Schülerinnen und Schüler haben diverse Bilder im Kunstunterricht gemalt, die auf Anregung des Klassenlehrers der Schule für einen Tag der offenen Tür als Werbematerial dienen sollen. Die Bilder sollen auf Flyern, für die Pressearbeit und für Plakate genutzt werden. Dürfen diese Bilder von der Schule ohne Genehmigung der jeweiligen Schülerinnen und Schüler entsprechend benutzt werden?

Antwort 1

Ja, weil die Werke als Teil des Unterrichts entstanden sind.

Antwort 2

Ja, weil Werke von Minderjährigen nicht vom Urheberrecht geschützt sind.

Antwort 3

Nein, nicht ohne weiteres. Die Schule muss erst eine Genehmigung einholen.
RICHTIG!
Auch für geistige Werke, die Schüler erstellt haben, gilt das Urheberrecht in vollem Maße. Es ist dabei unerheblich, welchen Anteil die Schule mit ihren Lehrplänen am Entstehen der geistigen Werke hat. Bei Minderjährigen werden die Rechte der Schülerinnen und Schüler von den Erziehungsberechtigten wahrgenommen. Eventuell kann eine „pauschale Erklärung“ für eine Veröffentlichung ausreichend sein. Ein qualifizierter Anwalt kann hierzu dezidiert Auskunft geben.
LEIDER FALSCH!
Auch für geistige Werke, die Schüler erstellt haben, gilt das Urheberrecht in vollem Maße. Es ist dabei unerheblich, welchen Anteil die Schule mit ihren Lehrplänen am Entstehen der geistigen Werke hat. Bei Minderjährigen werden die Rechte der Schülerinnen und Schüler von den Erziehungsberechtigten wahrgenommen. Eventuell kann eine „pauschale Erklärung“ für eine Veröffentlichung ausreichend sein. Ein qualifizierter Anwalt kann hierzu dezidiert Auskunft geben.
Frage 4/10

Ein Gedichtband von 1960 ist im Buchhandel nicht mehr erhältlich, für den Unterricht wäre dieser aber ideales Arbeitsmaterial. Antiquarisch ist das Werk kaum aufzutreiben. Ein Exemplar des Buches befindet sich glücklicherweise im privaten Fundus der Lehrkraft. Darf die Lehrkraft ihr eigenes Buchexemplar in einem solchen Fall für eine Schulklasse komplett kopieren und für den Unterricht zur Verfügung stellen?

Antwort 1

Nein, es wäre ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht.

Antwort 2

Ja, denn vergriffene Bücher dürfen für den Unterricht an Schulen vollständig genutzt werden.

Antwort 3

Nein, denn die Rechte des Verlages würden missachtet werden.
RICHTIG!
Das Urheberrecht gewährt für die Verwendung von Materialien im Unterricht viele Ausnahmen. Zwar ist es grundsätzlich nicht erlaubt, komplette Bücher zu kopieren. Auch Zeitungskopien sind nicht erlaubt. Von Printmedien dürfen normalerweise Kopien in Stärke von 15 Prozent des Gesamtumfangs pro Werk, pro Schuljahr und pro Klasse gemacht werden. Alles, was darüber hinausgeht, erfordert besondere Kopierlizenzen. In jedem Falle gilt, dass die bereitgestellten Inhalte keinesfalls das jeweilige Gesamtwerk ersetzen dürfen. Bis auf zwei Ausnahmen: Vergriffene Werke sowie kleine Werke mit einem Umfang von maximal 25 Seiten dürfen vollständig kopiert werden, ebenso einzelne Artikel aus Fachzeitschriften.
LEIDER FALSCH!
Das Urheberrecht gewährt für die Verwendung von Materialien im Unterricht viele Ausnahmen. Zwar ist es grundsätzlich nicht erlaubt, komplette Bücher zu kopieren. Auch Zeitungskopien sind nicht erlaubt. Von Printmedien dürfen normalerweise Kopien in Stärke von 15 Prozent des Gesamtumfangs pro Werk, pro Schuljahr und pro Klasse gemacht werden. Alles, was darüber hinausgeht, erfordert besondere Kopierlizenzen. In jedem Falle gilt, dass die bereitgestellten Inhalte keinesfalls das jeweilige Gesamtwerk ersetzen dürfen. Bis auf zwei Ausnahmen: Vergriffene Werke sowie kleine Werke mit einem Umfang von maximal 25 Seiten dürfen vollständig kopiert werden, ebenso einzelne Artikel aus Fachzeitschriften.
Frage 3/10

Ein Lehrer spielt seinen Schülern im Musikunterricht zur Verdeutlichung verschiedener Musikstile eine Anzahl von Liedern vor. Reggae, Blues, Folk, Samba. Die Beispiellieder hat er vorher privat bei einem Online-Musikdienst eingekauft und auf einen USB-Stick gespeichert. Dürfen diese Lieder vor der Klasse abgespielt werden?

Antwort 1

Nein, die Rechte des Musikportals würden verletzt.

Antwort 2

Nein, denn die Rechte der Musiker würden verletzt.

Antwort 3

Ja, die Lieder dürfen ohne Weiteres verwendet werden.
RICHTIG!
Das Abspielen urheberrechtlich geschützter Lieder ist im Rahmen des Schulunterrichts in der Regel ohne Zustimmung erlaubt, wenn es sich bei Ihnen um Werke geringen Umfangs handelt. Der Richtwert, der aber beachtet werden sollte, ist, dass das Lied nicht länger als fünf Minuten dauert. Bei einer geplanten Vorführung längerer Stücke, etwa größerer Klassikpartituren, sollte im Vorfeld eine Genehmigung vom Rechteinhaber eingeholt werden.
LEIDER FALSCH!
Das Abspielen urheberrechtlich geschützter Lieder ist im Rahmen des Schulunterrichts in der Regel ohne Zustimmung erlaubt, wenn es sich bei Ihnen um Werke geringen Umfangs handelt. Der Richtwert, der aber beachtet werden sollte, ist, dass das Lied nicht länger als fünf Minuten dauert. Bei einer geplanten Vorführung längerer Stücke, etwa größerer Klassikpartituren, sollte im Vorfeld eine Genehmigung vom Rechteinhaber eingeholt werden.
Frage 2/10

Eine Lehrerin will vor einer Schulklasse im Rahmen des Englischunterrichts einen Film in englischer Originalsprache zeigen. Ist dies gemäß dem Urheberrecht ohne weiteres erlaubt?

Antwort 1

Das Urheberrecht erlaubt ohne Einschränkungen Filmvorführungen für Unterrichtszwecke.

Antwort 2

Das Urheberrecht gibt dazu keine klare Auskunft.

Antwort 3

Das Urheberrecht verbietet generell die Vorführung von Filmen vor Schulklassen.
RICHTIG!
Filmvorführungen stellen juristisch gesehen oft eine Grauzone dar. Es ist nicht eindeutig geregelt, ob eine Vorführung vor einer Klasse im privaten Bereich erfolgt (dann wäre sie zulässig) oder aber im öffentlichen Raum (dann wäre sie unzulässig). Lehrkräften wird daher derzeit empfohlen, auf Filmvorführungen weitgehend zu verzichten, sofern nicht beim Rechteinhaber spezielle Lizenzen von der Schule eingeholt worden sind. Vorführungen von Filmbeiträgen, die kürzer als fünf Minuten sind, gelten im Rahmen des Unterrichts als genehmigungsfrei. Eine Rechtsberatung ist in Zweifelsfällen sinnvoll.
LEIDER FALSCH!
Filmvorführungen stellen juristisch gesehen oft eine Grauzone dar. Es ist nicht eindeutig geregelt, ob eine Vorführung vor einer Klasse im privaten Bereich erfolgt (dann wäre sie zulässig) oder aber im öffentlichen Raum (dann wäre sie unzulässig). Lehrkräften wird daher derzeit empfohlen, auf Filmvorführungen weitgehend zu verzichten, sofern nicht beim Rechteinhaber spezielle Lizenzen von der Schule eingeholt worden sind. Vorführungen von Filmbeiträgen, die kürzer als fünf Minuten sind, gelten im Rahmen des Unterrichts als genehmigungsfrei. Eine Rechtsberatung ist in Zweifelsfällen sinnvoll.
Frage 1/10

Das Urheberrecht regelt, welche geistigen Werke in welcher Form genutzt werden dürfen. Dazu zählen Texte, Noten, Filme, Videos, Bilder, Musik und Arbeitsblätter. Doch wie lange gilt das Urheberrecht?

Antwort 1

Das Urheberrecht gilt dauerhaft, es erlischt nicht.

Antwort 2

Generell für 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung des Werks, danach darf das Werk frei verwendet werden.

Antwort 3

Generell bis 70 Jahre nach dem Tod des Schöpfers, danach gilt ein Werk als gemeinfrei.
RICHTIG!
Das Urheberrecht erlischt für gewöhnlich 70 Jahre nach dem Tod des geistigen Schöpfers. Bei Licht- und Laufbildern beträgt die Frist grundsätzlich 50 Jahre und beginnt schon mit dem Erscheinen. Wenn ein Autor beispielsweise ein Buch mit 20 Jahren persönlich verfasst und 80 Jahre lang lebt, dann ist das Buch 130 Jahre vom Urheberrecht geschützt. Mit dem Tod des Urhebers gehen die Rechte automatisch auf die Erben über. Für Schulen gelten hinsichtlich der Verwendung urheberrechtlicher Materialen aber vielfach Sonderregeln, die eine begrenzte oder vollständige Nutzung von medialen Inhalten im Unterricht ermöglichen.
LEIDER FALSCH!
Das Urheberrecht erlischt für gewöhnlich 70 Jahre nach dem Tod des geistigen Schöpfers. Bei Licht- und Laufbildern beträgt die Frist grundsätzlich 50 Jahre und beginnt schon mit dem Erscheinen. Wenn ein Autor beispielsweise ein Buch mit 20 Jahren persönlich verfasst und 80 Jahre lang lebt, dann ist das Buch 130 Jahre vom Urheberrecht geschützt. Mit dem Tod des Urhebers gehen die Rechte automatisch auf die Erben über. Für Schulen gelten hinsichtlich der Verwendung urheberrechtlicher Materialen aber vielfach Sonderregeln, die eine begrenzte oder vollständige Nutzung von medialen Inhalten im Unterricht ermöglichen.