Lernrückstände : Lerncamps als Aufhol­maßnahme

Zusätzliche Lernzeiten in den Ferien können ein probates Mittel zum Aufholen von Lern­rück­ständen sein. Sie sind allerdings nicht unumstritten. Was muss von der organisierenden Schule beachtet werden, um die Ferien­camps erfolgreich zu gestalten? Welche Fehler sollten vermieden werden?

Dieser Artikel erschien in PÄDAGOGIK 04/22 Lernrückstände aufholen
Bärbel Stein und Christoph Kost
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Schülerin in einem Klassenraum
Die „Grammatik der Schule“ entspricht in mehrfacher Hinsicht noch immer dem „Fabrikmodell“ von Bildung, wie es im 19. Jahrhundert entstanden ist. Dies bedeutet unter anderem, dass Lernende in festgelegten Gruppengrößen in Klassen eingeteilt und innerhalb eines Klassenzimmers gemeinsam beschult werden.
©Marcel Kusch/dpa

Die Werner-von-Siemens-Schule in Wiesbaden nutzt das vom Land Hessen seit Sommer 2020 angebotene Konzept eines „Lerncamps“. Es handelt sich dabei um ein freiwilliges und kosten­freies Angebot für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge, die corona­bedingte Lern­rück­stände aufarbeiten möchten. Sie treffen sich dazu während der Ferien­zeiten in ihrem gewohnten schulischen Umfeld. Der schulische Rahmen ist jedoch etwas verschoben: In diesem neuen Setting wird ein bewertungs­freier Raum geschaffen, in dem außerhalb der Unterrichts­zeit freiwillig gearbeitet wird. Im Folgenden berichten wir von Erfahrungen, die wir als Schule mit dieser Form der nach­holenden Förderung gemacht haben.

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