Kulturell-ästhetische Bildung : Hauptfach Theater als Realutopie

Theater als Schulfach bis zum Abitur ist noch immer eine Utopie. Zahlreiche Bundesländer haben zwar “Darstellendes Spiel” oder “Theater” fest in der Stundentafel verankert, doch müssen noch viele Voraussetzungen dafür geschaffen werden, die Hürden bis zur vollständigen Anerkennung zu überwinden.

Dieser Artikel erschien in PÄDAGOGIK 03/22 Theater spielen
Sabine Kündiger
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Hauptfach Theater als Realutopie
©Theodor Barth/RB Stiftung

Im August 2020 zeigte mein Leistungskurs “Darstellendes Spiel” ein Projekt zu Euripides’ “Bakchen”, in welchem sich die Jugendlichen auf einem performativen Weg in fragementierter und assoziativer Spielweise dem Dionysoskult annäherten und ihn auf sich und ihre Lebensumstände hin untersuchten. In Anlehnung an die großen Dionysien der Antike präsentierte die Gruppe ihre Ergebnisse auf einer Podestbühne unter freiem Himmel, von der Dämmerung in die Nacht hinein. Der Wunsch, das Stück zu sehen, war groß, und die erfolgreiche Aufführung unterstreicht, dass die Arbeit im Fach “Darstellendes Spiel” ein unverzichtbarer Teil kulturell-ästhetischer Bildung ist. Sie kann gerade auch in Zeiten der zahlreichen Be- und Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ein Zeichen dafür setzen, musisch-künstlerisch-ästhetisches Lernen umfassend weiterzuentwickeln und zu unterstützen.

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