Digitalisierung der Schulen : Digitale Hausaufgabe

Wegen der Corona-Krise müssen Deutschlands Schüler nun zu Hause lernen. Darin steckt auch eine große Chance: Dass die Schulen endlich zeitgemäß unterrichten – mithilfe des Internets.

Dieser Artikel erschien am 18.03.2020 in DIE ZEIT
Christian Füller und Martin Spiewak
Schülerin macht mit Tablet Schulaufgaben
Zu Hause kann man mit dem Internet rechnen – in vielen Klassenzimmern bisher nicht.
©AdobeStock

Die Freude dauerte nur kurz. “Corona-Ferien!”, “Wir haben coronafrei!”: Wie überall in Deutschland hallten am vergangenen Freitag die Jubelrufe auch im Berliner John-Lennon-Gymnasium durch die Gänge. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, hatten die Kultusminister den pädagogischen Ausnahmezustand verkündet und den Unterricht zum Teil bis nach Ostern ausgesetzt. Flächendeckend geschlossene Schulen: So etwas gab es außer im Krieg noch nie in Deutschland.

Bereits am Dienstag aber saßen viele der 800 John-Lennon-Schüler wieder an ihren Aufgaben – diesmal am Schreibtisch oder auf dem Sofa zu Hause. Morgens hatten sie sich auf ihrer Lernplattform eingeloggt, um die Arbeitsaufträge ihrer Lehrer zu erhalten. Von Ferien keine Spur.

Das Gymnasium in Berlin-Mitte arbeitet seit drei Jahren mit “itslearning”, einem Internetportal für digitalgestützten Unterricht. Alle Schüler und Lehrer haben die App auf ihrem Handy. Jede Klasse hat für jedes Fach einen eigenen Bereich auf der Plattform. “Die Schülerinnen und Schüler werden sich in den nächsten Wochen nicht langweilen”, sagt der Digitalverantwortliche der Schule Nico Wirtz. Für die meisten Themen liegen die Lernmaterialien längst auf dem Server bereit – Stochastikaufgaben in Mathe, Kurzgeschichten samt Fragen in Deutsch, Erklärvideos zur Evolution in Biologie. Die Lehrer müssen sie jetzt nur noch in den richtigen Ordner schieben.

“In der jetzigen Situation haben jene Schulen einen Vorteil, die früh mit der Digitalisierung angefangen haben”, sagt Stefanie Hubig, Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz und gerade Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Besonders viele der 43.000 deutschen Schulen sind das nicht.

Als Wissenschaftler im Rahmen der internationalen Icils-Studie vergangenen Herbst den Stand der digitalen Bildung testeten, glänzte Deutschland nicht. Nur ein Viertel seiner Kinder und Jugendlichen besucht hierzulande eine Schule, in der Lehrer wie Schüler Zugang zu einem WLAN haben, international waren das 64 Prozent. Und nur ganze vier Prozent der getesteten Achtklässler gaben an, täglich im Klassenraum mit dem Computer zu arbeiten. In Dänemark, weltweiter Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung, waren es über neunzig Prozent.

Die Folgen dieser Defizite ließen sich in den letzten Schultagen vor der Schließung beobachten. Lehrer standen am Kopierer Schlange und produzierten bergeweise Arbeitsblätter. Sie packten Bücher und Aufgaben in Umschläge und drückten sie ihren Schülern in die Hand. In Bayern war der landesweite Schulserver zeitweise nicht erreichbar, auch weil viele Schüler und Lehrer ihre Passwörter erneuerten – die alten hatten sie niemals benutzen müssen.

Das ist ab sofort anders. Denn Unterricht funktioniert jetzt nur noch, wenn Lehrer und Schüler sich per E-Learning austauschen oder sich gleich im virtuellen Klassenzimmer treffen. “Niemand kann jetzt mehr sagen, die Digitalisierung sei überflüssig”, sagt Nico Wirtz. “Die Schulschließung wird der Sache einen großen Schub geben.”

Überall im Land halten netzaffine Lehrer Tipps für analoge Kollegen bereit. Das #Twitterlehrerzimmer, ein Hashtag auf dem Kurznachrichten-Dienst, quillt über vor guten Ratschlägen. Pädagogen, die sich mit Lernplattformen auskennen, teilen ihre Erfahrungen mit Anwendungen wie Moodle oder Mebis, Univention oder itslearning. Immer wieder brechen die Server wegen Überlastung zusammen. Und tatsächlich geschieht, was bislang unmöglich schien: Selbst die Digitalskeptiker unter den Lehrern interessieren sich plötzlich für Lern-Apps, Erklärvideos (Tutorials) und Lern-Clouds.

Gleichzeitig nutzt die Internetindustrie die Gunst der Stunde. Kleine mittelständische Anbieter wie auch die US-Giganten der Branche offerieren jetzt die kostenlose Nutzung ihrer Systeme.

“Deutschland agiert zu langsam und zu bürokratisch”

Nicht alle Kultusminister haben allerdings die Chance erkannt, die in der Corona-Krise liegt. Grant Hendrik Tonne (SPD), Schulverantwortlicher in Niedersachsen, machte nicht nur die analogen Klassenzimmer dicht, sondern die virtuellen gleich mit: “Es gibt keinen Unterricht, und es gibt keine landesweite Anweisung, diesen digital vorzunehmen”, sagte Tonne. Die Kinder digitalaffiner Schulen sollten keine Vorteile haben, erläuterte sein Sprecher.

Doch auch in Niedersachsen müssen Lehrer ihre Schüler nicht allein auf das gute alte Bildungsfernsehen verweisen (die ARD sendet wie früher wieder morgens mehrere Stunden Schul-TV). Sie können sich ebenso von Pädagogen wie Bob Blume inspirieren lassen. Blume nennt sich “Netzlehrer”. Im Hauptberuf unterrichtet er Deutsch und Geschichte. Daneben stellt er auf seinem Blog Videos online, in denen er das kleine Einmaleins des digitalen Lehrens erklärt: Welches sind die wichtigsten Messenger, um mit Schülern sicher zu kommunizieren? Welche Lern-Apps sind einfach und nützlich? Wie kann man gemeinsam mit Schülern Texte schreiben?

Blume, dem auf Twitter Tausende Lehrer folgen, öffnet in seinen Videos virtuelle Räume, die bislang als Nischen galten – in Wahrheit aber prall gefüllte Online-Bibliotheken sind. Dazu gehört das “ZUM-Pad”, eine offene Lernplattform, bei der man sich nicht einmal einloggen muss. Die “Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet” hat zwei Vorteile: Mehrere Schüler können gleichzeitig an denselben Aufgaben arbeiten. Und: ZUM bietet die größte Sammlung fertiger Lernmaterialien und Projektideen. Lehrer stellen dort für Lehrer Stoff bereit – gratis. Es finden sich Fachskripte für ein ganzes Schuljahr, Choreografien einzelner Schulstunden – einiges davon bereits Millionen Male heruntergeladen.

Bob Blume selbst zählt in der Community der pädagogischen Blogger eher zu den Konservativen. Der Lehrer am Windeck-Gymnasium im baden-württembergischen Bühl ist gegen eine Digitalisierung um ihrer selbst willen. “Ich will den Kollegen einfach zeigen, wie sie in Zeiten von Schulschließungen weiter lernen können”, sagt er. Daher zählt Blume in seinen Videos zunächst jene Möglichkeiten auf, bei denen Lehrer und Schüler sofort in Interaktion treten können – ohne auf die Freigabe durch den Schulträger warten zu müssen.

Das Netz macht seit dem Shutdown des staatlichen pädagogischen Lebens das, was es am besten kann: gute Ideen an möglichst viele Leute verteilen. “Per E-Mail Aufgaben als PDF herumschicken, das könnte jeder Lehrer”, sagt Sebastian Schmidt – wenn er denn die E-Mail-Adressen seiner Schüler hat und die Schüler Mails überhaupt lesen. Echter virtueller Unterricht sieht anders aus. Schmidt ist Realschullehrer in Pfuhl bei Neu-Ulm. Vor Kurzem hat er mit seinem Kollegen Ferdinand Stippberger den Deutschen Lehrerpreis gewonnen. Die beiden betreiben einen sogenannten flipped classroom, eine Methode, die analoge und digitale Möglichkeiten kombiniert – und dem digitalen Klassenzimmer ziemlich nahekommt. Bei seinem “umgekehrten Unterricht” erklärt Schmidt den Schülern zu Hause per Lernvideos die Grundlagen eines Themas, um dieses dann später in der Klasse individuell zu vertiefen. Doch um ein gutes Lernvideo zu drehen, muss man sein Thema auf den Punkt erklären können und wissen, wie die Schüler mit den darauf aufbauenden Aufgaben umgehen – zu Hause, wenn der Lehrer nicht greifbar ist. “Das kann nicht jeder Lehrer aus dem Stand”, sagt Schmidt, “da dürfen wir keinen überfordern.” Er empfiehlt jetzt, in den unterrichtsfreien Wochen, eher Abstand vom Lehrplan zu nehmen und den Schülern kleine Forschungsaufträge zu geben, die etwas mit ihrer Lebensrealität zu tun haben. “Es macht kaum Sinn, ihnen den Satz des Pythagoras als Hausaufgabe mitzugeben. Dann brauchen sie am Ende die Eltern, die wir jetzt eher schonen müssen.”

Wie Schmidt denken viele Lehrer, die bereits in einer sogenannten Schul-Cloud zu Hause sind. Diese digitale Wolke ist eine Art pädagogisches Netzwerk für Schüler und Pädagogen. Sie können darin kommunizieren, Dokumente bearbeiten, sich über den Stand einer Hausaufgabe austauschen, auf Unterrichtsvorbereitungen zugreifen, auf Mathematikprogramme, Wörterbücher, digitale Übersetzer. Eine Schul-Cloud kann, wenn sie gut ist, ein virtuelles Klassenzimmer sein, ganz ohne physische Grenzen: Es gibt keine Wände, keine Bankreihen, keine Tafel. Ideal für eine Ausnahmesituation wie diese.

Zählt man alle Schulen zusammen, die bei dem gut ein Dutzend Cloud-Anbietern registriert sind, dürfte rund die Hälfte der deutschen Lehranstalten Kontakt zu einer Lernwolke haben. Laut der internationalen Computerstudie Icils nutzen aber nur 16,5 Prozent der Pädagogen solche digitalen Lernhilfen, weltweit sind es 63 Prozent.

“Deutschland agiert auf dem Feld zu langsam und zu bürokratisch”, sagt die Pädagogikprofessorin Birgit Eickelmann, die den deutschen Teil der Icils-Studie leitete. Gut zwei Jahre stritten sich Bund und Länder um die Ausstattung des Digitalpaktes. Auch jetzt fließen die fünf Milliarden Euro, die für Laptops, Tablets und Computernetze bereitstehen, nur schleppend.

Jetzt schlägt die Stunde der Pragmatiker und Kreativen

Wie weit man theoretisch sein könnte, zeigt “Webweaver”, eine Software, die heute sowohl Sachsens Schulen als auch die Volkshochschulen benutzen. Die Geschichte dieser Kölner Cloud erzählt viel über die Euphorie digitaler Moden – und über ihre Vergänglichkeit. Bereits Ende der 1990er begann man mit staatlicher Förderung, die Plattform aufzubauen. Schaut man sich die Konzepte von damals an, finden sich dort ähnliche Funktionen wie heute: Dokumentenablage, Mail, Chat, Kalender. 10.000 Schulen waren Anfang der 2000er-Jahre bereits angeschlossen. Die Telekom schoss als Sponsor einen dreistelligen Millionenbetrag in Internetanschlüsse für Schulen. Der Bund pumpte 53 Millionen Euro in die Projekte des Vereins “Schulen ans Netz”, unter anderem für Webweaver.

Doch dann warfen zwei Entscheidungen die Schulen zurück: Im Jahr 2006 nahm die Föderalismusreform dem Bund jede Zuständigkeit – und verbaute den Weg, eine nationale Schul-Cloud aufzubauen. 2007 stieg die Telekom aus der Förderung aus. Hätte der Bund damals die digitale Infrastruktur der Schulen samt einer Cloud als gesamtstaatliche Aufgabe definiert, wäre die Bundesrepublik heute wahrscheinlich der digitale Musterschüler Europas.

Vor ein paar Jahren gab es dann noch einmal einen Anlauf: Eine nationale Schul-Cloud wollte man schaffen und das deutsche Bildungssystem so ins 21. Jahrhundert beamen – finanziert vom Bund, programmiert am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam. Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte einmal ihr ganzes Kabinett mit, um sich anzusehen, wie die Nationalwolke funktioniert. 40.000 Schulen sollten in einer einzigen Wolke fusionieren. Das war 2016.

Vier Jahre später ist die nationale Schul-Cloud noch immer nicht fertig. Nur 250 Schulen sind angeschlossen. Der Bund hatte seine Rechnung ohne die Länder gemacht – die pochen auf ihre Kulturhoheit, basteln an eigenen Clouds, die oft nicht fertig werden. Baden-Württemberg boxte in dem von Corona ausgelösten Durcheinander ein umstrittenes Vorhaben durch: Am Freitag gab das Land die datenschutzrechtlich bedenkliche Cloud “O 365” von Microsoft frei. Dies verschaffte dem Goliath unter den Cloud-Anbietern Wettbewerbsvorteile.

Man muss es so hart formulieren: Die Politik hat die Digitalisierung vergeigt, in weiten Teilen steckt das deutsche Bildungssystem noch in der Buch- und Prüfungsschule des 19. Jahrhunderts fest. Das rächt sich jetzt. Ebenso zeigt sich aber, wie im Schatten von Zuständigkeitsgerangel und Ignoranz vielfältige Digitalkompetenz gewachsen ist.

Jetzt schlägt die Stunde der Pragmatiker und Kreativen. Björn Nölte von der Potsdamer Voltaire-Schule hat eine Corona-Reading-Challenge ausgerufen. Marcus von Amsberg, Lehrer an einer Hamburger Stadtteilschule, stellte Schülern per Video die Aufgabe, den Sinn von Hamsterkäufen zu diskutieren. Die Wittenberger Pädagogin Nele Hirsch hat mit anderen eine eigene Seite mit Unterrichtsideen eröffnet, die edunauten.de heißt.

Und Nico Wirtz von der John Lennon-Schule freut sich schon auf Schreibkonferenzen mit seinen Schülern. Dabei kommentieren und redigieren die Schüler gegenseitig ihre Texte. “Ich kann mir am Bildschirm ansehen, wie sich die Fassungen verändern, gebe Tipps und fordere auch mal die stillen Schüler auf, sich zu beteiligen”, sagt Wirtz. Selbst der reguläre Unterricht könnte von der Auszeit langfristig profitieren. “Statt Klassenarbeiten werden wir uns neue Prüfungsformate überlegen müssen: Essays, Präsentationen, Portfolios.”

Offen bleibt die Frage der Leistungskontrollen. Wer überprüft, ob die Schüler zu Hause ihre Arbeit erledigt haben? Abi-Prüfungen per Fernleitung – für die Kultusminister ist das bislang keine Option. Sollten die Schulschließungen über Ostern hinaus anhalten, werden die Abiturienten ihre Aufgaben wohl wie üblich in der Schule lösen – nur eben verstreut auf mehrere Klassenräume. Die stehen ja jetzt leer.

Wie Pädagogen die Krise meistern

Christian Bauer, Lehrer Robert-Koch-Gymnasium in Deggendorf

Schon länger experimentiere ich mit verschiedenen Arten von Lehrvideos, auch wenn sich meine Fächer Geschichte und Deutsch leider etwas weniger dazu eignen als zum Beispiel Mathe. Mal erkläre ich darin, wie man eine Inhaltsangabe schreibt, mal visualisiere ich Gedichte mit Fotos und Animationen. Regelmäßig lasse ich auch meine Schüler selbst Videos drehen. Schade ist, dass Lehrer dazu neigen, ihr je eigenes Ding zu machen. Dabei wäre ein Videopool jetzt ideal. Allein kann ich in so kurzer Zeit nicht zu jedem Thema ein Video aus dem Boden stampfen. Meine sechste Klasse liest gerade das Buch “Griechische Sagen”. Für sie werde ich ein interaktives Quiz vorbereiten, mit dem ich ihr Wissen testen kann. Digitale Lehrmethoden wurden bislang von vielen, übrigens unabhängig vom Alter, eher stiefmütterlich behandelt. Jetzt erfahren sie einen ungeahnten Schub. In den kommenden Wochen will ich alles aus ihnen rausholen, was geht.

„Das wichtigste ist, zusammenzuhalten“

Sandra Reimann, Lehramtsstudentin Universität Münster

Das Wichtigste ist jetzt, zusammenzuhalten. Ich habe deshalb sofort überlegt, wie ich mich einbringen kann. Als Lehramtsstudentin und Pfadfinderin habe ich Erfahrung mit Kindern. Warum nicht all den Eltern unter die Arme greifen, die weiterhin arbeiten müssen und nicht wissen, wo sie ihre Kinder unterbringen sollen? Großeltern fallen dafür ja zurzeit aus, und nur bestimmte Berufsgruppen haben Anspruch auf die Notbetreuungsplätze. Also habe ich in dem Nachbarschaftsportal nebenan.de Kinderbetreuung angeboten, und schon wenige Stunden später hat sich eine Mutter gemeldet. Sie wohnt nur ein paar Straßen weiter, das ist total praktisch. Auf den vierjährigen Sohn passe ich jetzt in den kommenden Wochen vormittags auf. Der Tochter im Teeniealter helfe ich mit den Aufgaben von der Schule, falls nötig. Viele Menschen haben sich bedankt, dass ich meine Hilfe anbiete. Anfragen von anderen Eltern gab es bislang aber nicht.

Birgit Dittmer-Glaubig, Konrektorin Mittelschule Simmernstraße in München

Uns ist wichtig, den Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern zu halten und ihnen das Gefühl zu geben, dass wir für sie da sind. In dieser ungewöhnlichen Situation müssen wir alle an einem Strang ziehen. Die Kinder haben Aufgabenmaterial mitbekommen, wir haben ihnen unsere Telefonnummern gegeben und gesagt, dass sie uns jederzeit anrufen können. Außerdem werden wir versuchen, kleine Videokonferenzen zu organisieren, in denen sie Fragen zu den Aufgaben stellen können. Allerdings haben nicht alle die technischen Möglichkeiten dafür zu Hause. An unserer Schule gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund – da haben nicht mal alle Familien eine E-Mail-Adresse. Diese Schüler werde ich von mir aus alle zwei Tage anrufen und sie fragen, ob ich ihnen helfen kann. Sie sollen zu keiner Zeit das Gefühl haben, mit den Aufgaben allein zu sein. Schließlich geht es hier nicht um Beschäftigungstherapie, sondern es soll auch etwas bringen.

Protokolle: Katharina Menne