App-Tipp

Unterrichtsentwicklung : Mit „Plickers“ den Unterricht interaktiv gestalten

Die Digitalisierung bringt viele Möglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer, ihren Unterricht neu zu gestalten, kreativer zu werden und sich effizienter zu organisieren. Das Angebot ist groß. Allein fällt es vielen Lehrkräften jedoch schwer, sich im Dschungel der digitalen Anwendungen zu orientieren. Das Schulportal hat Leserinnen und Leser über Facebook und Twitter nach ihren Empfehlungen gefragt. Lehrerin Elisa Abel nutzt die App „Plickers“, um den Wissensstand in ihren Klassen abzufragen und zu Diskussionen anzuregen. Für sie ist die App eine tolle Möglichkeit, den Unterricht interaktiv zu gestalten.

11. Februar 2020 Aktualisiert am 05. Februar 2021 4 Kommentare

Es gibt es eine Vielzahl an Apps für die Schule. Doch wie erkennen Lehrkräfte, was eine gute App ausmacht und welche Anwendung tatsächlich nützlich ist? Das Schulportal gibt hier einen Überblick.

©Pia Bublies

Was bietet die App?

„Plickers“ ist ein praktisches Tool, um Multiple-Choice-Fragen, Wahr/Falsch-Fragen zu stellen oder Umfragen in der Klasse zu machen und live auszuwerten. Hierzu erhalten die Schülerinnen und Schüler individualisierte QR-Codes, die im Klassensatz auf der Website ausgedruckt werden können. Je nach Drehrichtung des Codes geben die Schülerinnen und Schüler die Antwort A, B, C oder D. Mithilfe der mobilen App scannt die Lehrkraft die Antworten ein. Praktisch ist, dass das auch bequem vom Lehrerpult aus funktioniert. Auf dem Smartboard-Bildschirm sieht nun die ganze Klasse, ob alle Codes erfasst wurden, bevor anschließend gemeinsam die Auswertung der Ergebnisse stattfindet.

Wie kann die App für den Unterricht genutzt werden?

Die App ist in vielen Unterrichtssituationen einsetzbar: für Wiederholungsfragen zur vergangenen Stunde, Verständnisfragen zu einem Text, für tägliche Übungen, zur Diagnose, zur Erstellung eines Meinungsbilds oder für eine Stundenreflexion.

Auf der Website kann man Klassengruppen anlegen und die Antworten der Schülerinnen und Schüler rückwirkend analysieren, um so Fehlvorstellungen oder Wissenslücken zu diagnostizieren. Außerdem kann die Lehrkraft sich eine Fragen-Bibliothek mit Ordnerstruktur anlegen und so Fragen immer wieder verwenden. Über die „Queue“-Funktion lassen sich die Fragen ganz einfach einer bestimmten Klasse zuordnen und so im Unterricht ohne langes Suchen über die App aufrufen.

Wieso würden Sie die Anwendung weiterempfehlen?

Ich setze die App gern ein, weil die Schülerinnen und Schüler lediglich ihre ausgedruckten QR-Codes brauchen und ich nur mein Smartphone (und den PC) benötige. Da jede Schülerin und jeder Schüler einen Code hat und mit diesem eine Antwort geben muss, wird auch jede/r zum Nachdenken angeregt. Die Diskussion über die Antworten der gesamten Gruppe lässt wertvolle Gespräche entstehen. Gleichzeitig werden die individuellen falschen und richtigen Antworten nur mir als Lehrerin angezeigt, was den jeweiligen Schülerinnen und Schülern einen Schutzraum bietet.

Auf einen Blick

Wofür?

Zur anonymen Wissensabfrage oder für Feedback.

Kosten?

Die App kann kostenlos heruntergeladen werden.

Ausstattung?

Die App kann über Smartphones und Tablets bedient werden. Ein PC zur Verwaltung der Daten ist hilfreich.

Bei den App-Tipps handelt es sich um Empfehlungen von Lehrkräften für Lehrkräfte. Das Deutsche Schulportal hat diese nicht mit Blick auf die aktuellen DSGVO-Richtlinien geprüft. Wenn Sie die App an Ihrer Schule einsetzen möchten, wenden Sie sich am besten an die zuständige Schulbehörde für eine datenschutzrechtliche Beurteilung.

Zur Person

  • Elisa Abel unterrichtet Mathematik und Geografie an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Landau in Rheinland-Pfalz.
  • Zuvor arbeitete Elisa Abel an einer Deutschen Schule in Santiago de Chile.