App-Tipp : Digitaler Austausch im Fernunterricht mit „notyz“

Die Digitalisierung bringt viele Möglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer, ihren Unterricht neu zu gestalten, kreativer zu werden und sich effizienter zu organisieren. Das Angebot ist groß. Allein fällt es vielen Lehrkräften jedoch schwer, sich im Dschungel der digitalen Anwendungen zu orientieren. Das Schulportal hat Leserinnen und Leser über Facebook und Twitter nach ihren Empfehlungen gefragt. Lehrerin Monika Göpfert kann sich den Fernunterricht ohne die App „notyz“ nicht mehr vorstellen.

29. April 2020
Schülerinnen und Schüler arbeiten mit einer App auf Tablets im Unterricht.
Apps auf Smartphone, Tablet oder dem PC bieten neue Möglichkeit bei der Unterrichtsgestaltung und der Organisation von Schule.
©Thomas Frey/dpa

Was bietet das Programm?

Durch die Überlastung der Server unserer sächsischen Lernplattform „LernSax“ während der Corona-Krise habe ich händeringend nach einer unkomplizierten Möglichkeit gesucht, meinen Schülerinnen und Schülern Informationen, Aufgaben und Videos für das Homeschooling zukommen zu lassen. Mit der kostenfreien „notyz“-App ist all das einfach, schnell und datenschutzkonform möglich.

Wie kann das Programm für den Unterricht genutzt werden?

Mit „notyz“ kann ich als Lehrerin neben Texten und Bildern auch Videos, Download-Dateien, interaktive Übungen, Formulare und Verlinkungen per Nachricht an meine Schülerinnen und Schüler senden. Durch die Formularfunktion erhalte ich sogar direkte Rückmeldungen, seien es Fragen zum Video oder ihre Lösungen zu dem Arbeitsblatt, das die Schülerinnen und Schüler im Hausaufgabenheft bearbeitet haben.

Über den Lehrer-Online-Kanal in „notyz“ (Zugangscode „Lehrer-Online1“ oben links über das Schlüsselsymbol eingeben) kann ich darüber hinaus Informationen und Arbeitsmaterialien zu meinen Unterrichtsthemen recherchieren: Die Unterrichtsvorbereitung wird somit vereinfacht, da sie direkt in der App stattfinden kann. Die Unterrichtsmaterialien von Lehrer-Online sind dabei durch den Einsatz digitaler Medien vielseitig und für die Lernenden teilweise auch direkt in der „notyz“-App nutzbar (z. B. Lernvideos und interaktive Übungen).

Wieso würden Sie die Anwendung weiterempfehlen?

Gerade in Zeiten von Corona und Fernunterricht kann ich mir einen Unterricht ohne eine App oder digitale Plattform für die Kommunikation und die Unterrichtsorganisation gar nicht vorstellen. Ein großer Vorteil der „notyz“-App ist die einfache Bedienung und der übersichtliche Aufbau: Alle Funktionen, die ich für meinen Unterricht benötige, sind enthalten – ohne dass die App überladen wirkt!

Ein weiterer Vorteil ist die Personalisierung der App mit eigenem Logo, Farben und Impressum im Look unserer Schule. Bei Bedarf stellt einem das Team von „notyz“ per Video-Konferenz vor, wie die App funktioniert und wie man sie für die eigenen Bedürfnisse einrichtet und nutzt.

Auf einen Blick

Wofür?

Materialien teilen, Ergebnisse besprechen, Aufgaben vergeben – „notyz“ ermöglicht die DSGVO-konforme Kommunikation mit Schülerinnen und Schüler sowie den Eltern.

Kosten?

Lehrkräfte können sich kostenlos registrieren.

Ausstattung?

Die App kann über Smartphones, Tablets und Webbrowser bedient werden. Ein PC zur Verwaltung der Daten ist hilfreich.

Zur Person

  • Monika Göpfert unterrichtet Mathematik und ist Fachbereichsleiterin für Informatik an der Internationalen Oberschule im sächsischen Reinsdorf.
  • Im Blog „Digitale Schule“ holt sich Monika Göpfert Anregungen zum digitalen Unterricht und tauscht sich mit anderen Lehrkräften über deren Erfahrungen aus.

Weitere App-Tipps

Welche Apps empfehlen Lehrerinnen und Lehrer? Die Möglichkeiten sind vielfältig, den Unterricht neu, effizienter und kreativer mit Hilfe digitaler Medien zu gestalten. Trotzdem bleibt die Frage, welche Anwendungen tatsächlich sinnvoll sind. Das Schulportal hat diejenigen gefragt, die direkt betroffen sind: In der Serie „App-Tipp“ stellen Lehrkräfte Apps, Programme und andere digitale Anwendungen vor, die sie gerne in ihrem Unterricht verwenden.