App-Tipp

Digitale Lernplattform : Datenschutzkonform unterrichten mit „WiseLab 2.0“

Die Digitalisierung bringt viele Möglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer, ihren Unterricht neu zu gestalten, kreativer zu werden und sich effizienter zu organisieren. Das Angebot ist groß. Allein fällt es vielen Lehrkräften jedoch schwer, sich im Dschungel der digitalen Anwendungen zu orientieren. Das Schulportal hat Leserinnen und Leser über Facebook und Twitter nach ihren Empfehlungen gefragt. Der Berufsschullehrer Lars Kreuziger aus Ravensburg hat gemeinsam mit der Firma Wiselab die Lernplattform „WiseLab 2.0“ entwickelt. Für ihn ist die Anwendung eine datenschutzkonforme und nutzerfreundliche Alternative zu anderen Angeboten.

28. Oktober 2020 / 3 Kommentare
©Pia Bublies

Was bietet das Tool?

„WiseLab 2.0“ ist eine von Lehrkräften entwickelte Alternative zu den gängigen Lernplattformen. Andere Apps erweisen sich in der täglichen Anwendung entweder als sehr „sperrig“, nicht datenschutz-grundverordnungskonform oder sind didaktisch wenig durchdacht. Die „WiseLab 2.0“-App schließt diese

  1. didaktisch durchdacht: Moderner kompetenzorientierter Unterricht ist damit einfach umzusetzen,
  2. intuitiv: Mit nur einem Button lassen sich komplette Kurse digital anlegen,
    und die App ist
  3. datenschutzkonform: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurde bei der Programmierung uneingeschränkt berücksichtigt.

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Wie kann das Tool für den Unterricht genutzt werden?

Mithilfe der „WiseLab 2.0“-App ist es möglich, digitalen Unterricht zu erstellen und durchzuführen. Aufgrund der intuitiven Bedienung und einer durchdachten didaktischen Struktur ist die Erstellung ansprechender und lernwirksamer Kurse für die Lehrperson kinderleicht. Die App fördert insbesondere das selbstgesteuerte Lernen und entlastet dadurch die Lehrkraft sowohl im Präsenz- als auch im Fernunterricht. Die Lehrperson definiert Lernziele, die Schülerinnen und Schüler können dann aus verschiedenen (binnendifferenzierten) Lernaktivitäten wählen und diese selbstständig bearbeiten. Die Erstellung problemorientierter Lernsituationen ist dabei ebenso möglich wie die Erstellung „klassischer“ Unterrichtssequenzen.

Für die Nutzung im Unterricht bietet die App eine übersichtliche und ansprechende Struktur und ermöglicht Lehrpersonen, Unterrichtsmaterial in Form von Dokumenten, Lernvideos und Links den Lerngruppen zur Verfügung zu stellen. Da die Nutzung der App unabhängig von Endgeräten ist und für die Handynutzung optimiert worden ist, entfällt sowohl die Anschaffung teurer Endgeräte wie Laptops oder Tablets als auch das lästige Kopieren von Info- oder Übungsmaterialien.

Lernaktivitäten können bearbeitete Übungsaufgaben oder selbst erstellte Lernvideos sein. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Ergebnisse bei „WiseLab 2.0“ hochladen und der Lehrkraft zur Verfügung stellen. Die Kontrolle von Schülerleistungen und ein schülerindividuelles Feedback ist dadurch sehr einfach möglich. Außerdem können alle Lernaktivitäten auf unterschiedlichen Niveaustufen angelegt und in Gruppen erarbeitet werden. Binnendifferenziertes Lernen und das Unterrichten in sehr heterogenen Klassengruppen wird dadurch erleichtert. Ein Planungswerkzeug hilft den Schülerinnen und Schülern dabei, einzelne Lernaktivitäten zeitlich zu planen. Mithilfe der Benotungsfunktion kann die Lehrperson einzelne Aktivitäten, die Erreichung von Lernzielen und ganze Kurse transparent bewerten. Zudem bietet die Plattform eine Chatfunktion und ein Videokonferenz-Tool.

Wieso würden Sie die App weiterempfehlen?

Ich empfehle die App, da sowohl in der aktuellen Corona-Situation als auch langfristig für die Medienentwicklung in den Schulen eine App unumgänglich ist, die absolut einfach und intuitiv von der Lehrperson und den Schülerinnen und Schüler zu bedienen ist. Sie entlastet die Lehrkräfte massiv bei der Erstellung und Durchführung des Unterrichts – ganz egal, ob der als Präsenzunterricht in der Schule oder als Fernunterricht durchgeführt wird. Diese App ermöglicht sowohl „klassisches“ als auch selbstgesteuertes, binnendifferenziertes, kompetenzorientiertes Lernen.

Auf einen Blick

Wofür?

Zur Erstellung digitaler Unterrichtsszenarien und als Erleichterung beim Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht.

Kosten?

Es fallen monatliche Kosten an, die an der Nutzerzahl orientiert sind.

Ausstattung

„WiseLab 2.0“ wurde für mobile Geräte programmiert.

Zur Person

  • Lars Kreuziger unterrichtet BWL und VWL an der Humpis-Schule in Ravensburg, einer kaufmännischen beruflichen Schule. Außerdem wird er im bilingualen Wirtschaftsgymasium eingesetzt.
  • Seit zehn Jahren nutzt er im Unterricht digitale Medien, doch bei zahlreichen Lernplattformen fielen ihm Mängel auf. Und so unterstützte er die Entwicklung von „WiseLab 2.0“.

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3 Kommentare

Diskutieren Sie mit über diesen Artikel.

#3 – 18.11.2020 Lars K.

Plattformkosten (Nachtrag)

Die Bereitstellung der Wiselab-Plattform kosstet Geld. Keine Frage. Allerdings ist dies bei jeder digitalen Plattform der Fall. Zum Beispiel kostet die Bereitstellung von Moodle oder Office-365 sehr viel Geld. Allerdings werden diese Beträge oftmals von Bundesländern, Schulträgern etc. getragen. Für Schulen sieht es dann manchmal so aus, als ob Moodle & Co. „kostenlos“ bereitgestellt und bevorzugt werden. Leider wird hier ein Fehlanreiz gesetzt, denn die Nachteile der Entscheidung für eine dieser Plattformen sind erheblich. So ist z.B. Moodle eine in der Bedienung für SchülerInnen und LehrerInnen sehr „sperrige“ Software, die langfristig(!) einen hohen Zeitaufwand für Schulungen, die Bereitstellung von Unterrichtsmaterial und im Rahmen des täglichen Unterrichtens nach sich zieht. Andere Lernplattformen sind nicht datenschutzkonform. All diese langfristigen und kaum zu behebenden Nachteilen hat die Wislab-Lernplattform nicht. Aus diesem Grund werbe ich als Autor für diese Plattform.
#2 – 18.11.2020 Lars K.

Vielen Dank für die Rückmeldung

Wiselab bietet in der Tat Lernsoftware für Unternehmen an. Seit kurzem bietet das Unternehmen zusätzlich eine von Grund auf neu entwickelte Lernplattform für Schulen an. Es handelt sich insofern um zwei grundsätzlich unterschiedliche Plattformen. Die neu entwickelte Schulplattform verfolgt deshalb natürlich nicht den Zweck der „Optimierung ... interner Prozesse“. Dies ist auf der Wislab-Homepage allerdings missverständlich beschrieben und muss geändert werden. Aus diesem Grund bin ich sehr dankbar für das konstruktive Feedback. Die Wiselab-Schulplattform unterstützt hochwertigen digitalen Unterricht im schulischen Kontext. Der Fokus der Entwicklungsarbeit lag darauf, eine möglichst einfach zu bedienende Plattform zu entwerfen, die digital durchdacht und datenschutzkonform ist. Der von Ihnen angesprochene „selbstgesteuerte Erkenntnisgewinn“ im Rahmen unterschiedlicher Beziehungs- und Sozialformen wird dabei durch die Plattform 100%ig unterstützt. Genau dafür wurde sie entwickelt.
#1 – 02.11.2020 Andreas M.

Schwierig: für eigene Produkte zu werben!

Ich finde es etwas bedenklich, dass Autoren für Ihre Produkte werben. WiseLab wird für Unternehmen angeboten, die für das Produkt zahlen müssen. Es wird von "Optimierung und Digitalisierung von internen Prozessen (Onboarding, Unterweisungen..), Umsatzsteigerung durch effizientere Arbeitsweise, Mitarbeiterbindung und Aufbau einer starken Unternehmenskultur, Fehlerpotentiale auslöschen mit klaren internen Prozessguidelines und Compliance" gesprochen. Für mich geht Lernen, vor allem im allgemeinbildenden Bereich, weit darüber hinaus, bedarf selbstgesteuerte Erkenntnis und nicht Vermittlung bzw. Unterweisung und muss in Beziehungen stattfinden. Das geht auch mit Unterstützung durch digitale Medien, aber nicht so!