Was sind Konzepte?

Am Anfang steht der Wunsch nach Weiter­entwicklung oder die Not­wendig­keit, alte Wege zu verlassen – der Start­schuss für die Entstehung von Schul­konzepten. Häufig geben konkrete Schwierig­keiten den Anlass zur Entwicklung eines neuen Konzepts: zum Beispiel Unzu­frieden­heit über die Zusammen­arbeit im Kollegium oder regel­mäßige Konflikte auf dem Schul­hof. In anderen Fällen sind es bildungs­politische Entwicklungen oder gesellschaftliche Forderungen wie etwa Inklusion, die dazu führen, dass eine Schule ihre Ansätze über­denkt und neue pädagogische Heran­gehens­weisen entwickelt. Oder der Wunsch nach Weiter­entwicklung ent­steht direkt im Kollegium, weil das bisherige Schul­programm den Ansprüchen der Lehrer­innen und Lehrer nicht mehr genügt.

Erfolgreiche Schulentwicklung steht und fällt mit der Entscheidung, ein eigenes, unverwechsel­bares pädagogisches Profil zu entwickeln, das den jeweiligen Heraus­forderungen gerecht wird, und dies in einer Konzeption fest­zu­halten. Viele Konzepte entstehen in einem gemeinsamen Prozess – die Reflexion der eigenen Arbeit und die Beteiligung der gesamten Schul­gemein­schaft sind entscheidend dafür, dass alle die Veränderungen mit­tragen und mit Leben füllen. Dabei werden die Ausgangs­situation und die Rahmen­bedingungen der jeweiligen Schule berück­sichtigt und klare Ziele formuliert. Damit die Umsetzung der Ziele in die Praxis gelingt, beschreiben Konzepte konkrete Aufgaben und Zwischen­schritte. Häufig gehören dazu auch bestimmte Materialien, die die Umsetzung begleiten – das können zum Beispiel Vorlagen zur Dokumentation laufender Prozesse sein oder Anleitungen, um bestimmte Aufgaben zu bewältigen.

Was Schulkonzepte preiswürdig macht

„Dem Lernen Flügel verleihen!“ – unter diesem Motto steht der Deutsche Schulpreis, den die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung 2006 ins Leben gerufen haben. Seitdem haben rund 70 Schulen den Preis erhalten. Fast alle Schul­formen und fast jedes Bundes­land sind vertreten: von der Grund­schule übers Gymnasium bis hin zur Berufs­schule, sowohl staatliche als auch private Schulen.

Und wie wird nun entschieden, welche Schule gewinnt? Dazu gibt es sechs Qualitäts­bereiche, die die Arbeit der Juror­innen und Juroren des Deutschen Schulpreises strukturieren. Diese Gliederung erlaubt eine transparente, umfassende und vergleich­bare Bewertung der Schul­qualität.
Die sechs Qualitätsbereiche im Überblick:

  • Leistung
  • Umgang mit Vielfalt
  • Unterrichtsqualität
  • Verantwortung
  • Schulleben
  • Schule als lernende Institution

Die Qualitätsbereiche sollen sicherstellen, dass alle Aspekte berücksichtigt werden, die eine rundum gute Schule in einem umfassenden Sinne auszeichnen. Dazu gehört, dass nicht nur die Leistungen der Schülerinnen und Schüler stimmen, sondern auch, dass sich alle an der Schule wohlfühlen. Gute Schulen zeichnen sich außerdem durch ein demokratisches Mit­einander, gemeinsame Verantwortung und eine effektive Organisation aus. Nur so können sie auch zukünftigen Anforderungen souverän begegnen und ihre hohe Qualität langfristig halten.

Während des Wettbewerbs wird die gesamte Entwicklung einer Schule begutachtet. Entscheidend ist dabei nicht, ob eine Schule schon zuvor als besonders erfolg­reich bekannt war – im Gegen­teil: Der Deutsche Schulpreis ist ins­besondere für Schulen gedacht, die noch am Anfang ihres Weges stehen und sich weiter­entwickeln möchten.

Das Deutsche Schulportal versteht sich auch als Platt­form, um die Konzepte und Ideen der Preis­träger­schulen bekannt zu machen. Die Viel­falt an Ansätzen und Lösungs­vor­schlägen soll andere Schulen inspirieren und bei der eigenen Schul­ent­wicklung unter­stützen. Die veröffentlichten Konzepte erfüllen ihren Zweck, wenn sie als Angebote verstanden werden, die von weiteren Schulen in den jeweiligen Bezugs­rahmen gestellt und in einen eigenen Entwicklungs­prozess integriert werden.

Die veröffentlichten Konzepte sind in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schulakademie entstanden. Die Akademie setzt sich bundes­weit und schul­art­über­greifend für Schul­entwicklung und Lern­kultur ein, fördert das Netz­werk der Schul­preis­träger­schulen, nutzt Erkenntnisse aus der Schul­forschung und bietet viel­fältige Fort­bildungen für alle an Schul­ent­wicklung Interessierten an.

 

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