Podiumsdiskussion : Was muss sich in der Demokratie­bildung ändern?

Welche Erwartungen haben eigentlich die Schülerinnen und Schüler an die Demokratie­bildung in der Schule? Und wie verändert sich der Auftrag der Demokratie­bildung und Werte­erziehung an Schulen? Zu diesen Fragen gibt es am 5. Dezember in der Vodafone Stiftung in Berlin eine öffentliche Gesprächs­runde unter anderem mit dem Präsidenten der Kultus­minister­konferenz Helmut Holter und Bildungs­forscherin Anne Sliwka.

Florentine Anders / 22. November 2018
ARCHIV - 15.06.2018, Thüringen, Erfurt: Helmut Holter (Linke), Thüringer Bildungsminister und KMK-Präsident, spricht zum Abschluss der Kultusministerkonferenz über die Ergebnisse der Tagung. (zu dpa über Kultusministerkonferenz am 11.10.2018) Foto: arifoto UG/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Helmut Holter, Präsident der KMK und Kultusminister von Thüringen (Linke), hat die Demokratiebildung während seines Präsidentschaftsjahres zum Schwerpunkt gemacht.
©arifoto UG/ZB (dpa)

Fast im Wochentakt werden derzeit Studien zum Thema Demokratiebildung und Werteerziehung in der Schule veröffentlicht. Grundtenor: Demokratie und Werte kommen im Schulalltag zu kurz. Ein Modellprojekt in Sachsen machte unter anderem sichtbar, dass Lehrkräfte Diskussionen häufig aus dem Weg gehen, wenn sie mit  antidemokratische oder rassistische Äußerungen der Schülerinnen und Schüler konfrontiert werden. Auch die Kultusministerkonferenz (KMK) hat den Handlungsbedarf erkannt: Im Oktober verabschiedete die KMK Empfehlungen, mit  der sich die Länder auf eine stärkere Verankerung der Demokratie- und Menschenrechtsbildung in Unterricht und Schulalltag verständigt haben.

„Schule ist die einzige gesellschaftliche Institution, in der wir alle Kinder und Jugendlichen erreichen können. Sie ist daher nicht nur ein Ort der demokratischen Wissensvermittlung, sondern insbesondere auch demokratischer Erfahrungsraum“, sagte Helmut Holter anlässlich der Veröffentlichung des Beschlusses. Thüringens Kultusminister Holter hatte das Thema Demokratiebildung zum Schwerpunkt seines Präsidentschaftsjahres in der KMK gemacht. „In unserer Gesellschaft gibt es ganz offene demokratiefeindliche Tendenzen. Auch religiöses oder anders motiviertes Mobbing und tätliche Gewalt sind ein großes Thema an Schulen“, begründete Holter seinen Schwerpunkt im Interview mit dem Schulportal.

Wie verändert sich der Auftrag der Demokratiebildung an Schule in der heutigen Zeit? Was heißt das für die Menschen, die an Schule Verantwortung für Demokratiebildung tragen? Welche Anstrengungen müssen im Bereich der Aus- und Weiterbildung von pädagogischem Personal unternommen werden. Mit welchen Erwartungen treten Kinder und Jugendliche an Partizipation in Schule heran? Und die Vermittlung welcher Kompetenzen wünschen sie sich, um als mündige Bürgerinnen und Bürger an einer digitalisierten Gesellschaft teilhaben zu können?

Die Initiative Klickwinkel von der Vodafone Stiftung lädt interessierte Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler am 5. Dezember 2018 ein, über diese Fragen zu diskutieren. Auf dem Podium der Gesprächsrunde sitzen Helmut Holter, Präsident der KMK, Bildungsforscherin Anne Sliwka von der Universität Heidelberg und der Schüler Lucas Valle-Thiele vom Landesschülerausschuss Berlin.

Die Diskussionsrunde unter dem Motto „Demokratie will gelernt sein!“ beginnt um 16.30 Uhr in der Hauptstadtrepräsentanz der Vodafone Stiftung, Behrenstraße 18 in Berlin-Mitte. Anmeldungen sind bis zum 29. November per E-Mail unter annika.bode@vodafone-stiftung.de möglich.

Das Schulportal wird vor Ort dabei sein und über die Diskussion berichten. Alle aktuellen Berichte Interviews, Gastbeiträge und Praxiskonzepte aus Schulen zum Thema Demokratiebildung sind auf dem Schulportal in einem Dossier zusammengestellt.

Auf einen Blick

  • Die Gesprächsrunde „Demokratie will gelernt sein“ findet am 5. Dezember von 16.30 bis 17.30 Uhr in der Behrenstraße 18 in Berlin-Mitte statt.
  • Auf dem Podium diskutieren KMK-Präsident Helmut Holter, Bildungsforscherin Anne Sliwka von der Universität Heidelberg und der Schülervertreter Lucas Valle-Thiele vom Landesschülerausschuss Berlin.
  • Anmeldungen sind bis zum 29. November per E-Mail unter annika.bode@vodafone-stiftung.de möglich.
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