Vernetzung : Musterkonzepte für Schulen auf Server verfügbar

Das Niedersächsische Kultusministerium will Lehrkräfte im Arbeitsalltag entlasten und zugleich neue Synergien schaffen. Deshalb stellt das Land auf einem Bildungsserver nun Musterkonzepte zu verschiedenen Aufgaben und Herausforderungen zur Verfügung.

Fabian Schindler / 05. März 2019
Kultusminister Grant Hendrik Tonne
Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat ein Maßnahmenpaket zur bürokratischen Entlastung von Lehrkräften in Niedersachsen angekündigt. Mit der Bereitstellung von Konzepten auf dem Bildungsserver von Niedersachsen hat das Kultusministerium einen ersten Schritt hierfür getan.
©dpa

Das Land Niedersachsen stellt ab sofort eine Reihe von Musterkonzepten und Beispielen guter schulischer Praxis auf dem Niedersächsischen Bildungsserver „nibis“ bereit. Damit sollen laut dem Niedersächsischen Kultusministerium Lehrkräfte und Schulleitungen im Arbeitsalltag signifikant entlastet werden.

Aus dem Fundus an Materialien, die von Schulen für einen konstruktiven Austausch hinsichtlich der Schulkompetenzen bereitgestellt worden sind, sollen sich alle Schulen frei bedienen können. Sie sollen auf diese Weise bei der Entwicklung von eigenen Papieren und Konzepten sinnvoll unterstützt werden. Das Ministerium in Hannover geht davon aus, dass der individuelle zeitliche Aufwand zur Erstellung von Konzepten in Zukunft für die Lehrkräfte spürbar geringer als bisher sein wird. Zudem geht das Ministerium davon aus, dass mit dem neuen Angebot organisatorische Erleichterungen für Schulleitungen im Alltag einhergehen werden. Neue Impulse könnten durch die Vernetzung ebenfalls entstehen.

Breites Themenspektrum für alle Schularten

Nutzer erhalten auf dem Server unter anderem Hinweise für die Erarbeitung von Konzepten zu anhaltend wichtigen Themen wie Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement. Einige weitere Themen, die behandelt werden, sind Berufliche Orientierung, Sprachförderung und Qualitätsmanagement an berufsbildenden Schulen. Auch Anregungen zur Erstellung eines schuleigenen Präventionskonzeptes, Ideen für schuleigene Fortbildungskonzepte oder die Entwicklung eines Vertretungsmodells sind auf dem Server zu finden. Die Musterkonzepte können von Schulen entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen angepasst werden.

„Wenn Schulen das Rad nicht ständig neu erfinden müssen, ist das eine Erleichterung im Arbeitsalltag. Gleichzeitig wahren wir die Qualität und die Eigenverantwortlichkeit, weil die Schulen natürlich weiterhin ihre jeweiligen Schwerpunkte setzen können bei der Konzeptentwicklung“, sagt Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD).

Unter www.nibis.de befinden sich im Servicebereich die verschiedenen Vorlagen und Beispiele. Diese sind von niedersächsischen Schulen erarbeitet worden. Sie sind vornehmlich für niedersächsische Schulen für eine weitere Nutzung gedacht. Die Musterkonzepte sind Teil eines elf Punkte umfassenden Entlastungspakets des Kultusministeriums für Schulen, dessen weitere Umsetzung im März vom Ministerium mit Verbänden und Gewerkschaften diskutiert wird. In diesem Monat soll es hierzu einen Runden Tisch geben.

Die Musterkonzepte und Beispiele sind unter http://musterkonzepte.nibis.de zu finden.

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