Fortbildung : Literarisches Schreiben im Unterricht

Im Herbst startet in drei Bundesländern das neue Programm „Weltenschreiber“ für Schulen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für das literarische Schreiben zu begeistern. Zum Programm gehören Fortbildungen für Deutschlehrkräfte sowie Schreibwerkstätten für Schülerinnen und Schüler mit bekannten Autorinnen und Autoren.

Florentine Anders / 12. Juli 2018
Schreibwerkstätten mit Autorinnen und Autoren
Das literarische Schreiben soll durch das Programm "Weltenschreiber" der Robert Bosch Stiftung nachhaltig an Schulen verankert werden.
©Patrick Tomasso

Mit dem Pilotprogramm „Weltenschreiber“ will die Robert Bosch Stiftung das Literarische Schreiben im Deutschunterricht nachhaltig etablieren. Zunächst startet das Programm in den Bundesländern Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Kooperationspartner sind neben den jeweiligen Kultusministerien der Länder die Literaturhäuser in Stuttgart und Rostock und das Literarischen Zentrum Göttingen.

Zentrale Bausteine des Literaturvermittlungsprogramms sind Fortbildungen der Lehrkräfte und Schreibwerkstätten an Schulen mit bekannten Autoren. Die Auftaktrunde der 18-monatigen Fortbildungen startet zum neuen Schuljahr. In einem ersten Schritt sammeln die Lehrerinnen und Lehrer unter Anleitung von namhaften Schriftstellerinnen und Schriftstellern eigene Schreiberfahrungen. Anschließend gibt es in Kooperation mit verschiedenen Universitäten eine fachdidaktische Begleitung, um das Gelernte auf den Schreibunterricht zu übertragen und die Schülerinnen und Schüler an das Literarische Schreiben heranzuführen. Interessierte Lehrkräfte aus Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen können sich ab sofort für die Fortbildung an den Literaturhäusern bewerben.

Schreibwerkstätten mit bekannten Autoren für für Schülerinnen und Schüler

Neben der Fortbildung bieten die Literaturhäuser ein- bis zweijährige Schreibwerkstätten mit Autoren für jeweils fünf Schulen. Zusätzlich vergeben die Literaturhäuser ein Schreibstipendium an junge Nachwuchsautoren, die dann ab 2019 mit besonders interessierten Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten werden.

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut soll das Programm „Weltenschreiber“ künftig auch in zehn Ländern für deutsche Auslandsschulen angeboten werden.

Uta-Micaela Dürig von der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung sagte am Donnerstag zum Auftakt des Pilotprojekts: „Wir sind davon überzeugt, dass diese Methode der kulturellen Bildung jungen Menschen dabei hilft, sich die Welt kreativ zu erschließen, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen, sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen und dazu beiträgt, zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten zu werden.“

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