Jugendsprache : Jury kürt Jugendwort des Jahres 2018

„Ehrenfrau“ beziehungsweise „Ehrenmann“ hat sich gegen Konkurrenten wie „Lauch“, „Snackosaurus“ oder „lindnern“ durchgesetzt: Die Jury hat das Jugendwort des Jahres 2018 gekürt.

Antje Tiefenthal / 16. November 2018
Zwei Jungs fotografieren das Jugendwort des Jahres 2018
„Ehrenfrau“ beziehungsweise „Ehrenmann“ ist das Jugendwort des Jahres 2018.
© Matthias Balk/dpa

Liebe Lehrerinnen und Lehrer, Sie sind Ehrenfrauen und Ehrenmänner! Wie bitte? Ja, genau: In der Jugendsprache bezeichnet der Begriff Ehrenfrau beziehungsweise Ehrenmann einen Menschen, der etwas Besonderes für jemanden leistet – und das tun Lehrkräfte ohne Frage. Eine mehrköpfige Jury aus Jugendlichen, Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, Journalistinnen und Journalisten hat „Ehrenfrau“ beziehungsweise „Ehrenmann“ jetzt zum Jugendwort des Jahres gewählt.

In den vergangenen Wochen haben mehr als eineinhalb Millionen Menschen online darüber abgestimmt, welches Wort typisch für die Jugendsprache im Jahr 2018 ist. In die finale Auswahl haben es zehn Begriffe geschafft – darunter „Lauch“ („Trottel“), „Ich küss dein Auge“ („Ich hab dich gern“) oder „Auf dein Nacken!“ („Du zahlst!).

Der Langenscheidt-Verlag sucht bereits seit zehn Jahren die aktuellsten Jugendwörter. Der Ausdruck „I bims“ – ein Synonym für „Ich bin’s“ – war der Sieger im Vorjahr.

Doch wie gut kennen Sie sich mit der Jugendsprache aus? Testen Sie Ihr Wissen im Schulportal-Quiz!

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Frage 10/10

Für die letzte Stunde vor dem Wochenende haben Sie sich etwas ganz Besonderes überlegt: eine unangekündigte Leistungskontrolle. Die Reaktion Ihrer Schülerinnen und Schüler:

Antwort 1

Pleeeash!

Antwort 2

Sheeeesh!

Antwort 3

Freeeesh!
RICHTIG!
Laut Langenscheidt ist „sheeeesh“ der angesagte Ausdruck für „Wirklich? Echt jetzt? Nicht dein Ernst?!“
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Frage 9/10

Was passiert, wenn Ihre Schülerin Noa Sie zuckerbergt?

Antwort 1

Sie bekommen eine Freundschaftsanfrage auf Facebook.

Antwort 2

Sie werden auf Facebook geblockt.

Antwort 3

Sie werden gestalkt.
RICHTIG!
„Zuckerbergen“ bedeutet „stalken“. Damit ist weniger das Stalking gemeint, bei dem eine Person wiederholt verfolgt und belästigt wird. Viel mehr meint „zuckerbergen“ die gezielte Suche nach privaten Informationen wie Urlaubsbildern oder Familiendetails.
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Frage 8/10

Mittwochmorgen, Doppelstunde Sport: Ihre Schülerinnen und Schüler wappnen sich für Axelfasching. Was ist das?

Antwort 1

Achselschweiß.

Antwort 2

Achselshirts.

Antwort 3

Achselhaare.
RICHTIG!
Axelfasching meint tatsächlich Achselhaare. Während Feministen die wuchernde Körperbehaarung feiern, kommen Haare in den Achselhöhlen bei Jugendlichen nicht so gut weg.
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Frage 7/10

Sie wollen Liam in seinem Vorhaben bestärken, Klassensprecher zu werden. Wie sprechen Sie ihm – natürlich in der Jugendsprache – Mut zu?

Antwort 1

Gib ihm!

Antwort 2

Just do it!

Antwort 3

Hau rein!
RICHTIG!
Klar, mit „Just do it!“ und „Hau rein!“ können Sie Liam auch anfeuern, aber zeitgemäßer ist „Gib ihm!“.
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Frage 6/10

Elisa hat ihre Hausaufgaben nicht erledigt. Ihre Ausrede: Die Aufgaben waren zu schwer, also hat sie gar nicht erst angefangen. In anderen Worten:

Antwort 1

Elisa hat gemerkelt.

Antwort 2

Elisa hat gelindnert.

Antwort 3

Elisa hat geseehofert.
RICHTIG!
Bei der letzten Bundestagswahl hat Christian Lindner der Jamaika-Koalition eine Absage erteilt: Es sei „besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren“. Das war die perfekte Vorlage: Wer lieber etwas gar nicht macht, als etwas schlecht zu machen, der lindnert halt.
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Frage 5/10

Sie starten heute mit einem neuen Thema und stellen der Klasse zum Einstieg eine Frage. Mesut meldet sich und sagt: „Lmgtfy!“ Was will er Ihnen sagen?

Antwort 1

Let me google that for you.

Antwort 2

Let me guess that for you.

Antwort 3

Let me give that for you.
RICHTIG!
„Lmgtfy“ steht für „Let me google that for you“: Lass mich das für dich googeln. Die Abkürzung bringt in der Jugendsprache eine unnötig gestellte Frage zum Ausdruck, weil die Frage auch von Google beantwortet werden kann.
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Frage 4/10

Leider beherrscht Vivian den Stoff doch noch nicht so gut, wie sie dachte. Deshalb ist Vivians Klassenarbeit auch ziemlich…

Antwort 1

…vererrort.

Antwort 2

…verscrewt.

Antwort 3

…verbuggt.
RICHTIG!
Ein Bug ist ein Fehler in der Software – und die Jugend von heute macht daraus „verbuggt“. Wer „verbuggt“ ist, steckt voller Fehler.
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Frage 3/10

Von Ihren Kolleginnen und Kollegen sind manche mehr und manche weniger bei den Jugendlichen angesagt. Logisch, Sie selbst gehören zur coolen Fraktion und sind auf gar keinen Fall…

Antwort 1

…wack.

Antwort 2

…slack.

Antwort 3

…crack.
RICHTIG!
Wer uncool und langweilig ist, gilt in der Jugendsprache als „wack“. Der englische Begriff wird ansonsten mit „verrückt“ oder „extrem“ übersetzt.
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Frage 2/10

Ausnahmsweise darf Yasmin die Deutscharbeit nächste Woche nochmal nachschreiben. Mit welchen Worten bedankt sie sich bei Ihnen?

Antwort 1

Ich umarme dein Herz.

Antwort 2

Ich streichle deine Hand.

Antwort 3

Ich küss dein Auge.
RICHTIG!
In der Jugendsprache heißt „Ich küss dein Auge“ soviel wie „Ich habe dich gern“ oder „Danke, danke, danke!“
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Frage 1/10

Okay, was „Twerking“ ist, haben Sie inzwischen auf der Abi-Feier gelernt: ein Tanzstil mit viel Po-Gewackel. Doch was, um Himmels willen, ist denn „Chinning“?

Antwort 1

Ein reduzierter Tanzstil, bei dem nur mit dem Kinn genickt wird.

Antwort 2

Eine hippe Bartfrisur, die ohne Schnurrbart rings um das Kinn verläuft.

Antwort 3

Ein Selfie, auf dem ein Doppelkinn zu sehen ist.
RICHTIG!
Tatsächlich kommt „Chinning“ von „Chin“, dem englischen Wort für Kinn. „Chinning“ ist laut Langenscheidt eine „Doppelkinn-Challenge, bei der man Selfies mit Doppelkinn postet“.
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