Deutscher Schulpreis 20|21 Spezial : Nominiert: Diese 18 Schulen sind im Finale

121 Schulen haben bei einem digitalen Schulpreis-Camp ihre krisenerprobten Konzepte vorgestellt. Für die Jury war es eine Herausforderung, bei der Fülle und Vielfalt der Ideen zu entscheiden, welche Schulen sie für den Deutschen Schulpreis 20|21 Spezial nominieren. Nach drei Tagen intensiver Diskussionen und Beratungen war es dann so weit: 18 Schulen sind nominiert und haben sich damit für die letzte und entscheidende Phase des Wettbewerbs qualifiziert. In sieben Themenwochen vom 22. März bis 7. Mai stellen wir die Konzepte der nominierten Schulen ausführlich vor. In Online-Foren können Sie auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulen in den direkten Austausch treten. Am 10. Mai verkündet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Preisträger.

03. März 2021

Diese Schulen machen Mut

Lassen Sie sich inspirieren von 121 erfolgreichen Ideen, die in der Corona-Krise entstanden sind.

Zu den Konzepten

Seit Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr stehen alle Schulen vor nie dagewesenen Herausforderungen. Die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung haben auf diese besondere Situation reagiert und in diesem Jahr zu einem besonderen Wettbewerb aufgerufen. Mit dem Deutschen Schulpreis 20|21 Spezial werden Konzepte ausgezeichnet, die Schulen in der Krise entwickelt oder weiterentwickelt haben und die auch über die Pandemie hinaus das Lernen nachhaltig verbessern sollen.

Der Zuspruch auf die Sonderausgabe des Deutschen Schulpreises war enorm: 366 Konzepte wurden eingereicht. 121 Schulen haben ihre Ideen in der vergangenen Woche bei einem dreitägigen digitalen Schulpreis-Camp vorgestellt – auch das ein ganz neues Format. Für die 61 Jurymitglieder war es keine leichte Entscheidung, aus der Vielzahl und Vielfalt der Konzepte die Schulen für die letzte und entscheidende Runde für den Deutschen Schulpreis zu nominieren. Nach drei Tagen intensiver Diskussionen mit den Schulen und Beratungen im Gremium war es dann aber so weit: 18 Schulen sind noch dabei, darunter eine Deutsche Auslandsschule. Die anderen 17 Schulen verschiedener Schularten verteilen sich auf acht Bundesländer.

Die nominierten Schulen

Diese 18 Schulen sind für den Deutschen Schulpreis 20I21 Spezial nominiert – nach Themen:

Beziehungen wirksam gestalten

 

Alle Schülerinnen und Schüler individuell fördern

 

Tragfähige Netzwerke knüpfen

 

Bildungsgerechtigkeit fördern

 

Selbstorganisiertes Lernen ermöglichen

 

Zusammenarbeit in Teams stärken

 

Digitale Lösungen umsetzen

Die sieben Themen beim Deutschen Schulpreis 20|21

Aus den mehr als 350 Bewerbungen kristallisierten sich sieben Themen heraus, auf die die beteiligten Schulen einen besonderen Fokus gelegt haben. Das sind die sieben Themenbereiche:

  • Beziehungen wirksam gestalten
  • Alle Schülerinnen und Schüler individuell fördern
  • Bildungsgerechtigkeit fördern
  • Tragfähige Netzwerke knüpfen
  • Selbstorganisiertes Lernen ermöglichen
  • Zusammenarbeit in Teams stärken
  • Digitale Lösungen umsetzen

Die Schulen der Vorauswahl wurden basierend auf ihren Bewerbungen und Telefoninterviews einem Thema zugeordnet, in welchem das Konzept der Schule aus Sicht der Jury besonders innovativ, wirksam, nachhaltig oder übertragbar ist. In jedem der sieben Themen wird am 10. Mai ein Preis verliehen. Ab dem 22. März widmet sich das Schulportal in Themenwochen eingehend den sieben Themen – unter anderem mit Interviews, ausführlichen Einblicken in die Konzepte der nominierten Schulen und einem digitalen Impuls an jedem Dienstagabend. Mehr zu den Themen gibt es hier.

Zum ersten Mal gab es ein digitales Schulpreis-Camp

Beim digitalen Schulpreis-Camp Ende Februar haben Vertreterinnen und Vertreter der Schulen sich gegenseitig ihre Konzepte vorgestellt, Fragen der Jury beantwortet und sich in anschließenden Workshops in ihren Themengruppen ausgetauscht. Im Zentrum der Diskussionen standen dabei zum Beispiel folgende Fragen: Was waren die größten Hürden und Stolpersteine im letzten Jahr? Welche Maßnahmen waren hilfreich? Warum waren diese Maßnahmen erfolgreich? Welche Unterstützung war bisher bzw. ist für die nächsten Schritte erforderlich? Welche konkreten Forderungen ergeben sich daraus an Schulträger, Bildungsverwaltung und Bildungspolitik? Die Ergebnisse der Diskussionen werden in einem Handbuch dokumentiert, das auch anderen Schulen helfen kann, ihre Konzepte zu evaluieren und weiterzuentwickeln.

Sie sind die Architekten der Zukunft von Schule.
Michael Schratz, Bildungsforscher und Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises

Der Austausch beim Schulpreis-Camp bot den Schulen die Möglichkeit, Anregungen und Unterstützung für ihre weitere Entwicklung – auch über die Krise hinaus – mitzunehmen. Michael Schratz, Erziehungswissenschaftler an der Universität Innsbruck und Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises, machte den Schulen Mut: „Sie sind die Architekten der Zukunft von Schule.“

Auch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), die als Gast beim Schulpreis-Camp dabei war, sah im Ideenreichtum der Konzepte viele Ansätze für „die Schule der Zukunft“. Die Ministerin wies darauf hin, dass viele Schulen die Krise als „Innovationsbeschleunigung“ verstanden hätten. Die spannende Frage sei jetzt: „Was bleibt an innovativem Unterricht, an besserem Lernen, an kognitiver Aktivierung, was bleibt aus diesen Konzepten, was wir auch anwenden können, wenn wir nicht mehr jeden Tag über Corona reden?“

Wie geht es bis zur Preisverleihung weiter?

Im März finden digitale Hospitationen bei den 18 nominierten Schulen statt. Dabei werden Juryteams mit verschiedenen Beteiligten der Schulgemeinschaft Interviews führen – mit Schulleitungen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kooperationspartnern. Am 26. März kommt die Jury noch einmal zusammen und entscheidet, welche Schulen in diesem Jahr ausgezeichnet werden. In jedem der sieben Themenfelder wird es einen Preisträger geben.

Die Preisverleihung findet am 10. Mai statt – wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich auch in diesem Jahr wieder in digitaler Form. Die Preise übergibt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der die Schirmherrschaft für den diesjährigen Deutschen Schulpreis übernommen hat. Insgesamt werden über 100.000 Euro Preisgeld vergeben. Die nominierten Schulen werden zudem in das zweijährige Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises aufgenommen.


Bewerberschulen aus Deutschland

Im folgenden Ausklapp-Element finden Sie alle Schulen, die sich für den Deutschen Schulpreis Spezial 20I21 beworben haben. Schulen, deren Konzepte es in die Vorauswahl der Jury geschafft haben, sind farblich gekennzeichnet.

Deutsche Auslandsschulen, die sich beworben haben

Hinter dem Ausklapp-Element „Deutsche Auslandsschulen” sind alle Auslandsschulen aufgelistet, die ihre innovativen Konzepten für den Deutschen Schulpreis Spezial 20I21 eingereicht haben. Auch hier sind die Schulen in der Vorauswahl mit dem Schulpreis-Symbol gekennzeichnet.

Auf einen Blick

  • Mit dem Deutschen Schulpreis 20|21 Spezial reagieren die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie.
  • Dafür wurde unter anderem das Bewerbungsverfahren stark vereinfacht, das Auswahlgremium vergrößert und neue Instrumente wie die Telefoninterviews mit allen Bewerbern oder das digitale Camp für die Schulen der Vorauswahl eingeführt.
  • Eine Bewerbung für die nächste reguläre Ausgabe des Deutschen Schulpreises im Jahr 2022 ist ab dem Frühjahr 2021 möglich.