ARD-Themenwoche : „Ist die Schule noch zu retten?“

Vor welchen Herausforderungen steht Schule heute? Wie sieht zeitgemäßer Unterricht aus? Wie können Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler optimal fördern? Diese und viele andere Fragen stehen in der ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ auf dem Programm. Vom 9. bis 16. November gibt es dazu zahlreiche Sendungen. In zwei Filmen geht es auch um den Deutschen Schulpreis.

Annette Kuhn / 08. November 2019
Schülerinnen am Mikroskop
Schülerinnen der sächsischen Kurfürst-Moritz-Schule, einer der diesjährigen Schulpreisträger.
©Traube 47

Die Maus setzt den Startschuss für die ARD-Themenwoche 2019 „Zukunft Bildung“ im Hauptabendprogramm. In der Sendung „Frag doch mal die Maus“ am Samstag, 20.15 Uhr, geht es um knifflige Schulaufgaben, die von Prominenten gelöst werden sollen. Die Familienshow ist eine von zahlreichen Sendungen, die die ARD vom 9. bis 16. November zum Thema Bildung ausstrahlt.

In Informationssendungen, Reportagen, Talkformaten und Spielfilmen geht es zum Beispiel um Bildungsgerechtigkeit, die Hürden und Chancen der Digitalisierung, um neue Unterrichtsformen und Herausforderungen, vor denen Lehrkräfte jeden Tag stehen. Bei der Vorstellung der diesjährigen Themenwoche sagte WDR-Intendant Tom Buhrow: „Bildung gehört zur DNA der ARD.“

Deutscher Schulpreis in der ARD-Themenwoche

Zwei Sendungen befassen sich auch mit dem Deutschen Schulpreis, den die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit der Heidehof Stiftung seit 2006 vergibt. Am 16. November um 6.20 Uhr wird der Film „Lernen echt cool“ über die diesjährige Preisverleihung gezeigt.  Im Zentrum steht dabei der diesjährige Hauptpreisträger, die Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm. Die Grundschule besuchen 220 Kinder, knapp die Hälfte von ihnen hat einen Migrationshintergrund, etwa jedes zehnte Kind einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Wie die Schule es trotz dieser schwierigen Bedingungen schafft, bei jedem Kind die individuellen Stärken zu erkennen und zu fördern, zeigt dieser Film.

Am 17. November um 22 Uhr zeigt der MDR außerdem die 45-minütige Dokumentation „Ist die Schule noch zu retten?“ Hier gibt es Einblicke in besondere Schulen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Fokus liegt verstärkt darauf, wie Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt vorbereitet werden können. Zu Wort kommen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Bildungsexperten. Gedreht wurde die Dokumentation in der Kurfürst-Moritz- Schule im sächsischen Moritzburg, die zu den diesjährigen Preisträgern des Deutschen Schulpreises gehört. Der Film ist bereits ab 11. November in der Mediathek abrufbar.

App-Maker ist ein neues Bildungsangebot

Weitere Highlights der ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ sind auch die Sendungen „Hirschhausen macht Schule – warum Bildung gesund ist“, am Montag, 11. November, 20.15 Uhr, der Selbstversuch der Journalistin Petra Boberg, die als Quereinsteigerinnen mehrere Wochen an einer Grundschule in Wiesbaden gearbeitet hat (11. November, 22.45 Uhr) oder der Spielfilm „Eine Klasse für sich“ (Mittwoch, 13. November 20.15 Uhr), in dem ein Lehrer selbst wieder zum Schüler wird.

Außerdem startet in der Themenwoche die Offensive „Schule digital“. Auf einer neuen Website präsentiert die ARD zum Beispiel neue digitale Inhalte für den Schulunterricht wie Apps oder Infos zu How-to-Tutorials. Und mit dem „App-Maker“ bekommen Userinnen und User eine Anleitung, wie sie eine eigene App erstellen können. Vorwissen müssen sie laut ARD dafür nicht mitbringen.