Nachhaltige Ernährung : Schulen und Universität forschen gemeinsam

Osnabrücker Schülerinnen und Schüler arbeiten zusammen mit der Uni an einem Projekt zur nachhaltigen Ernährung. Unterstützt wird die Idee von „Our Common Future“, einem Programm der Robert Bosch Stiftung.

Antje Tiefenthal / 21. Dezember 2018
Mehrere Schülerinnen und Schüler stehen in einem Kuhstall
Workshop im Stall: Die Schülerinnen und Schüler haben das Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Tierärztlichen Hochschule Hannover besucht.
©Florian Fiebelkorn

Wie können Menschen davon überzeugt werden, sich nachhaltiger zu ernähren? Welche prägenden Erinnerungen haben ältere Menschen an die Ernährung in ihrer Kindheit? Was stellen sie sich unter nachhaltiger Ernährung vor? Und wann entwickeln Kinder eine Vorstellung davon, ob und wie ihre Ernährung einen Einfluss auf ihren Körper und die Umwelt hat?

Mit Fragen wie diesen befassen sich derzeit Osnabrücker Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums und des Gymnasiums „In der Wüste“. Die beiden Schulen kooperieren für das Forschungsprojekt „Nachhaltige Ernährung in und um Osnabrück – Novel Food versus Old Food“ mit der Abteilung Biologiedidaktik der Universität Osnabrück. Zusammen mit den Forscherinnen und Forschern wollen die Jugendlichen mehr über nachhaltige Ernährung herausfinden.

Dafür absolvieren die Schülerinnen und Schüler verschiedene Forschungsmodule. So haben sie gemeinsam mit ihren erfahrenen Kolleginnen und Kollegen von der Uni zum Beispiel kürzlich das Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Tierärztlichen Hochschule Hannover besucht, um verschiedene Formen der konventionellen Nutztierhaltung kennenzulernen. Außerdem sind die Schülerinnen und Schüler der Frage nachgegangen, wie hoch die Akzeptanz von Jugendlichen gegenüber neuartigen Lebensmitteln wie Insekten und In-vitro-Fleisch ist. Die Ergebnisse einer in diesem Zusammenhang durchgeführten Fragebogenstudie wollen sie zu Beginn des neuen Jahres am Osnabrücker Gymnasium „In der Wüste“ präsentieren. Zusätzlich wurden bereits über 70 Interviews mit Passantinnen und Passanten in der Fußgängerpassage geführt, um herauszufinden, welche Vorstellungen Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger von einer „nachhaltigen Ernährung“ haben. Für das Jahr 2019 sind weitere spannende Studien geplant, um Osnabrück letztendlich ein wenig nachhaltiger zu machen.

Die Ziele der Zusammenarbeit, die bereits seit Herbst 2017 und noch bis August 2020 läuft, sind vielfältig: So sollen die Jugendlichen die Chance haben, ihre Ergebnisse in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen, kündigt die Universität in einer Mitteilung zum Projekt an. Darüber hinaus soll die intensive Kooperation den Schülerinnen und Schülern „Einblicke in aktuelle sozial- und naturwissenschaftliche Forschung gewähren und für ein Studium an der Universität Osnabrück begeistern“.

Eine Schülerin filmt in der Osnabrücker Innenstadt einen Passanten
Was verstehen Sie unter einer „nachhaltigen Ernährung“? Dieser Frage sind die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Rahmen einer Interviewstudie in der Innenstadt von Osnabrück nachgegangen.
©Florian Fiebelkorn

Mehr zum Thema

  • Das Osnabrücker Projekt „Nachhaltige Ernährung in und um Osnabrück – Novel Food versus Old Food“ ist Teil von „Our Common Future“ – einem Programm der Robert Bosch Stiftung.
  • Das Programm unterstützt seit 2015 „Nachwuchsforscher für die Welt von morgen“: Schülerinnen und Schüle tüfteln bundesweit an realen Forschungsprojekten rund um das weite Themenfeld Nachhaltigkeit.
  • Ziel von „Our Common Future” ist es, Schülerinnen und Schüler, ihre Lehrkräfte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenzubringen. Von den gemeinsamen Ergebnissen sollen Wissenschaft und Gesellschaft profitieren können.
  • Mehr Informationen über das Programm, die geförderten Projekte und die Bewerbung finden Sie auf der Website der Robert Bosch Stiftung.
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