Umfrage des Monats : „Fridays for Future”-Demo auch mit Lehrkräften?

Auch viele Lehrkräfte wollen die Klimastreiks der Schülerinnen und Schüler unterstützen. Doch wie weit sollte das Engagement gehen? Fänden Sie es richtig, wenn auch Lehrkräfte an den Freitagen während der Unterrichtszeit mitdemonstrieren?

Florentine Anders / 29. August 2019 / 6 Kommentare

Auch im neuen Schuljahr werden etliche Lehrkräfte an den Freitagen vor leeren Klassen stehen. Anders als von vielen erwartet ist die Bewegung „Fridays for Future“ auch über die Sommerferien nicht eingeschlafen. Für den 20. September haben die Schülerinnen und Schüler zu einem globalen Streiktag für den Klimaschutz aufgerufen. Viele Lehrkräfte unterstützen die Proteste der Schülerinnen und Schüler und würden auch gern selbst mitdemonstrieren. Doch die Meinungen gehen auseinander. Wir fragen nach Ihrer Meinung: Fänden Sie es richtig, wenn Lehrkräfte während der Unterrichtszeit auf die Straße gehen und für den Klimaschutz demonstrieren? Was meinen Sie?

Finden Sie es richtig, wenn auch Lehrkräften an den Demonstrationen „Fridays for Future“ teilnehmen?
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6 Kommentare

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#6 – 06.09.2019 Katrin L.

Wissen statt Wut... gutes Beispiel: www.kleine-Klimaschule.de

Bevor ich meine Gedanken formuliere, möchte ich vorwegnehmen, dass ich natürlich ebenso für den Klimaschutz/ Energiewende bin. Wer aber genauer hinschaut, sich von den Medien nicht treiben lässt, weiß heute, dass NICHT "Alle Wege nach Rom führen". Wissen statt Wut! Leider wissen tatsächlich nur 1% der Bevölkerung wirklich Bescheid, der Rest lässt sich durch Medien und Desinteresse treiben. Diese Dummheit und Unwissenheit führen unsere kommende Generation nicht in eine bessere Welt, sondern in ein kaputtes Deutschland. Diejenigen, die jetzt gegen den Klimawandel demonstrieren, werden in ein paar Jahren, gegen das wirtschaftliche AUS und für mehr Infrastruktur usw. demonstrieren. Aufgrund der eigenen Bedürfnisse, wird der Klimawandel dann nur noch eine nebensächliche Rolle spielen. ...HEUTE sollten wir alle Fakten betrachtet! Dafür müsste Politik/ Bildung mehr Raum -AUCH an Schulen- bekommen und erst dann sollten Entscheidungen getroffen werden. ARMES DUMMES DEUTSCHLAND...
#5 – 04.09.2019 ulli M.

Demokratieerziehung

was besseres kann es geben als Demokratieerziehung, real und wirklichkeitsnah
#4 – 03.09.2019 Raphael J.

@ Dirk W. K. (Schülerdemos nicht vereinnahmen)

Da haben Sie was falsch verstanden! Die Demos werden nicht vereinnahmt, die Schüler*innen von FridaysForFuture haben die Bevölkerung dazu aufgerufen sich am Klimastreik vom 20. September zu beteiligen. Die Schüler*innen werden weiterhin den Ton angeben, haben aber die berechtigte Hoffnung, dass sich auch die restliche Bevölkerung mal für deutlich mehr Klimaschutz erhebt!
#3 – 02.09.2019 Wolfgang T.

Schüler*innen unterstützen und für eine zeitgemäße demokratische inklusive Schule eintreten

Lehrerinnen und Lehrer gehören zu ihren Schülerinnen und Schülern. Das ist doch klar, oder? Erst wenn der Beamtenstatus aufgehoben ist, wird sich zeigen, wer tatsächlich solidarisch mit den Schülerinnen und Schülern ist. Und die Institution Schule? Seit Kaisers Zeiten ist sie eine unselbständige (Zwangs)Anstalt öffentlichen Rechts, wie Haftanstalten und Gefängnisse, pardon Justizvollzugsanstalten, in denen die Grundrechte eingeschränkt sind. Die Schulpflicht ist kein Segen, sondern zwingt die Eltern, ihre Kinder Unterrichtsvollzugsbeamten zuzuführen. Und all das steht unter Aufsicht des Staates. Wäre Cato ein Pädagoge und lebte heute, so schlösse er all seine Reden mit: cetero censeo exclusionem esse delendam - Ich bin im Übrigen der Meinung, dass die Idee vom Auschließen von Menschen nicht unser Denken und Handeln bestimmen darf.
#2 – 02.09.2019 Dirk W. K.

Schülerdemos nicht vereinnahmen

Schüler*innen aus ganz Deutschland haben die Demonstrationen auf die Beine gestellt und am Leben erhalten. Das ist schon etwas ganz Besonderes. Wenn sich nun Erwachsene - Lehrer*innen, Eltern, Politiker*innen - da einklinken, verlieren die Veranstaltungen ihren Charme und ihren Sinn. Ich sehe die Oberlehrer und Politprofis schon regelrecht vor mir, wie sie mit geschliffenen Reden die Demos für sich vereinnahmen und die Schüler*innen immer stärker in den Hintergrund geraten. Liebe Kolleginnen und Kollegen: Wenn Ihr demonstrieren wollt, organisiert Eure eigenen Aktionen und lasst den Schüler*innen ihren Freiraum, ihre Luft zum Atmen und zum Sprechen.
#1 – 29.08.2019 Bernhard S.

FFF - ein Segen für die Demokratie!

Wir, die Landeselterninitiative für Bildung im Saarland, unterstützen jetzt auch den Aktionstag #AlleFürsKlima und haben die Schulen im Land und die Erwachsenen zur Teilnahme an der saarländischen Demonstration um 14.30 Uhr in Saarbrücken aufgerufen. Auch die Lehrerorganisationen haben wir gebeten, ihre Mitglieder zur Unterstützung der Schüler*innen und zur eigenen Teilnahme an der Demonstration aufzurufen (wie das etwa die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Rheinland-Pfalz bereits getan hat). Im Saarland organsisiert die GEW für Schüler*innen und Lehrer*innen Busse zur Demonstration! Im Übrigen: Lernen die Schüler*innen doch in den Schulen viel über nachhaltige Entwicklung, sich für das Gemeinwohl zu engagieren, politische und soziale Probleme anzupacken und die Welt selbstbewusst mitzugestalten. Das Engagement der jungen Generation ist ein starkes Zeichen für Eigeninitiative sowie Gemeinsinn und ein Segen für die Demokratie!