Buch-Tipp

22. Dezember : Eine ungewöhnliche Flucht in die DDR

Was ein Umzug von Hamburg nach Jena im Jahr 1988 bedeutet, kann sich die 13-jährige Lilly nicht vorstellen, als sie sich nach dem Tod der Mutter zu ihrer Tante in die DDR aufmacht. „Lilly unter den Linden” von Anne C. Voorhoeve erzählt eine deutsch-deutsche Familiengeschichte mit Hindernissen.

Gerlinde Schulte 22. Dezember 2021 Aktualisiert am 08. Juli 2022
Buch „Lilly unter den Linden"

Als ihre Mutter stirbt, will Lilly auf keinen Fall zu Pflegeeltern. Auf der Beerdigung hat die 13-Jährige ihre Tante Lena aus Jena kennengelernt, die einzige Schwester ihrer Mutter. Zu ihr will sie vor möglichen Pflegeeltern fliehen. Dass Jena in der DDR liegt, aus der ihre Mutter vor Lillys Geburt geflohen ist, stellt das Mädchen vor ungeahnte Schwierigkeiten. So ein Umzug von West nach Ost ist 1988 mit vielen Hindernissen verknüpft. Es gibt nicht nur bürokratische Hürden, Lilly muss auch persönliche Grenzen überwinden.

Lillys Entschlossenheit, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen, trifft einen Nerv bei Jugendlichen. 2005 nominierte die Jugendjury den Roman für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Schon vor seinem Erscheinen wurde der Stoff von MDR und Arte verfilmt.
Politik bleibt hier im Hintergrund. Aus dem Blickwinkel des „Wessi”-Teenagers geht es hier vor allem um Zwischenmenschliches und wie Lilly den ihr fremden Teil Deutschlands erlebt. „Ein wunderbar spannend erzählter zeitgeschichtlicher (zuweilen märchenhafter) Jugendroman, der durch seine außergewöhnliche Handlung besticht”, lobt das Internetportal kinderundjugendmedien.de. Zum Buch gibt es auch kostenloses Unterrichtsmaterial für die Mittelstufe zum Download.

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Liebe Leserinnen und Leser,

lassen Sie sich in unserem Adventskalender täglich beschenken! Das Schulportal verlost jeden Tag unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern drei Exemplare des vorgestellten Buchs.

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Wichtig: Das jeweilige Buch können Sie immer nur am selben Tag gewinnen. Schauen Sie am besten also jeden Tag, welche Bücher sich hinter den Türchen verstecken.
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PS: Das Beste kommt zum Schluss! Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich bis zum 24. Dezember am Gewinnspiel beteiligt haben, verlost das Schulportal einen Klassensatz von einem der im Adventskalender vorgestellten Bücher. Die Gewinnerin oder der Gewinner kann das Buch frei wählen.

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Wie lassen sich Kinder fürs Lesen begeistern?

  • „Ein gutes Kinderbuch soll in erster Linie unterhalten. Es muss Spaß machen, es selbst zu lesen oder dem Vorgelesenen zu folgen“, sagt Karin Vach, Professorin für Literarisches Lernen an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Vorsitzende der Jury für den Deutschen Jugendliteraturpreis, im Interview mit dem Schulportal.
  • Natürlich sind mit dem Inhalt von Kinder- und Jugendbüchern aber auch pädagogische Ziele verknüpft. „Es soll“, so Vach, „etwas über das Leben erzählen, neue Perspektiven eröffnen“. Aus Sicht der Expertin würden Geschichten aber an Attraktivität verlieren, wenn die pädagogische Intention offensichtlich ist.
  • In diesem Adventskalender präsentieren wir eine Auswahl von Kinder- und Jugendbüchern für verschiedene Altersstufen, in denen möglichst beide Aspekte eine Rolle spielen: Sie sollen bei Schülerinnen und Schülern vor allem die Lust am Lesen wecken und sie in ihrer Lebenswelt abholen, ihnen neue Welten eröffnen, sie zum Nachdenken anregen.
  • Wir haben bewusst die „Klassiker“ ausgespart, weil sie ohnehin bekannt sind und längst Einzug in die Klassenzimmer gefunden haben. Wir haben uns stattdessen auf Bücher konzentriert, die in den vergangenen Jahren erschienen sind. Wir stellen Nominierte und Preisträger des Jugendliteraturpreises vor und haben uns auch an den Empfehlungen der Stiftung Lesen orientiert, in der Bücher auch nach Alter und Lesetyp der Zielgruppe gesucht werden können. Die Stiftung Lesen prämiert außerdem im Lesekompass Neuerscheinungen für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter und stellt zu einigen dieser Titel Unterrichtsmaterial bereit.
  • Außerdem haben wir Sie auf unseren Social-Media-Kanälen gefragt, mit welchen Büchern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler zum Lesen bringen und gute Erfahrungen im Unterricht gemacht haben. Vielen Dank für die zahlreichen Zuschriften!