Dieser Artikel erschien am 07.10.2019 in der taz
Autor: Ralf Pauli

Deutsch-deutsche Geschichte : Die DDR, das unbekannte Wesen

Im 30. Jahr des Mauerfalls haben Jugendliche kaum eine Vorstellung vom Leben im anderen deutschen Staat. Lehrerin Tilly Rolle will das ändern.

Berliner Mauer
Da war doch mal was: Schülerinnen und Schüler an der ehemaligen Berliner Mauer
©dpa

In der untersten Schublade des Schreib­tischs von Tilly Rolle steckt ein Stück deutsch-deutsche Geschichte. Es ist so klein, dass es in die bemalte Zigaretten­dose ihres Groß­vaters passt. Zwischen Stiften und anderem Krims­krams bewahrt Rolle ihre ganz persönliche Erinnerung an die deutsche Einheit auf: ein Stückchen der Berliner Mauer, faustgroß, ganz in Blau. Sie hat es selbst heraus­geschlagen, damals, im November 1989, mit einem Hammer, den ihr irgend­jemand in die Hand gedrückt hatte.

Als die Mauer fiel, war Tilly Rolle Mitte zwanzig und studierte in Düsseldorf Germanistik und Anglistik. Als sich die Nachricht über das Fernsehen verbreitete, setzten sich Rolle und einige ihrer Freunde sofort ins Auto und fuhren über Nacht nach Berlin. „Das war gar keine Frage“, erzählt Rolle. „Wir mussten einfach hin.“

Wie für viele andere war für Rolle die deutsche Einheit eine Sensation. Etwas, was die Lebens­welt einer ganzen Generation schlag­artig änderte: Aus zwei ideologisch verfeindeten Staaten wurde einer – das wieder­vereinigte Deutschland. „Den Jugendlichen von heute ist das gar nicht bewusst“, sagt Rolle, die inzwischen als Lehrerin am Christlichen Gymnasium Düsseldorf arbeitet.

Das ist der Grund, warum sie – 30 Jahre nach dem Mauer­fall – mit ihren Schüler*innen in Berlin ist: um sie auf die Spuren eines geteilten Landes zu stoßen. Mauer­spaziergang, Museum Checkpoint Charlie, eine Führung durch das frühere Stasi-Gefängnis Hohen­schön­hausen. Das sind einige der Programm­punkte zur deutsch-deutschen Geschichte, die Rolle für die fünf Tage in der Haupt­stadt vor­bereitet hat.

Wie Schüler den Wert der Demokratie lernen

Ein anderer ist das „Demokratie-Labor“, eine Sonder­aus­stellung im Deutschen Historischen Museum. Rolle, eine Frau in roten Chucks und Jeans, sitzt auf einer Bank im Aus­stellungs­raum. Ihre Schüler*innen werden hier knapp zwei Stunden lang beschäftigt sein. Gerade sollen sie he­raus­finden, was ein Trikot des Fußballers Mesut Özil mit Staats­bürger­schaft, eine Pegida-Demons­tration mit Presse­freiheit, eine Pfand­flasche mit sozialer Gerechtig­keit zu tun hat. Themen, die die Be­su­cher*innen daran erinnern sollen, was eine demokratische Kultur ausmacht und dass man deren Errungen­schaften verteidigen muss, wenn sie in die Krise geraten. In Zweier- und Dreier­gruppen laufen die Neunt­klässler*innen umher, mit Klemm­brettern in der Hand. „Eine sehr gut gewählte Aus­stellung in diesem Jahr“, sagt Rolle. Sie meint die im Westen vor­herrschende Ahnungs­losig­keit über Ost­deutsche und deren Geschichte. Das habe sie auch bei ihren Schüler*innen erlebt, sagt die Lehrerin. „Nicht alle wussten, dass Berlin eine geteilte Stadt war.“

Dass Jugendliche in den alten Bundes­ländern zum Teil erschreckend wenig über die ost­deutsche Lebens­realität vor und nach der Wende wissen, fällt auch anderen Pädagog*innen auf. In einem aktuellen Sammel­band über „Diktatur und Demokratie im Unterricht“ klagen mehrere Geschichts­­leh­re­r*in­nen beim „Fall DDR“ über geringes Vorwissen, Desinteresse und Vor­urteile. Der Tenor: Warum sollen wir uns mit einem gescheiterten Staat beschäftigen? Ein Lehrer aus Wiesbaden fasst das als „typisch west­deutsche Mittel­stands­perspektive auf die DDR“ zusammen. Gegen die sei schwer anzukommen, schreibt er, wenn niemand in der Klasse einen persönlichen Bezug zur ostdeutschen Geschichte habe.

Das zeigt sich auch bei der Schulklasse aus Düsseldorf: Maik, ein schmächtiger Junge mit schwarzem Käppi und weißen Turnschuhen, ist einer der wenigen, die mehr als ein paar Schlag­wörter über die deutsche Teilung zu erzählen weiß. „Mein Vater ist von Warschau über die DDR nach West­deutschland geflohen“, sagt er. Die Details wisse er zwar nicht, aber dass viele im damaligen Sozialismus unzufrieden waren und deshalb geflohen sind, habe sein Vater ihm erzählt. Und dass die Mauer gebaut wurde, um die Unzufriedenen aufzuhalten. In der Schule habe er von alledem bislang aber noch nichts gehört. Erst vor der Berlin­fahrt kam das Thema DDR erstmals im Unterricht zur Sprache. „Warum eigentlich so spät?“, wundert sich Maik.

Die DDR erst ab der 9. Klasse

In allen Bundesländern steht das Thema DDR im Lehrplan des Fachs Geschichte, in manchen in der 9. Klasse, in anderen in der 10. Dann soll in wenigen Stunden die Entwicklung Deutschlands vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur deutschen Einheit behandelt werden. Also alles zwischen 1945 und 1990: Ent­nazifizierung, Holocaust­gedenken, deutsches Wirtschafts­wunder, die Studenten­proteste von 1968, RAF und so weiter. Manchmal, sagt Rolle, fällt die DDR einfach hinten runter. „Unsere Geschichts­lehrer haben versucht, den DDR-Komplex dieses Jahr extra für die Berlinfahrt vorzuziehen“, sagt sie. Neben dem bloßen Lernen von „Stoff“ müssten die Jugendlichen Geschichte aber „hautnah“ erleben, findet Rolle. Deshalb fahre sie mit ihren Schüler*innen nach Berlin, an den Ort, der aus ihrer Sicht wie kein zweiter geeignet sei, den Spuren der deutschen Teilung nachzugehen.

Dass bei Klassenfahrten mitunter wenig hängen bleibt, wissen viele Lehr­kräfte nur zu gut. Doch wie schafft man es, bei Jugendlichen, die keinen Bezug zur ost­deutschen Geschichte haben, Interesse zu wecken? Noch dazu, wenn sie bei einer Klassen­fahrt vielleicht eher an die eigenen Freiheiten denken als an jene, die andere vor über 30 Jahren am selben Ort suchten?

Ein Vorschlag, der vergangenes Jahr viel Beachtung erhielt, stammt von dem thüringischen Bildungs­minister Helmut Holter von der Links­partei. Holter forderte einen stärkeren Austausch zwischen Schüler*innen aus Ost und West. „Es reicht halt nicht aus, nur das politische System zu erklären“, sagte Holter. Viele wüssten nicht, was es bedeutet, im Osten gelebt zu haben. Deshalb schlug Holter ein flächen­deckendes Aus­tausch­programm an der „inner­deutschen Grenze“ vor. Die Lösung klingt naheliegend. Wenn euch nichts verbindet, dann baut eine Verbindung auf. Doch ist es so einfach? Der Deutsche Lehrer­verband jeden­falls hält Holters Vorschlag für unrealistisch. Die Schulen hätten so schon alle Hände voll zu tun, um den Austausch mit den USA oder mit Frankreich am Laufen zu halten. Die damalige Ost­beauftragte der Bundes­regierung, Iris Gleicke, bezeichnete regel­mäßige inner­deutsche Schüler­aus­tausche sogar als über­flüssig. Junge Menschen würden die Unter­schiede doch gar nicht mehr fühlen.

An das Christliche Gymnasium Düsseldorf ist Holters Appell erst gar nicht gedrungen. „Über die Frage habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht nach­gedacht“, sagt Deutsch­lehrerin Rolle. An ihrer Schule gebe es einen Austausch mit Jerusalem, nicht aber mit Dresden, Pirna oder Jena. Einen Schüler­aus­tausch mit einer ost­deutschen Stadt fände sie aber „eine gute Idee“. Denn in einem Punkt ist Rolle sich sicher: Unterricht nach Lehr­plan sei bei vielen Schüler*innen zu wenig, um ihr Interesse für die DDR zu wecken.

„Über die DDR wissen die Schüler nichts.“

Diese Erfahrung hat auch Suzan Yīlmaz gemacht. Die 41-Jährige unterrichtet Geschichte, Politische Bildung, Ethik und Deutsch an der Sekundar­schule am Schiller­park im Norden Berlins. Einer Schule, von der der Schul­leiter offen sagt, sie habe eine „schwierige Schüler­klientel“. In vielen Klassen ist das Lern­niveau niedrig. Im Fach Geschichte sei bei den Schülern oft so gut wie kein Vorwissen vorhanden, sagt Yīlmaz: „Über die DDR wissen die Schüler eigentlich nichts.“ In diesem Schul­jahr zieht Yīlmaz wegen des Mauer­fall-Jubiläums deshalb sogar Stoff vor. Für ihre 9e schiebt sie extra ein paar Unterrichts­stunden zu DDR und deutscher Einheit ein. Im Berliner Lehr­plan ist das Thema eigentlich erst für die Klasse 10 vor­gesehen. „Jetzt wären Ludwig XIV. und die Französische Auf­klärung dran“, sagt Yīlmaz. Aber bei 30 Jahren Wieder­vereinigung wolle sie ihren Schüler*innen zumindest einen „grund­legenden Überblick“ über den Stoff verschaffen.

Zu Schuljahresbeginn nahm sie die 9e deshalb mit an die Gedenk­stätte Berliner Mauer und ließ sie Fakten in der Bibliothek recherchieren. Nun – in der ersten Oktober­woche – schiebt Yīlmaz noch mal eine „Sequenz“ ein. Das heißt: „Mindestens fünf, sechs Stunden“.

Eine davon beginnt am Mittwoch um 8.55 Uhr. Für die 9e ist es die zweite Stunde. Die Klasse ist guter Dinge: Am nächsten Tag ist keine Schule – Tag der Deutschen Einheit. Und verläuft die heutige Stunde über die DDR so wie die gestrige, dann verspricht es unter­haltsam zu werden. Am Vortag durften sie sich eine von fünf Stationen aussuchen und sich das Wissen selbst­ständig erarbeiten. Heute ist jedoch Frontal­unterricht angesagt: Yīlmaz – magenta­farbene Jacke, tiefe Stimme – teilt Arbeits­blätter mit zwei kurzen Augen­zeugen­berichten über den 13. August 1961 aus, den Beginn des Mauerbaus.

Fast die gesamte Schulstunde ist nötig, um die beiden kurzen Texte zu lesen und zu erarbeiten. „Es geht also um Trennung und Flucht“, fasst Yīlmaz schließlich zusammen. „Erinnert ihr euch, was wir gestern besprochen haben? Warum wollten die Menschen die DDR verlassen?“ Die Finger schnellen in die Höhe. „Ihnen wurde nicht so viel Geld gegeben, wie sie zum Leben brauchten“, sagt ein Junge mit Undercut aus der letzten Reihe. „Weil auf der anderen Seite ein besseres Leben war“, ergänzt eine Schülerin mit Kopftuch. „Weil die nicht einverstanden mit dem System waren“, ruft ein Junge. Yīlmaz nickt befriedigt.

Hitler und die DDR – das hören Lehrer immer wieder

Besonders oft hat sich Sarmand in der Stunde gemeldet. „Mein Vater hat die DDR erlebt“, sagt der aufgeweckte 13-Jährige mit dem weißen Schlabber-T-Shirt. Auf welcher Seite der Mauer der Vater gelebt hat, da ist sich Sarmand aber nicht mehr sicher: „Gesund­brunnen“, sagt er zögerlich. „Ist das Ost oder West?“ Gefragt hat er seinen Vater nie. „Beim Mauer­fall war er aber dabei“, sagt Sarmand. Auch Hasan, ein Junge in schwarzem Stoff-Trainings­anzug, hat in Yīlmaz’ Geschichts­stunde fleißig mit­gearbeitet. Was er denn sonst über die DDR und die deutsche Teilung wisse? „Das hat mit Hitler zu tun?“, fragt Hasan vorsichtig.

Für Suzan Yīlmaz ist das eine tägliche Erfahrung: „Bei Geschichte kommt immer sofort Hitler.“ Dass es sich bei Grenz­soldaten, Todes­streifen und Wach­türmen in Berlin auch um etwas anderes als die NS-Zeit handeln könnte, können sich viele offenbar gar nicht vorstellen. Wie wenig Berliner Schüler*innen über die DDR wissen, zeigt eine Befragung von mehr als 2.000 Jugendlichen, die die Freie Universität Berlin (FU) im Jahr 2007 durch­führte. Nur wenige mehr als die Hälfte der Befragten hielten die DDR für eine Diktatur – und fast die Hälfte hielt die führende Rolle der SED für positiv. Die Forscher*innen führten dies vor allem auf Wissens­lücken zurück. Die entstünden, weil viele Geschichts­lehrer*innen ihren vorherigen Stoff nicht durch­bringen und die DDR zu spät – oder gar nicht – thematisieren. Eine Folge­studie der FU mit Neunt- und Zehnt­klässler*innen aus Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat bestätigt, was Yīlmaz Tag für Tag im Unterricht erlebt: dass die Schüler*innen deutlich mehr über die NS-Zeit wissen als über die DDR oder die BRD vor und nach der Wieder­vereinigung. Insgesamt, so das Fazit der FU-Forscher*innen, sei das politisch-his­to­rische Wissen aber gering.

„Heute ist die DDR-Geschichte für die Schüler manchmal so weit weg wie Napoleon“, fasst der Berliner Geschichts­lehrer Thomas Grüßing seine Erfahrungen in dem Sammel­band „Diktatur und Demokratie im Unterricht“ zusammen. Früher seien zwar die Bilder „Ossi“ und „Wessi“ noch stärker in den Köpfen der Schüler*innen gewesen, aber dafür war auch noch mehr Wissen vorhanden. Für die DDR-Geschichte fehlten den Kindern heute Anknüpfungs­punkte, auch in Berlin. Grü­ßings Lösung: Die Schüler*innen sollen die eigene Familie befragen. Wenn die Eltern oder Groß­eltern plötzlich zu Hause von ihren Berührungs­punkten mit der DDR erzählten, entsteht bei den Kindern eine emotionale Verbindung. Für seinen Unterricht sei das ein „Tür­öffner“.

Zeitzeuge Christoph Becke als Tür­öffner

Weil es in den Familien nicht überall so viele Anknüpfungs­punkte an die DDR gebe wie in Berlin, laden viele Schulen im Westen Zeit­zeugen ein, die das Leben in der DDR anschaulich beschreiben können. So auch das Stadt­gymnasium im Kölner Stadtteil Porz. Christoph Becke tritt vor die Schü­le­r*in­nen zweier Leistungs­kurse – Sozial­wissenschaften und Geschichte – und erzählt von seiner Flucht nach West­deutschland. 1979 war das. Der 66-jährige Becke berichtet, wie er nach einem gescheiterten Flucht­versuch über Ungarn ins Gefängnis Berlin-Hohen­schön­hausen kam. Ein Jahr war er dort in Haft, bevor die BRD ihn schließlich freikaufte. In seine Erzählung legt Becke regel­mäßig Pausen ein, und die Schüler*innen stellen Fragen. Woher wusste Becke in der Schule, wem er trauen konnte? Was tat die DDR mit Schüler*innen, die das System kritisierten? Wie hat Becke es mit sich vereinbart, still­zu­halten, wenn Freund*innen von der Schule flogen?

So gefesselt und fokussiert habe er seine Schüler selten erlebt, sagt der Lehrer Cahit Basar nach dem Besuch. Im Unterricht habe er das Thema DDR seit ein paar Stunden durch­genommen. Dass die Schüler*innen gut vorbereitet sind, hat Becke an den Fragen gemerkt. „Wenn die Schüler mehr wissen, kommen ganz andere Fragen“, sagt er. Er erzähle ja jedes Mal in etwa das Gleiche. Seit vier Jahren engagiert sich Becke, der früher als Di­plom­­ingenieur arbeitete, nun als Zeit­zeuge. „Ich bin der Meinung, dass die jungen Leute unbedingt wissen müssen, dass es nicht nur eine braune Diktatur gab, sondern auch eine rote.“

Zeitzeug*innen wie Becke vermittelt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. In diesem Jahr, 30 Jahre nach dem Mauerfall, sei das Interesse besonders hoch, sagt Katharina Hochmuth, die in der Stiftung den Arbeits­bereich Schulische Bildungs­arbeit leitet. Die Nach­frage im Osten sei dabei aber nicht geringer als die im Westen. Und das, obwohl viele Lehrer*innen, die in Dresden, Jena oder Schwerin unterrichten, quasi selbst Zeit­zeug*innen seien.

So auch an der Berliner Schiller­parkschule, an der Suzan Yīlmaz arbeitet. Ein Drittel der Lehr­kräfte, so schätzt sie, stammt aus dem Osten. Die persönlichen Erfahrungen ihrer Kolleg*innen baut Yīlmaz gerne in den Unterricht ein. Vergangene Woche, als sie in ihrer 9e ein paar Stunden zum Thema DDR einschob, beauftragte sie ihre Schüler*innen, einen der Geschichts­lehrer an der Schule über die DDR zu interviewen. Das Ergebnis war jedoch für viele überraschend.

Hasan, der Junge im Trainingsanzug, und zwei Klassen­kamerad*innen durften das Interview führen. Nun sollen sie der restlichen Klasse vorlesen: Wie was das Leben in der DDR? Gut. Konnten Sie Ihre Meinung frei äußern? Ja. Haben Sie sich über den Mauerfall gefreut? So, wie er gelaufen ist, nein. Auf andere Fragen zu den Einschränkungen in der DDR wollte der Lehrer gar nicht antworten.

Die Neuntklässler*innen schauen sich verwundert an. Irgend­wann sagt einer: „Ich dachte, in der DDR wäre es schlimmer gewesen.“

Mitarbeit: Anett Selle