Dieser Artikel erschien am 22.08.2018 in DIE ZEIT
Autor: Martin Spiewak

Lehrerinnen : Diagnose: „schwank“

Kaum sind Lehrerinnen schwanger, werden sie auch schon krank­geschrieben. Und das, obwohl Pädagogen sowieso schon über­all fehlen. Wie werden die Schulen damit fertig?

schwangere Frau im Wartezimmer
©shutterstock

So eine Kritik kann wohl nur eine Frau wagen, die sich selbst als „Feministin“ bezeichnet und zwei Kinder hat. Die bei ihrer letzten Schwanger­schaft noch im achten Monat weiterhin jeden Morgen zum Dienst erschien und wenige Tage vor der Entbindung Interviews gab. Schwangere Lehrerinnen, monierte die Bremer Bildungs­senatorin Claudia Bogedan kurz vor den Ferien, würden heute „sehr schnell krank­geschrieben, sodass diese Kräfte kurz­fristig fehlen. Offenbar verträgt es sich heute nicht, schwanger zu sein und mit Kindern zu arbeiten.“

Die 43-jährige Politikerin spricht einen Trend an, der bei Eltern betroffener Schüler Unmut auslöst und Schul­leitungen wie Bildungs­verwaltungen zunehmend vor Probleme stellt: Lehrerinnen, die ein Kind erwarten, melden sich viele Monate vor der Entbindung vom Schul­dienst ab. „Man besetzt eine Stelle“, klagt Bogedan, „die Schul­leitung macht einen Haken dran, und kurz darauf teilt die Jung­lehrerin mit, sie sei schwanger“ – häufig verbunden mit einer Bescheinigung vom Arzt, der eine umgehende Frei­stellung fordert.

Man kann jungen Frauen schlecht vor­werfen, dass sie Kinder bekommen

Das deutsche Schulsystem leidet unter Personal­not­stand. In der näheren Zukunft fehlen bundes­weit bis zu 35.000 Lehrer. Schon zum neuen Schul­jahr blieben Tausende Stellen unbesetzt – trotz Seiten­ein­steiger­programmen und Rück­hol­aktionen für pensionierte Pädagogen. Dringend ersehnen sich die über­alterten deutschen Kollegien einen Generations­wechsel. Doch manche junge Kollegin, die gerade mit dem Unter­richt begonnen hat, ist schon bald wieder weg – weil sie eigenen Nach­wuchs erwartet. Es gibt wenige Branchen, die so familien­freundlich sind wie der Arbeits­platz Schule. In Zeiten des akuten Lehrer­mangels stößt das nun an Grenzen.

Statistiken zum Thema fehlen, öffentlich spricht das Problem kaum jemand an. Verständlich. Man kann jungen Frauen schlecht vorwerfen, dass sie Kinder bekommen. Und einen jungen Vater nicht kritisieren, dass er eine Aus­zeit nimmt, um sich um seine Familie zu kümmern. „Natürlich freut man sich persönlich für jede einzelne Kollegin“, sagt die Vorsitzende des Allgemeinen Schul­leitungs­verbands Deutsch­land, Gudrun Wolters-Vogeler. Aber wenn eine Lehrerin zusammen mit der guten Nachricht vom erwarteten Nach­wuchs ein Attest oder ein voll­ständiges Beschäftigungs­verbot präsentiere, „dann ist das für die Schulen in heutigen Zeiten schon ein Problem“.

Eigentlich beginnt der offizielle Mutter­schutz in Deutschland sechs Wochen vor dem errechneten Geburts­termin. Von diesem Zeit­punkt an darf die werdende Mutter nur noch auf ausdrücklichen Wunsch arbeiten. In der Schule jedoch halte es heute kaum eine Schwangere so lange aus, sagt Nina Löb, Leiterin einer Grund­schule in Hamburg-Lokstedt. Die meisten der jungen Kolleginnen würden sich im vierten, spätestens im fünften Monat verabschieden, einige sogar schon im ersten Drittel der Schwanger­schaft. „Da hat sich im Vergleich zu früher etwas verschoben“, sagt Löb.

Es ist paradox: Dank moderner Medizin sind Schwanger­schaft und Geburt mit weniger Gefahren verbunden als jemals zuvor. Gleich­zeitig ist das gefühlte Risiko in den Köpfen von Frauen und Ärzten heute so hoch wie nie. Was mit dem Furcht erweckenden Begriff „Risiko­schwanger­schaften“ zusammen­hängen mag. Denn es stimmt ja, die Mütter werden immer älter, durch­schnittlich knapp 30 Jahre sind sie inzwischen bei der Geburt des ersten Kindes. Und auch die stetig steigende Über­gewichts­quote, die bei den 30- bis 35-Jährigen inzwischen 30,9 Prozent beträgt, ist ein negativer Faktor.

Hat sich das Berufs­verständnis geändert?

Akkumuliert man alle erkennbaren Risiken, kann man sich vorstellen, dass die Zeiten, als eine Schwangere neun Monate lang in „froher Erwartung“ zuversichtlich der Entbindung entgegen­blickte, vorbei sind: Von der Bundes­regierung wurde der Anteil der Risiko­schwanger­schaften, der 1990 noch bei einem Drittel lag, vor vier Jahren mit 73,4 Prozent angegeben. Das Risiko ist das Normale.

Ausgerechnet im pädagogischen Milieu – in Kitas und Schulen – scheint diese Sorge besonders ausgeprägt zu sein. In kaum einem anderen Beschäftigungs­zweig dürfte der zeitliche Abstand zwischen positivem Schwanger­schafts­test und Eintritt der Schon­zeit für die Mutter so nah bei­einander­liegen. Strenge Schutz­vor­schriften und fehlende Impfungen sind ein Grund dafür, der kräfte­zehrende Lehrer­all­tag ein wichtiger anderer. Aber wer mit Schul­verantwortlichen spricht, erfährt auch von anderen Gründen: von gestiegenen Sensibilitäten. Und einem gewandelten Berufs­verständnis.

Besonders stark kollidiert die Personal­planung der Schulen mit der Familien­planung ihrer Lehr­kräfte derzeit in Hamburg. Die „Diagnose schwank“ ist in Schul­kreisen der Hanse­stadt ein geflügeltes Wort geworden: die Verbindung von schwanger und krank. Und am Landes­institut für Lehrer­bildung können Schul­leiter Seminare buchen mit dem Titel: „Hilfe, alle sind schwanger – Personal­entwicklung unter anderen Umständen“.

Lange waren die Hamburger Lehrer im Schnitt die ältesten der Republik, heute sind sie dank des Generations­wechsels die jüngsten. Es gibt Schulen, an denen kein Kollege älter als 50 Jahre ist, und mehr als die Hälfte ist unter 35. In jener Lebens­phase also, in der man eben an die Familien­planung denkt. So fielen im vergangenen Schul­jahr laut Behörde über 54 Prozent der Lehrer, die vertreten werden mussten, wegen Eltern­zeit oder Mutter­schutz aus – insgesamt 1140 Personen.

Normale Unterrichts­planung ist nicht möglich

Das Gymnasium Ohmoor im Norden der Stadt hat es gleich sieben­mal getroffen, und drei der schwangeren Kolleginnen mussten auf ärztliches Geheiß weit vor dem offiziellen Mutter­schutz zu Hause bleiben. Bis zum Oktober werden wiederum sieben Lehrerinnen aus der Eltern­zeit zurück­kehren. „Man fragt sich ständig: Wer meldet sich als Nächstes ab?“, sagt Schul­leiterin Gudrun Müller. „Eine normale Unter­richts­planung von Halbjahr zu Halbjahr ist damit fern jeder Realität.“

Man fragt sich ständig: Wer meldet sich als Nächstes ab?
Gudrun Müller, Schulleiterin

Der Kindersegen in vielen Hamburger Kollegien wirkt sich doppelt auf die Personal­decke aus. Denn nicht nur junge Mütter, auch junge Väter fallen immer häufiger für den Unter­richts­betrieb aus. Drei Jahre Eltern­zeit stehen einem Vater in Deutsch­land insgesamt zu, ohne Zweifel eine gesell­schaftliche Errungen­schaft. Den Schul­all­tag jedoch kann der Fortschritt bei der Gleich­berechtigung auf eine zusätzliche Probe stellen, wie eine Szene im Jahr­buch Schul­leitung 2017 beschreibt: „Einen Tag später kommt Herr Meier ins Büro und rechnet genau vor, wie er seine Eltern­zeit splitten möchte: Zwei Monate von Mitte Januar bis Mitte März und dann gerne zwei Monate nach den Sommer­ferien. So freut man sich auf die Ansichts­karte aus Kanada, und fragt sich (…), wo man für acht Wochen einen Mathe-Lehrer her­bekommen soll.“

Eigentlich muss ein betroffener Vater zur besseren Planungs­sicherheit des Arbeit­gebers für zwei Jahre im Voraus fest­legen, wann er sich für den Nachwuchs frei­nehmen möchte. So sehen es die Regelungen zur Eltern­zeit vor. Im Schul­dienst ist es jedoch weithin üblich, solche arbeits­rechtlichen Pflichten liberal auszulegen. Das gilt nicht nur für die Eltern­pause, sondern auch für die Teil­zeit, die laut nationalem Bildungs­bericht mehr als die Hälfte des pädagogischen Personals in Deutschland in Anspruch nimmt. Statt im vor­gesehenen Zwei-Jahres-Rhythmus handeln Lehr­kräfte ihr Arbeits­pensum je nach Belastungs­empfinden und Familien­lage gern im Sechs-Monats-Rhythmus aus.

Am Gymnasium Ohmoor arbeiten Lehrer heute in allen denk­baren Teil­zeit­konstellationen zwischen 50 und 90 Prozent. „Und jedes halbe Jahr wird neu gemischt“, sagt Schul­leiterin Müller, „einige gehen etwas rauf, andere etwas runter. Es gibt wohl keinen anderen Beruf, wo man seine Arbeits­zeit so flexibel anpassen kann.“

Es gibt wohl keinen anderen Beruf, wo man seine Arbeits­zeit so flexibel anpassen kann.

Rektorin Müller schätzt die Pädagogen­privi­legien durch­aus, sie selbst hat davon schon profitiert. Wenn irgend möglich, versucht sie den Wünschen der Kollegen deshalb zu entsprechen. Nur macht das ihre Arbeit nicht einfacher.

Denn Schule ist eine starre Organisations­form, in der so gut wie alles – Stunden­verteilung, Curricula, Fächer­kombinationen – verbindlich fest­gelegt ist. Den Stunden­plan für ein mittel­großes Gymnasium zu erstellen ist eine Puzzlearbeit, für die erfahrene Schul­manager insgesamt mehr als vier Wochen benötigen. Zieht man ein Teil heraus, beginnt das Puzzle sich aufzulösen.

Dann kann es so aussehen: Frau Schulz möchte (die Mutter ist ein Pflege­fall) auf fünfzig Prozent reduzieren – wer über­nimmt nun die Klassen­leitung für die 6c? Ausgerechnet die Kollegin Schmidt ist schwanger! Als Einzige an der Schule (Kollege Schröder ist dauer­krank) verfügt sie über die Fakultas für Physik. Und dann hat auch noch die Frau von Herrn Schuster ihre Zwillinge vor Termin bekommen: Wer kümmert sich jetzt kurz vor dem Abitur um den Latein-Leistungs­kurs? Denn selbst­verständlich muss auch der Vater zu Hause bleiben.

Die oberste Devise heißt: Bloß kein Unter­richts­aus­fall

Früher konnten Schulleiter wie Gudrun Müller solche oder ähnliche Ausfälle durch Vertretungs­kräfte ersetzen. Das klappte je nach Fächer­kombination mal mehr, mal weniger rasch. Mittler­weile ist der Ersatz­pool in fast allen Ländern nahezu weg­geschmolzen. „Mit etwas Glück bekommt man mit langer Vor­ankündigung Ersatz für einen pensionierten Kollegen“, sagt Gudrun Wolters-Vogeler vom Schul­leitungs­verband. Bei unvorher­gesehenen Eventualitäten wie Krank­heiten, Schwanger­schaften oder spontanen Eltern­zeiten „gehen die Schulen heute meist leer aus“.

Dann heißt es: improvisieren. Hier eine freiwillige Arbeits­gemein­schaft streichen, dort einen Kollegen zum Auf­stocken bewegen oder den Referendar kurz­fristig zum Fach­lehrer erheben, es hilft ja nichts. Die oberste Devise heißt: Bloß kein Unter­richts­aus­fall.

„Die Generation Y hält Einzug in die Schulen“

Im Fall von Krankheiten und Eltern­zeiten kann der Stunden­plan-Experte nur mit den Schultern zucken und mit Computer und Stunden­plan­tafel neu kombinieren. Doch eine Schwanger­schaft müsste eigentlich nicht zu einem „spontanen Aus­fall“ führen. Schule ist – anders als die Kita – kein Gefährdungs­raum für Frauen, die Nach­wuchs erwarten. Anders als die Kleinen in der Kita gelten Schul­kinder nicht als Keims­chleudern. Die Wahr­schein­lich­keit, sich im normalen Unterricht anzustecken, ist nicht viel größer als in der Super­markt­schlange oder in der U-Bahn. Und einen Impf­schutz gegen Masern, Mumps oder Wind­pocken sollte man bei jemandem, der weiß, dass er mit Kindern arbeitet, ohnehin erwarten.

Relativ überschaubar sind deshalb die Rücksichten, die eine Schul­leitung nehmen muss, wenn eine Kollegin mitteilt, sie sei schwanger. Zusätzliche Ruhe­zeiten gehören dazu, die Lehrerin muss keine Pausen­aufsichten über­nehmen, wegen der Gefahr von Raufereien, und nicht auf Klassen­reise mit­fahren. Nacht­arbeit ist ihr nicht zuzumuten. Doch wer nicht gerade Sport unterrichtet oder mit gefährlichen Chemikalien Versuche durch­führt, könnte weiterhin regulär noch einige Monate lang arbeiten.

Wir stellen fest, dass Ärzte die Kolleginnen deutlich eher und häufiger krank­schreiben als früher.
Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen­verbands

Es gibt Lehrerinnen, die geradezu darauf bestehen, bis zum letzten Tag vor dem Beginn des offiziellen Mutter­schutzes zu unter­richten. Weil ihnen die Schwanger­schaft kaum zusetzt, weil sie gern zur Arbeit gehen, aus Verantwortungs­gefühl. Doch deren Zahl schrumpft nach Einschätzung von Schul­verantwortlichen. „Wir stellen fest, dass Ärzte die Kolleginnen deutlich eher und häufiger krank­schreiben als früher oder gleich ein voll­ständiges Beschäftigungs­verbot aussprechen“, sagte die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen­verbands, Simone Fleischmann.

Sind also die Ärzte schuld? Auch Bildungs­senatorin Bogedan will ihren Vorstoß so verstanden wissen. Mediziner würden in einem Umfang krank­schreiben, der sie „als Feministin“ ärgere, so die Bremerin: „Wir haben lange dafür gekämpft, dass Schwanger­schaft eben nicht als Krankheit betrachtet wird.“

Die Kritisierten halten erwartungs­gemäß dagegen. Zum einen gebe es objektive Gründe, eine schwangere Lehrerin frei­zu­stellen, sagt Klaus Doubek vom Berufs­verband der Frauen­ärzte, wie etwa fehlender Impf­schutz. Zum anderen könne auch der Stress in der Schule für eine Schwangere zu belastend sein. „Fühlt eine Lehrerin sich über­fordert, kann das krank­haften Charakter haben“, sagt Doubek.

Wenn eine Schwangere eine zu große Belastung am Arbeits­platz schildert, muss ich ihr das schon glauben.
Klaus Doubek, Berufs­verband der Frauen­ärzte

Man spricht dann von einem „individuellen Beschäftigungs­verbot“, das nicht nur ein Gynäkologe aus­sprechen darf, sondern jeder Haus­arzt. Und das zudem finanzielle Vorteile hat: Anders als eine Krank­schreibung zieht ein voll­ständiges Tätigkeits­verbot keine Gehalts­einbußen nach sich. Auch für die Krankenkassen ist die Lösung attraktiv, weil sie nicht zuständig sind. Am Ende ist es die Frau selbst, die entscheidet, ob sie dem Schul­all­tag noch gewachsen ist. „Wenn eine Schwangere eine zu große Belastung am Arbeits­platz schildert, muss ich ihr das schon glauben“, sagt Frauen­arzt Doubek.

Die zunehmende Bedeutung der eigenen Befindlich­keit dürfte auch eine Reaktion auf die Belastungen des Alltags sein. Die erleben gerade Lehrer. Unter­richten war zwar schon immer ein nerven­auf­reibendes Geschäft, das wuselige Durch­einander einer Grund­schul­klasse, die Lust­losig­keit von Acht­klässlern, die intellektuellen Heraus­forderungen eines Leistungs­kurses. Dazu stunden­langes Stehen, das Ertragen des Lärm­pegels, die Dauer­konzentration. Eine Schwangere trägt daran mitunter doppelt schwer. Dazu kamen in den vergangenen Jahren zusätzliche Stress­faktoren wie die Inklusion oder der verpflichtende Ganz­tages­unter­richt.

Schulverantwortliche beurteilen die Reaktionen der Kollegen unter­schiedlich. Einige sprechen positiv von „verstärktem Gesund­heits­bewusst­sein“ junger Lehrer oder einer „erhöhten Acht­samkeit“. Andere nennen es „fehlende Verantwortung für das System Schule“ oder „verminderte Belastungs­bereit­schaft“. Das Jahrbuch für Schul­leitung 2017 fasst die Lage so zusammen: „Die Generation Y hält Einzug in die Schulen und ändert die Arbeit aller Beteiligten.“ Für die Kohorte der vor der Jahr­tausend­wende Geborenen käme Selbst­verwirklichung vor Pflicht­erfüllung; zentral seien Partner­schaft, Familie und Freizeit.

Wer gutes Personal halten will, muss heute die Work-Life-Balance der Mitarbeiter im Auge haben.
Nina Löb, Schulleiterin aus Hamburg

Doch können im Kampf gegen den Trend Appelle an die Einsatz­bereit­schaft helfen? Sollte man die Familien­freundlich­keit der Schule in Zeiten des Lehrer­mangels zugunsten der besseren Organisation des Schul­all­tags zurück­nehmen?

Ganz falsch, meint Schulleiterin Löb. „Wer gutes Personal halten will, muss heute die Work-Life-Balance der Mitarbeiter im Auge haben.“ Das gelte in jedem modernen Unter­nehmen, also auch in der Schule. Konkret heißt das: die Arbeit im Kollegium gerecht verteilen, dem für Pädagogen typischen Einzel­kämpfer­tum ent­gegen­wirken, den Gemein­schafts­geist stärken. „Wer sich in der Schule wohlfühlt, kommt nach der Geburt schneller zurück“, weiß Löb.

Beziehungsweise kommt überhaupt zurück. Denn worunter das Schul­system leidet, davon profitieren seine Pädagogen. Dank des Lehrer­mangels können sie sich heute aus­suchen, wo sie arbeiten möchten.

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