Deutscher Schulpreis 2019 : Die besten 20 Schulen des Jahres stehen fest

Im Rennen um den renommierten Deutschen Schulpreis sind die ersten Vorentscheidungen getroffen. Die Jury hat unter den 50 besten Bewerbungen nun die Top 20-Schulen ausgewählt, die in die nächste Wettbewerbsrunde kommen. Unter den Top 20 sind Schulen aus acht Bundesländern, wobei Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr am stärksten vertreten sind.

Florentine Anders / 13. Dezember 2018
Mädchen betrachtet die Trophäe des Deutschen Schulpreises
Die 20 ausgewählten Schulen können sich Hoffnung auf den Deutschen Schulpreis 2019 machen. Bei der Preisverleihung in Berlin wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dabei sein.
©Florian Generotzky

Das mehrstufige Auswahlverfahren des renommierten Deutschen Schulpreises hat es in sich: Schon im November hatte die 30-köpfige Vorjury aus allen eingegangenen Bewerbungen die besten 50 ausgewählt. In mehreren Teams haben die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis alle eingereichten Unterlagen vorab gründlich geprüft. Auf einem gemeinsamen Treffen in den Räumen der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart haben sie dann die einzelnen Bewerbungen noch einmal gemeinsam diskutiert, und dabei ging es oft auch kontrovers zur Sache.

Die Wahl fiel nicht leicht, denn in der Regel sind alle Schulen, die sich jedes Jahr für den von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung ausgelobten Deutschen Schulpreis bewerben, besonders engagierte  Schulen, die Antworten auf ihre individuellen Herausforderungen gefunden haben. Unter den Bewerberschulen für den Schulpreis 2019 sind alle Schularten vertreten. 67,5 Prozent der Einsendungen sind Neubewerber, während 32,4 Prozent der beteiligten Schulen sich zum wiederholten Mal beworben haben.

Sechs Qualitätsbereiche werden von der Jury des Deutschen Schulpreises geprüft

Am 12. Dezember nun traf sich die Jury, um aus den 50 vorausgewählten Schulen die besten 20 zu identifizieren. Unter den zwölf Expertinnen und Experten der Jury finden sich Namen, die auch auf dem Schulportal präsent sind: die ehemalige Schulleiterin Helga Boldt etwa, der Erziehungswissenschaftler Thomas Häcker  von der Universität Rostock oder Michael Schratz, Gründungsdekan der School of Education der Universität Innsbruck, Österreich.

Die Kriterien, nach denen die Jury den Schulpreis und verschiedene Nebenpreise vergibt, sind transparent und eindeutig. Geprüft werden sechs Qualitätsbereiche:

  • Leistung,
  • Umgang mit Vielfalt,
  • Unterrichtsqualität,
  • Verantwortung,
  • Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner,
  • Schule als lernende Institution

 Die Top 20-Schulen werden vor Ort genau begutachtet

Alle 20 ausgewählten Schulen werden im Januar und Februar nun in Schulbesuchen vor Ort genauer unter die Lupe genommen. Kleine Teams, bestehend aus Vorjurymitgliedern, Jurymitgliedern, sowie Vertreterinnen und Vertretern der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung, reisen zu den verschiedenen Schulen, schauen sich dort den Unterricht an und führen Gespräche mit der Schulleitung, den Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern.

Im März einigt sich die Jury auf bis zu 15 Schulen, die für den Deutschen Schulpreis nominiert und zur feierlichen Preisverleihung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 5. Juni 2019 nach Berlin eingeladen werden. Die beste Schule des Jahres erhält hier den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis. Fünf weitere Schulen bekommen Preise in Höhe von jeweils 25.000 Euro.

Alle Bewerberschulen erhalten ein persönliches Feedback

Unabhängig davon, wie weit eine Schule in dem strengen Auswahlverfahren kommt, ist jede Bewerbung ein Gewinn: Die Jurymitglieder bieten allen Bewerberschulen eine individuelle Rückmeldung in einem persönlichen Gespräch an. Gemeinsam können so besondere Potenziale und mögliche weitere Schritte in der Schulentwicklung beraten werden.

Die Top 20-Schulen und bis zu sechs weitere Schulen, die nicht zu den Preisträgern gehören, können zudem an einem zweijährigen Entwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises teilnehmen. Außerdem erhalten sie einen exklusiven Zugang zu Angeboten der Deutschen Schulakademie. Monika Nebel, die Schulleiterin der Meusebach-Grundschule in Geltow , die in diesem Jahr in das Entwicklungsprogramm aufgenommen wurde, bezeichnete dieses Angebot als großen Gewinn für die Schule.

Die Top 20-Schulen