Coronavirus : Live-Ticker 14. März: Was Schulen jetzt wissen müssen

Das Coronavirus breitet sich auch in Deutschland immer weiter aus. Die Bildungsbehörden in allen Bundesländern haben inzwischen Konsequenzen gezogen und landesweite Schulschließungen beschlossen. Das Schulportalberichtet in diesem Live-Ticker über die aktuelle Entwicklung an den Schulen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Annette Kuhn / 14. März 2020
Hans Münstermann, Schulleiter des Carolus-Magnus-Gymnasium, schließt einen Klassenraum ab. Im Landkreis Heinsberg bleiben die Schulen und Kindergärten für eine weitere Woche, perspektivisch sogar bis zu den Osterferien, geschlossen.
Alle Bundesländer haben inzwischen beschlossen, vorübergehend die Schulen zu schließen.
©Jonas Güttler/dpa
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20:45

Saarland ermittelt Bedarf für Notbetreuung

Nachdem das Saarland als erstes Bundesland wegen der Ausbreitung des Coronavirus die vorübergehende Schließung aller Schulen und Kitas im Land angeordnet hatte, hat die Landesregierung jetzt in einem Schreiben mitgeteilt, für wen eine Notbetreuung ab Montag gilt. Sie weist dabei ausdrücklich darauf hin, dass sich das Angebot nur an Eltern bzw. Erziehungsberechtigte richtet, „deren berufliche Tätigkeit für die Daseinsvorsorge unverzichtbar ist sowie berufstätigte Alleinerziehende und andere, sofern keine anderweitige Betreuung der Kinder möglich und der Bedarf nachvollziehbar begründet ist”. Eltern und andere Erziehungsberechtigte, die bereits am 16. März einen dringenden Notbetreuungsbedarf haben, sollen sich  am Montagmorgen zunächst telefonisch an ihre jeweilige Kita oder Schule wenden. Die Einrichtungsträger sollen ab Montag die konkreten Bedarfe vor Ort ermitteln. „Meine dringende Bitte an alle Eltern und Erziehungsberechtigte ist, vorrangig eine häusliche beziehungsweise selbst organisierte Betreuung der Kinder in kleinen Gruppen sicherzustellen”, so der Appell von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot in dem Schreiben.

18:00

Baden-Württemberg: Prüfungen werden verschoben

Das Kultusministerium von Baden-Württemberg hat sich heute in einem Schreiben an die Schulleitungen gewandt und sich darin auch zu den anstehenden Prüfungen geäußert. Demnach werden die Prüfungen, die während des Zeitraums der Schulschließung geplant waren, auf die Zeit nach den Osterferien verschoben. Dies gelte für die bislang auf 2. April terminierten Deutschprüfungen an den Beruflichen Gymnasien und an den Berufsoberschulen ebenso wie für einzelne Prüfungen des fachpraktischen Abiturs. Zum neuen Zeitplan für diese verschobenen Prüfungen würden die Schulen in der kommenden Woche weitere lnformationen erhalten, hieß es in dem Schreiben. Alle ab 21. April terminierten Abschlussprüfungen würden planmäßig stattfinden. Am kommenden Montag, sollten die Schulen den betroffenen Schülerinnen und Schülern die nötigen Vorbereitungshinweise und geeignete Aufgaben mitgeben.

17:15

Berlin nennt Punkte zur Notbetreuung

 Für Berlin hat die Senatsverwaltung für Bildung die Regelungen für die Notbetreuung während der Corona-Schließzeit bekanntgegeben. Die allgemeinbildenden Schulen sollen die Notbetreuung für Kinder in den ersten bis sechsten Klassen übernehmen, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Die Berufsgruppen werden von der Senatsverwaltung für Inneres definiert und dann eine Liste herausgegeben. Die Notbetreuung soll nur für Ausnahmefälle angeboten werden.

Anders als ursprünglich geplant soll die Notbetreuung für Kitakinder grundsätzlich in den vertrauten Kitas stattfinden. „Wir haben dabei die neuen Einschätzungen von Professor Dr. Christian Drosten berücksichtigt und nehmen Anregungen der Kita-Träger aus der täglichen Praxis auf“, betonte Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie in einer Pressemitteilung. Der Virologe und Charité-Professor Drosten hatte zuvor deutlich gemacht, dass Kinder in der Notbetreuung nicht in neu zusammengestellte Gruppen und konzentriert in ausgesuchte Einrichtungen gehen sollen.

Die Notbetreuung kann nur von Eltern in Anspruch genommen werden, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und keine andere Möglichkeit einer Kinderbetreuung organisieren können. Es müssen beide Kriterien zutreffen.

16:45

Eltern stehen wegen Schulschließungen vor großen Problemen

Bereits am Freitag hatte der Bundeselternrat gefordert, die Rahmenbedingungen für eine Notbetreuung müssten bundesweit gleich sein. Derzeit laufen in vielen Bundesländern die Planungen für eine Notbetreuung. Es geht dabei vor allem darum, dass Eltern in sogenannten kritischen Berufen, wie Polizei, Feuerwehr, Krankenpflege oder Rettungsdienst weiterhin zur Arbeit gehen können. In Brandenburg gab es bereits erste Gespräche dazu.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat nach einem Treffen mit Vertretern der Landkreise, Städte und Gemeinden am Samstag angekündigt, die geplante Notfallbetreuung für Kita-Kinder und Schülerinnen und Schüler von Eltern wichtiger Berufe soll rechtzeitig vor der Schließung von Schulen und Kitas am Mittwoch feststehen. „Die Abwägung muss auf regionaler Ebene getroffen werden”, sagte Woidke. Das Land werde eine Empfehlung herausgeben. Eine Hortbetreuung in Schulen für Eltern, die in wichtigen Berufen arbeiteten, werde sichergestellt. Ansonsten soll es Unterricht über das Netz geben.

16:39

Krisen-Elterngeld angesichts von Unterrichtsstopp gefordert

Kurz vor Beginn des Unterrichtsstopps an hessischen Schulen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hessen-Thüringen ein Krisen-Elterngeld für Betroffene von Schul- oder Kitaschließungen gefordert. Die Schließungen in Hessen und Thüringen seien ein wichtiger Beitrag, um die Infektionskette zu unterbrechen, sagte der DGB-Vorsitzende für Hessen und Thüringen, Michael Rudolph (Foto), laut einer Mitteilung vom Samstag. „Allerdings stellt dies Eltern insbesondere kleiner Kinder vor enorme Herausforderungen”, sagte er. „Auch ihnen muss schnell und unbürokratisch geholfen werden. Daher fordern wir, das Elterngeld für alle Väter und Mütter zu öffnen.”

An den Schulen wird landesweit von Montag an nicht mehr unterrichtet. Die Schulen blieben aber für eine Notbetreuung für Kinder von Eltern geöffnet, die beispielsweise in einem Krankenhaus arbeiteten, hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag angekündigt. Auch Mitarbeiter der Polizei, Feuerwehr oder von Ordnungsbehörden können auf Notbetreuung für ihre Kinder hoffen.

15:07

Bundesschülerkonferenz fordert digitale Lehrangebote

Die Bundesschülerkonferenz (BSK) befürchtet wegen der anstehenden Schulschließungen große Nachteile für die Schülerinnen und Schüler.  „Grundsätzlich empfinden wir den Schritt als richtig, weil er auch erforderlich ist”, sagte BSK-Sprecher Torben Krauß am Samstag. Das Coronavirus müsse eingedämmt werden und Schulen seien ein Ort, an dem viele Menschen aufeinanderträfen und sich anstecken könnten.  „Wir sehen aber erhebliche Nachteile für die Schüler, besonders für die Abiturienten.”

Sie hätten kaum eine Chance, den Stoff nachzuholen, zumal es nur wenige Möglichkeiten des digitalen Unterrichts gebe. „Die Bundesschülerkonferenz erwartet schnell umgesetzte Konzepte der Länder, um Schülerinnen und Schüler digitale Lehrangebote zur Überbrückung anbieten zu können”, forderte die BSK in einer Mitteilung. Länder mit bereits gut ausgebauten digitalen Lernangeboten könnten die Schüler in der unterrichtsfreien Zeit besser vorbereiten, besonders mit Blick auf die anstehenden zentralen Prüfungen.  „Grundsätzlich hoffen wir auf eine faire und tragbare Organisation der Abschlussprüfungen in Deutschland.”

14:55

Drosten hält Notbetreuung für „kontraproduktiv"

Vor der geplanten Schließung der Schulen für die Brandenburger Schüler hat die Landesregierung mit den Kommunen über eine Notbetreuung beraten. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und mehrere Minister trafen sich am Samstag in Potsdam mit Vertretern der Kommunen.  Danach hieß es: Die Schulen und Kitas sollen ab Mittwoch vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April den regulären Unterricht und die normale Betreuung einstellen. Für Schüler soll freiwilliger Unterricht über das Internet angeboten werden. Für Kinder und Schüler von Eltern, die etwa im Gesundheitswesen, in Behörden oder bei Polizei und Feuerwehr arbeiten, ist eine Notfallbetreuung in Kommunen geplant, damit sie weiterarbeiten können. Der Berliner Virologe Christian Drosten (Foto) schrieb allerdings bei Twitter, eine Notbetreuung sei kontraproduktiv. Junge Kinder könnten neue Gruppen und Betreuer psychisch schwer verkraften, die Belastung der Eltern steige.

14:24

Mecklenburg-Vorpommern konkretisiert Pläne zu Schulschließungen

Nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) wird der Montag an den Schulen der Unterstufe noch als  „Übergangstag” gestaltet. Damit solle Eltern, deren Kinder die Klassen eins bis sechs besuchen, Gelegenheit gegeben werden, die Betreuung zu organisieren. Die Schulen seien zwar geschlossen, würden an dem Tag aber kein Kind zurückweisen, versicherte Martin.

Für die folgenden Wochen bis nach Ostern werde zudem eine Notfallbetreuung organisiert. Dies gelte aber nur für Kinder, deren Eltern in Berufen arbeiten, die für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens notwendig sind. Als Beispiele nannte sie Polizisten, Mediziner, Pflegekräfte und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel.

Laut Martin bleiben die Lehrer weiter im Dienst und versuchen von zu Hause aus, über eine mobile Unterrichtsversorgung mittels Internet Lehrstoffe zu vermitteln. Im Verein aller Bundesländer werde dafür gesorgt, dass die Schüler der oberen Klassen trotz der besonderen Umstände ihre Abschlüsse machen können und diese auch anerkannt werden. Für dringende Fragen sei am Samstag und Sonntag eine Hotline im Bildungsministerium geschaltet: Tel. 0385 588 7174.

13:30

Aktueller Stand zu Schulschließungen

Nach der Entscheidung in Mecklenburg-Vorpommern werden ab der kommenden Woche in 13 Bundesländern flächendeckend die Schulen geschlossen: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. In einigen Bundesländern gilt die Regelung bereits ab Montag, in anderen ab Dienstag. Sachsen will am Montag zunächst die Schulpflicht aussetzen; Lehrer, Schüler und Eltern sollen auf diese Weise Zeit bekommen, sich auf Schulschließungen vorzubereiten. Brandenburg setzt den regulären Schulunterricht von Mittwoch an vorerst aus. Der Schulbesuch ist damit weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend. Eine ähnliche Regelung gibt es in Hessen ab Montag.

13:00

Bayern konkretisiert Maßnahmen

Das Kultusministerium konkretisiert am Mittag die Maßnahmen zur landesweiten Schulschließung wegen des Coronavirus. Darin heißt es: „Die Schulleiterinnen und Schulleiter, im Vertretungsfall deren Stellvertretungen, sind an den Unterrichtstagen zu den üblichen Unterrichtszeiten zur Anwesenheit verpflichtet, um die Erreichbarkeit für die Schulaufsicht sicherzustellen und gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen vor Ort umgehend umsetzen zu können.”

Lehrkräfte und anderes Personal, das dort arbeitet, können die Schule weiterhin betreten. „Sie befinden sich weiterhin im Dienst”, heißt in einer schriftlichen Mitteilung. Das Ministerium bezieht sich dabei auf die Dienstpflichten gemäß §§ 9a, 9b LDO.

Zu den Aufgaben der Lehrkräfte gehört dabei zum Beispiel das Erstellen und Verteilen von Unterrichtsmaterialien an die Schülerinnen und Schüler, per E-Mail, das Schulportal, oder die Lernplattform mebis. Auch die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, insbesondere der Oberstufen, die sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten müssen, zählt dazu.

12:32

Klingbeil zu Schulschließungen

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat politische Lösungen für Eltern und Kinder in Aussicht gestellt, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus von Schul- und Kita-Schließungen betroffen sind.  „Die richtigen Schul- und Kita-Schließungen sorgen in diesen Tagen in vielen Familien für große Herausforderungen”, schrieb Klingbeil am Samstag auf Twitter.  „Ja, wir brauchen hierfür auch politische Lösungen. Daran arbeiten wir.”

Klingbeil appellierte aber auch an die Arbeitgeber, sich in diesen Zeiten flexibel zu zeigen. Er erwarte  „größtmögliche Flexibilität und Entgegenkommen für die Beschäftigten”. SPD-Vizechef Kevin Kühnert pflichtete seiner Kollegin Anke Rehlinger bei, die gesetzliche Änderungen gefordert hatte, um Eltern eine Betreuung ihrer Kinder zu erleichtern.  „Ein praktischer und richtiger Vorschlag von @AnkeRehlinger, um Eltern Sicherheit zu geben. Ich unterstütze das”, twitterte Kühnert.

12:04

Auch Mecklenburg-Vorpommern beschließt landesweite Schulschließungen

Wegen der Coronavirus-Epidemie bleiben von Montag an nun auch in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts in Schwerin mit. Bis zum 20. April sollen flächendeckend alle Schulen und Kitas im Bundesland geschlossen bleiben, sagte Schwesig. Die Landesregierung in Schwerin folgt damit den Entscheidungen aller anderen Bundesländer. Mecklenburg-Vorpommern war das letzte Bundesland, das bis heute Vormittag noch keine Entscheidung zu Schulschließungen gefällt hatte.

Jetzt werden die Schulen ab der kommenden Woche im ganzen Bundesgebiet vorübergehend schließen. Zum Teil bleiben die Schulen aber noch am Montag und Dienstag aus organisatorischen Gründen geöffnet. Dadurch soll es vor allem Eltern ermöglicht werden, für ihre Kinder eine alternative Betreuungsmöglichkeit zu organisieren.

11:52

Landeselternrat in Brandenburg begrüßt Aussetzen des Schulbetriebs

Der Brandenburger Landeselternrat hält die Schließung der Schulen für den Großteil der Schüler wegen des Coronavirus für sinnvoll – zeigt sich aber auch skeptisch mit Blick auf den Beginn am Mittwoch.  „Grundsätzlich sind die Schulschließungen aus unserer Sicht gut und richtig, wenn es eine Maßnahme ist, die Ausbreitung jetzt einzudämmen”, sagte der Vorsitzende René Mertens aus Ziesar (Kreis Potsdam-Mittelmark) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Er betonte aber:  „Es wäre ja nicht schlimm gewesen zu sagen: Wir machen zu, über das Wochenende machen wir einen Plan und dann steht am Montag die Sache.”

10:30

Kabinett berät in Mecklenburg-Vorpommern über Schulschließungen

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns ist am Samstagvormittag in Schwerin zu einer Sondersitzung zusammengekommen, um über geeignete Maßnahmen gegen die schnelle Ausbreitung des Coronavirus im Land zu beraten. Dem Kabinett von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD, Foto) liegt unter anderem eine sogenannte Allgemeinverfügung des Sozialministeriums vor, nach der der Besuch von Krippen, Kindergärten, Horten und Kindertagespflegestellen ab Montag landesweit untersagt werden soll. Es wird davon ausgegangen, dass sich Mecklenburg-Vorpommern dem Beispiel anderer Bundesländer anschließt und mit Beginn kommender Woche Schulbetrieb und Kinderbetreuung flächendeckend einstellt. Bislang gelten entsprechende Anordnungen im Nordosten nur für Rostock und den Landkreis Ludwigslust-Parchim.

10:20

Baden-Württemberg appelliert wegen Schulschließungen an Arbeitgeber

Angesichts der bevorstehenden Schließung von Schulen und Kitas wegen der Ausbreitung des Coronavirus appelliert das Land an die Kompromissbereitschaft und die Flexibilität von Arbeitgebern und Beschäftigten. „Uns ist bewusst, dass die Schließung der Schulen und Kitas insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Kindern sowie deren Arbeitgeber vor große Herausforderungen stellt”, betonten Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Samstag in einer Mitteilung. „Wir appellieren daher eindringlich an die Unternehmen bei der Ausgestaltung der Arbeitszeiten und der Genehmigung von Home Office alle Spielräume zu nutzen und größtmögliche Flexibilität zu bieten”, schrieben sie weiter.

10:05

Lehrkräfte vernetzen sich im #Twitterlehrerzimmer

09:47

Virologe Christian Drosten äußert sich zu den Schulschliessungen.

09:40

Probleme durch abgesagte Klassenfahrten

Die Coronakrise trifft auch die Jugendherbergen: Mit den Schließungen der Schulen seien mehrere hundert Klassenfahrten abgesagt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland, Jacob Geditz, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.  „Das ist für uns ein Riesenproblem. Die Einnahmen brechen weg.” Eigentlich sei vor und nach Ostern für die Jugendherbergen Hauptsaison. Die jetzige Situation gefährde  „den Bestand und die Existenz der Jugendherbergen”, teilte Geditz mit.

08:30

Brandenburg

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat sich im Inforadio vom rbb zu den Schließungen der Kitas und Schulen, die ab Mittwoch in Brandenburg wegen der Ausbreitung des Coronavirus gelten, geäußert: Es werde am Wochenende an Regelungen gearbeitet, um zumindest für die Kinder, deren Eltern zum Beispiel im Gesundheitsbereich arbeiten, eine Betreuungsmöglichkeit zu finden.

Zu den anstehenden Abiturprüfungen sagte sie:  „Sie werden stattfinden.” Die Jugendlichen müssten sich keine Sorgen machen. Sie könnten wie geplant ihre Prüfungen ab 20. April ablegen. Wenn sie sich aufgrund der Situation aber bis dahin nicht ausreichend vorbereitet fühlen, könnten sie auch die Ausweichtermine im Mai nutzen. Und auch für diese würde es wiederum Ausweichtermine geben.

08:00

Kinderbetreuung in Nordrhein-Westfalen

Damit sich das Coronavirus nicht weiter ausbreitet, werden ab der nächsten Wochen die Schulen und Kitas für die kommenden Wochen geschlossen. Eltern bringt das in Not, weil sie nicht wissen, wie ihre Kinder nun betreut werden sollen. In Nordrhein-Westfalen sollen die Schulen zwar noch am Montag und Dienstag geöffnet bleiben, damit Mütter und Väter eine Lösung für die Kinderbetreuung finden können, aber die kurze Zeit wird vielen nicht reichen. Großeltern sollen möglichst nicht zum Einsatz kommen, weil bei älteren Menschen die Krankheit COVID-19 oft einen besonders schweren Verlauf nimmt.

Die Kitas sollen nach der Anordnung von Ministerpräsident Armin Laschet (SPD) bereits ab Montag nicht mehr öffnen. Doch zumindest in Köln und Siegen gibt es jetzt Ausnahmen. Trotz eines von der NRW-Landesregierung angekündigten Betretungsverbots sollen Kitas in Köln und Siegen zu Beginn der kommenden Woche zunächst noch geöffnet bleiben. Am Montag und Dienstag seien noch alle Kindertagesstätten offen, teilte die Stadt Köln mit. „Die Stadt appelliert jedoch an die Eltern, ihre Kinder auch schon an diesen beiden Tagen nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen”, hieß es.

06:00

Lehrergewerkschaft übt Kritik

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kritisiert angesichts der bevorstehenden Schulschließungen in Deutschland Versäumnisse in der deutschen Bildungspolitik.  „Jetzt rächt sich, dass sich in Deutschland bei der Digitalisierung der Schulen so lange nichts richtig bewegt hat”, sagte der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann der Deutschen Presse-Agentur. In einem Land wie Litauen beispielsweise, das zu den Vorreitern der digitalen Bildung gehöre, wäre in einer solchen Situation flächendeckender Unterricht viel wahrscheinlicher digital über das Netz möglich.

Nach den angekündigten Schulschließungen wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus erwartet der VBE klare Vorgaben von den Bildungsministerien der Länder zum weiteren Vorgehen:  „Es darf jetzt nicht alles auf die Schulen abgeschoben werden. Je klarer die Regeln, desto besser können die Schulen mit der Situation umgehen.”