Konzept

Erfahrungen in der Natur : Wald erleben und erleben lassen

Aufbauend auf einer mehrtägigen Selbst­erfahrung mit Über­nachtung im Wald konzipieren angehende Erzieherinnen und Erzieher einen Wald­erlebnis­tag. Anschließend geben sie ihre Erfahrungen im Rahmen eines selbst­gestalteten „Fachtags für handlungs­orientiertes Lernen“ an andere Fach­kräfte weiter.

11. Oktober 2018

Angehende Erzieherinnen und Erzieher sammeln beim Wald­projekt neue Erfahrungen in der Natur, die sie später in ihrer Arbeit weiter­geben können.

Informationen zur Schule

  • Name: Private Fachschule für Wirtschaft und Soziales Suhl
  • Ort: Suhl, Thüringen
  • Schulform: Fachschule
  • Zahl der Schülerinnen und Schüler: ca. 400
  • Zahl der Lehrerinnen und Lehrer: 39
  • Ansprechpersonen: Sylvia Conrad (Schulleiterin und Lehrerin für Regional­pädagogik und Mathe­matik/Natur­wissen­schaften)/ Jens Büttner (Lehrer für Erlebnis­pädagogik, Spiel­pädagogik und Darstellendes Spiel)
  • Kontakt: suhl@fswiso.de
  • Schulpreis im Jahr: 2013
  • Schul-Porträt: http://schulpreis.bosch-stiftung.de

An der Privaten Fachschule für Wirtschaft und Soziales in Suhl erleben angehende Erzieher­innen und Erzieher den Wald mit seinem pädagogischen Potenzial als Spiel-, Lern- und Lebens­raum. Auf­bauend auf einer Hospitation in einem Wald­kinder­garten unter­nehmen die Fach­schüler­innen und -schüler eine drei­tägige Exkursion mit zwei Über­nachtungen in einer Selbst­versorger­hütte im Biosphären­reservat Thüringer Wald. Auf Basis der dabei gemachten Erfahrungen konzipieren und organisieren sie anschließend einen eigen­ständig durch­geführten Wald­erlebnis­tag für Kinder­gärten und Grund­schulen der Region. Mit einem “Fach­tag für handlungs­orientiertes Lernen” geben sie ihre Erfahrungen theoretisch fundiert an andere pädagogische Fach­kräfte weiter. Der Projekt­zeit­raum umfasst insgesamt acht Tage.

Uns ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler den Thüringer Wald als die Region, aus der sie herkommen, kennen­lernen und erleben. Die Freude, die sie dabei empfinden, können sie dann später in ihrem Beruf weiter­geben.
Jens Büttner, Lehrer für Erlebnispädagogik, Spielpädagogik und darstellendes Spiel

Eine Besonderheit des Konzeptes besteht in der drei­fachen Öffnung der Schule: Die Schüler­innen und Schüler verlassen ihre gewohnte Lern­umgebung, um sich an anregenden außer­schulischen Lern­orten zu erproben. Die Schule öffnet sich für Kooperationen mit nicht­schulischen Partnern, darunter das Bio­sphären­reservat Vessertal/Thüringer Wald, die Stadt Suhl, der Verein ELAN e.V., zwei Partner­schulen und zwei Partner­kinder­gärten. Und schließlich wendet sich die Schule mit einem Fach­tag an andere pädagogische Fachkräfte. Weitere Besonder­heiten des Konzeptes bestehen in der unmittel­baren Abfolge von Selbst­erfahrung und eigenem Lernen, Anwendung und Erprobung der neuen Fähig­keiten bis zur Weiter­gabe der Erfahrungen an andere pädagogische Fach­kräfte.

Auf der dreitägigen Exkursion geht es darum, den Wald mit seinem pädagogischen Potenzial als Spiel-, Lern- und Lebensraum zu entdecken.
Auf der dreitägigen Exkursion geht es darum, den Wald mit seinem pädagogischen Potenzial als Spiel-, Lern- und Lebensraum zu entdecken.
©Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)
Die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher sammeln neue Erfahrungen und bauen eine emotionale Bindung zur Natur auf.
Die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher sammeln neue Erfahrungen und bauen eine emotionale Bindung zur Natur auf.
©Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)
Anfassen erwünscht: durch Ertasten raten die Schüler, um welchen Waldgegenstand es sich handelt. Dieses Spiel können sie auch später in ihrer Arbeit einsetzen.
Anfassen erwünscht: durch Ertasten raten die Schüler, um welchen Waldgegenstand es sich handelt. Dieses Spiel können sie auch später in ihrer Arbeit einsetzen.
©Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)
Bei der Orientierung im Wald sind die Schülerinnen und Schüler auf sich selbst gestellt. Nicht so einfach ohne Google Maps.
Bei der Orientierung im Wald sind die Schülerinnen und Schüler auf sich selbst gestellt. Nicht so einfach ohne Google Maps.
©Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)
Auch das Übernachten im Wald ist für viele ein völlig neues Erlebnis und durchaus mit Ängsten verbunden.
Auch das Übernachten im Wald ist für viele ein völlig neues Erlebnis und durchaus mit Ängsten verbunden.
©Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)
Aktivitäten bei Nacht sorgen dafür Ängste abzubauen.
Aktivitäten bei Nacht sorgen dafür Ängste abzubauen.
©Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)

Wir bedanken uns herzlich bei der Private Fachschule für Wirtschaft und Soziales Suhl.
Die Schule gehört zum Preis­­träger­­netz­­werk des Deutschen Schul­preises, aus dem die Deutsche Schulakademie die Beispiele guter Praxis gewinnt.

Die Deutsche Schulakademie vergibt jährlich 150 Hospitations­­stipendien an den rund 70 Preis­­träger­­schulen des Deutschen Schul­preises. Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

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