Konzept

Schülerfeedback : Wertvolle Hilfe bei der Schulentwicklung

Schülerinnen und Schüler bewerten anhand von Fragebögen den Unterricht ihrer Lehrkräfte, die damit ein unmittelbares und persönliches Feedback erhalten. Gleichzeitig bieten die Ergebnisse einen Gesamteindruck von der Arbeit des Kollegiums und lassen sich für die Schulentwicklung einsetzen.

24. Februar 2019
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Ein Grundgedanke des Schülerfeedbacks ist, dass niemand besser über den eigenen Lernprozess Auskunft geben kann, als die Lernenden selbst.

Das Konzept

Zweimal im Jahr erfolgt an der Robert-Bosch-Gesamt­schule ein systematisches Feed­back­verfahren zur Qualität des Unter­richts. Nach den Herbst­ferien und vor den Oster­ferien haben die Lehr­kräfte die Möglichkeit, Frage­bögen an ihre Schüler­innen und Schüler auszu­teilen. Die Teilnahme an dem Verfahren ist frei­willig, im Herbst beteiligen sich etwa 90 Prozent der Lehr­kräfte daran. Für die Unter-, Mittel- und Ober­stufe gibt es jeweils eigene, auf die Alters­stufen zugeschnittene Frage­bögen. Darin finden sich Aussagen wie: „Der Unterricht ist abwechslungs­reich“, „Mein Lehrer kann den Unter­richts­stoff gut vermitteln“ oder „Ich muss keine Angst haben, Fehler zu machen“. Die Schüler und Schüler­innen können zu jeder Aussage durch ein Kreuz in einer Bewertungs­skala mit drei Feldern ihre Meinung abgeben.

Um die Feedbackbögen zu entwickeln, mussten wir uns als Kollegen erst einmal über ein gemeinsames Bild von gutem Unterricht verständigen. Dieser Klärungsprozess war mindestens so spannend wie das, was dann als Feedback von den Schülerinnen und Schülern kam und kommt.
Jens Oumard, Leiter der Eingangstufe

Nach Abschluss des Feedbackverfahrens hängen die Fragebögen in vergrößerter Form im Lehrer­flur aus und jede Kollegin und jeder Kollege markiert mit roten und grünen Klebe­punkten, ob das von den Schüler­innen und Schülern über­mittelte Feed­back in dem jeweiligen Bereich eher positiv oder eher negativ ausfiel. So entsteht ein Gesamt­bild, das in die Gestaltung von schulischen Veränderungs­prozessen mit einfließen kann; gleich­zeitig bleiben die persönlichen Feed­backe­rgebnisse der einzelnen Lehr­kraft anonym.

Das Feedback aus allen Lerngruppen wird anonymisiert aggregiert und nach Auswertung gezielt für die Schul- und Unterrichtsentwicklung genutzt.
Das Feedback aus allen Lerngruppen wird anonymisiert aggregiert und nach Auswertung gezielt für die Schul- und Unterrichtsentwicklung genutzt.
©Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)
Die Schülerfeedbacks schaffen nicht nur Gesprächsanlässe zwischen Lehrkräften und Lernenden, sondern führen auch zu einem gemeinsamen Verständnis von Unterrichtsqualität im Kollegium.
Die Schülerfeedbacks schaffen nicht nur Gesprächsanlässe zwischen Lehrkräften und Lernenden, sondern führen auch zu einem gemeinsamen Verständnis von Unterrichtsqualität im Kollegium.
©Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)
Für Nina und Rebecca führt die Möglichkeit des Feedbacks auch zu einem besseren Verhältnis zu ihren Lehrkräften.
Für Nina und Rebecca führt die Möglichkeit des Feedbacks auch zu einem besseren Verhältnis zu ihren Lehrkräften.
©Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)

Wir bedanken uns herzlich bei der Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim.
Die Schule gehört zum Preis­­träger­­netz­­werk des Deutschen Schul­preises, aus dem die Deutsche Schulakademie die Beispiele guter Praxis gewinnt.

Die Deutsche Schulakademie ermöglicht Hospitationen an Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises. Mehr Informationen zum Hospitationsprogramm finden Sie hier.