Konzept

Portfolio : Dialogische Form der Leistungs­beurteilung

An der Anne-Frank-Schule basiert das Beurteilungs­system auf einer Kombination aus Portfolio­arbeit und Lern­entwicklungs­gesprächen. Für die individuelle Lern­entwicklung der Schülerinnen und Schüler bringt dieses Beurteilungs­system viel­fältige Vorteile mit sich.

06. Februar 2020
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An der Anne-Frank-Schule gestalten die Schülerinnen und Schüler ihren Lernweg selbst – mithilfe von Portfolios.

Informationen zur Schule

Das Konzept

Die Anne-Frank-Schule Bargteheide hat sich zum Ziel gesetzt, die Beurteilungs­kultur an der Schule möglichst lern­förderlich aus­zu­richten. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, die Verantwortung für ihren Lern­prozess zu über­nehmen und dafür die die eigenen Leistungen zu reflektieren. Um dies zu ermöglichen, verzichtet die Schule auf Noten, schriftliche Zeugnisse und einseitige Fremd­beurteilung durch die Lehr­kräfte. Statt­dessen werden die Kinder und Jugendlichen an der Evaluation ihrer eigenen Leistungen beteiligt, indem in den Klassen­stufen 5 bis 7 sogenannte Portfolio­gespräche unter Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehr­kräfte stattfinden. Gesprächs­grund­lage ist dabei das von ihnen selbst erstellte und kontinuierlich geführte Portfolio, eine Sammlung aus­sage­kräftiger Dokumente aus allen Fächern. Dies können Klassen­arbeiten und Tests sein, aber auch Produkte aus eigener Forschungs­arbeit, ein Objekt aus dem Kunst­unterricht oder ähnliches. Ein Portfolio ist Ausdruck der Wert­schätzung für den Lern­prozess und orientiert sich an der individuellen Bezugs­norm und den Stärken einer Schülerin oder eines Schülers.

Wir haben gemerkt, dass wir mit Kompetenz­rastern und Noten nicht weiter­kommen. Bei der Arbeit mit Portfolios steht die Schülerin im Mittel­punkt des Lern­prozesses und lernt dabei, den eigenen Lernweg selbst zu gestalten.
Marcel Fell, Schulleiter

In einem offenen Austausch über die Lernleistungen, eventuelle Schwierig­keiten und sich daraus ergebende Konsequenzen erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass sie die Akteure ihres eigenen Lern­prozesses sind. Jedes Gespräch wird durch eine Lern­vereinbarung dokumentiert, in der nicht nur neue Lern­ziele fest­gehalten werden, sondern auch, welche Unter­stützung sich die Schülerin/der Schüler dabei von den Lehr­kräften und Eltern wünscht. Die Umsetzung der Lern­vereinbarung ist genauso Teil des Portfolios wie die Lern­produkte aus dem Unterricht des sich anschließenden Schul­halb­jahrs. In den Klassen­stufen 8 bis 10 gibt es an der Schule aus rechtlichen Gründen weiterhin Noten, aber zusätzlich weiter­hin Portfolios.

Wir bedanken uns herzlich bei der Anne-Frank-Schule Bargteheide.
Die Schule gehört zum Preis­­träger­­netz­­werk des Deutschen Schul­preises, aus dem die Deutsche Schulakademie die Beispiele guter Praxis gewinnt.

Die Deutsche Schulakademie ermöglicht Hospitationen an Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises. Mehr Informationen zum Hospitationsprogramm finden Sie hier.