Konzept

Kollegiale Unterrichtsreflexion : Gemeinsam den Unterricht voranbringen

„Kollegiale Unterrichtsreflexion“ (KUR) ist ein Verfahren, bei dem sich eine Gruppe von Kolleg­innen und Kollegen gegen­seitig im Unterricht besucht und berät.

03. Mai 2018

Die kollegiale Unterrichts­reflexion schafft Raum für Gesprächs­anlässe über Unterrichts­entwicklung, in einer möglichst stress­freien und wert­schätzenden Atmos­phäre.

Informationen zur Schule

  • Name: Regionales Berufs­bildungs­zentrum Wirtschaft
  • Schulform: Berufliches Schulzentrum
  • Zahl der Schülerinnen und Schüler: ca. 4200, davon etwa 1500 Vollzeitschüler/-innen
  • Zahl der Lehrerinnen und Lehrer: Ca. 220
  • Ansprechperson: Renate Reble (Lehrerin am RBZ Wirtschaft)
  • Kontakt: info@rbz-wirtschaft-kiel.de
  • Schulpreis im Jahr: 2014
  • Schul-Porträt: http://schulpreis.bosch-stiftung.de

Das Konzept

KUR basiert auf der Erfahrung, dass Lehr­kräfte ihre unter­richtliche Professionalität am besten weiter­ent­wickeln können, wenn sie in kleinen Gruppen mit- und von­einander lernen. Im Rahmen von KUR erhalten sie von Kolleg­innen und Kollegen Impulse für den eigenen Unter­richt und geben in Reflexions­gesprächen ihre Ein­drücke vom Unter­richt der anderen wieder. Die Teil­nahme erfolgt frei­willig.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele tolle Ideen und Anregungen die Kolleginnen und Kollegen nach einer Hospitation liefern. KUR tut uns allen gut und verändert den Unterricht nachhaltig. Gleichzeitig ist es aber auch harte Arbeit. Man braucht den Willen, etwas zu verändern.
Renate Reble, Lehrerin am RZB Wirtschaft Kiel

Die Projektgruppe KUR umfasst am RBZ Wirtschaft derzeit 15 Personen, die sich zweimal pro Halb­jahr treffen, um gemeinsam Erfahrungen auszu­tauschen und die im Verfahren benötigten Kompetenzen zu schulen. Dabei erhalten sie Unter­stützung durch einen Coach vom Hamburger Landes­institut für Lehrer­bildung und Schul­entwicklung (LI). Zusätzlich haben sich die Teil­nehmenden in Dreier-Teams zusammen­gefunden, in denen sie sich gegen­seitig im Unter­richt besuchen. Diese Besuche und ihre Auswertung folgen einem fest­stehenden Ablauf­plan: Zunächst formuliert die Lehr­kraft, die besucht werden möchte, in einem Gespräch ein konkretes Anliegen – zum Beispiel: „Wie kann ich den Rede­anteil meiner Schüler­innen und Schüler erhöhen?“ – und erteilt den beiden Kolleginnen und Kollegen konkrete Beobachtungs­auf­träge. Nach dem Unter­richts­besuch gibt die Lehrkraft zunächst ihren eigenen Eindruck von der Unter­richts­stunde wieder, danach folgt ein positives Feedback der Teilnehmenden sowie eine – nicht wertend vorgetragene – Schilderung von deren Beobachtungen im Hin­blick auf die zuvor fest­gelegte Frage­stellung. Anschließend werden gemeinsam Handlungs­alter­nativen gesucht und erörtert. Für die Unter­richts­beobachtung sowie die gemeinsame Vor- und Nach­bereitung stellt die Schul­leitung die Lehr­kräfte von anderen Aufgaben frei.

Die Arbeit der Projekt­gruppe wird am RBZ Wirt­schaft von zwei Kolleg­innen koordiniert. Der Schul­leiter weiß zwar, welche Lehr­kräfte an KUR teil­nehmen, erhält jedoch keine weiteren Informationen.

Wir bedanken uns herzlich bei dem Regionalen Berufsbildungszentrum Wirtschaft.
Die Schule gehört zum Preis­­träger­­netz­­werk des Deutschen Schul­preises, aus dem die Deutsche Schulakademie die Beispiele guter Praxis gewinnt.

Die Deutsche Schulakademie vergibt jährlich 150 Hospitations­­stipendien an den rund 70 Preis­­träger­­schulen des Deutschen Schul­preises. Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

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