Konzept

Gelungener Übergang : Von der Kita zur Grund­schule

Durch eine enge Zusammenarbeit der Einrichtungen erleben die Kinder der Bremer Grundschule am Buntentor­steinweg den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule als einen kontinuierlichen und erfolgreichen Bildungs- und Erziehungs­weg.

02. Dezember 2020 Aktualisiert am 16. Dezember 2020
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Aufnahmedatum: Anfang März 2020 | Durch die Kooperation von Kitas und Grundschule kann an der Bremer Grundschule am Buntentor­steinweg die individuelle Entwicklung der Kinder bei der Einschulung berücksichtigt werden.

Das Konzept

Wann ist der „richtige“ Zeitpunkt für die Einschulung eines Kindes? Warum schulen andere Länder (Niederlande, Schweden, Dänemark, …) Kinder­garten­kinder zu unter­schiedlichen Zeitpunkten im Jahr ein, während in Deutschland an einem festen Termin fest­gehalten wird? Gibt es den einen richtigen Einschulungstermin? Was wäre hier denkbar?

Ausgehend von diesen Fragen beschlossen die Leitung und das Kollegium der Grundschule am Buntentor­steinweg in Bremen vor zehn Jahren, die individuelle Entwicklung der Kinder durch eine flexible Einschulung stärker zu berücksichtigen. Seit 2010 werden dort wie zuvor auch alle Erst­klässlerinnen und Erst­klässler nach den Sommer­ferien eingeschult. Einige Kinder, die, wie vorher fest­gestellt, noch etwas Zeit brauchen, starten jedoch nicht gleich mit dem vollen Stunden­umfang in den Schul­all­tag. Manche nehmen erst einmal nur zu bestimmten Stunden am Unterricht teil, zum Beispiel an Kunst oder Mathematik, weil ihnen diese Fächer besonders liegen. Andere kommen an einem festen Tag pro Woche in die Schule, die übrige Zeit verbringen diese sogenannten „Flex-Kinder“ weiterhin in ihrer gewohnten Kita.

Wir rücken zusammen und sind nicht mehr zwei unterschiedliche Systeme, Kita und Schule. Von einer guten Verzahnung profitieren alle Kinder.
Rose Herrgesell, Leiterin Kita „Arche“

An der Grundschule am Buntentorsteinweg profitieren jedes Jahr etwa fünf oder sechs der 66 Erst­klässlerinnen und Erst­klässler von diesem flexiblen Konzept. Die meisten von ihnen haben sich in der Regel bis zu den Herbst­ferien soweit an den Schul­alltag gewöhnt, dass sie die Schule anschließend problemlos in vollem Umfang besuchen können.

Möglich wird diese flexible Einschulung durch eine enge Abstimmung zwischen der Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen der Kinder­gärten und der Grund­schule. So gibt es zum Beispiel sowohl in den Kitas als auch in der Schule einen Morgen­kreis.

In der Schule findet zweimal im Jahr für jede der fünf an dem Programm beteiligten Kitas ein Forschungs­parcour in der Schule statt. Dabei geht es im Wechsel um die Fächer Deutsch und Mathematik. Die Vor­schul­kinder kommen dann mit ihren Erzieherinnen und Erziehern in die Schule und bearbeiten an verschiedenen Stationen kleinere Aufgaben zum jeweiligen Fach. Dabei betreuen Kinder aus der zweiten Klasse die Stationen und helfen den Kita-Kindern. Einmal im Jahr besuchen Schul­kinder auch die Kitas für einen Parcours im Fach Sachkunde.

Diese enge Zusammenarbeit soll gewährleisten, dass Kinder gemäß ihrer Entwicklung in die Schule wechseln und sich in der neuen Umgebung gut zurechtfinden.

Wir bedanken uns herzlich bei der Grundschule am Buntentorsteinweg.
Die Schule gehört zum Preis­­träger­­­netz­­­werk des Deutschen Schul­preises, aus dem die Deutsche Schulakademie die Beispiele guter Praxis gewinnt.

Die Deutsche Schulakademie ermöglicht Hospitationen an Preis­träger­schulen des Deutschen Schulpreises. Mehr Informationen zum Hospitationsprogramm finden Sie hier.