Konzept

Theater und Film : Kulturell-ästhetische Praxis in der Schule

Innerhalb von fünf Wochen inszenieren und produzieren Neuntklässler unter Anleitung von Profis ein Theaterstück und einen Spielfilm.

08. Februar 2019

Die fertigen Produktionen werden öffentlich einem großen Publikum präsentiert. Die Klassenspiel-Inszneierung der 9b “Was Ihr Wollt”, nach Shakespeare, fand unter der Leitung/Regie von Mario Krichbaum statt.

Informationen zur Schule

  • Name: Helene-Lange-Schule
  • Ort: Wiesbaden, Hessen
  • Schulform: Integrierte Gesamt­schule ohne gymnasiale Ober­stufe; UNESCO-Projekt­schule
  • Zahl der Schülerinnen und Schüler: ca. 620
  • Zahl der Lehrerinnen und Lehrer: ca. 45
  • Ansprechpersonen: Birgit Luick (Lehrerin für Deutsch, Sport und Kunst) / Alexander Scheid (Lehrer für Gesellschaftslehre und Kunst)
  • Kontakt: info@helene-lange-schule.de
  • Schulpreis im Jahr: 2007
  • Schul-Porträt: http://schulpreis.bosch-stiftung.de

Das Konzept

Kurz vor den Sommerferien müssen sich die vier achten Klassen der Helene-Lange-Ober­schule in Wiesbaden entscheiden, welches Projekt sie für das neunte Schul­jahr wählen wollen: Zwei Klassen dürfen ein Theater­stück auf die Bühne bringen, die anderen beiden einen Spiel­film produzieren. Die Jugendlichen sammeln Ideen und stellen sie einem Auswahl­gremium der Schule vor, das anschließend fest­legt, welche Klassen ein Theater­stück und welche einen Film realisieren werden.

Der Projekt­zeit­raum umfasst rund acht Wochen. Zunächst lernen die Schülerinnen und Schüler die professionellen Regisseure und Filme­macherinnen kennen. Im Projekt­bereich Theater wählt der Regisseur oder die Regisseurin ein Stück aus und entscheidet, wer die Rollen über­nimmt. Im Deutsch­unterricht bereiten die Schülerinnen und Schüler das Theater­stück vor und lernen neben dem Unterricht die Texte für ihre Rollen. In der folgenden fünf­wöchigen Intensiv­phase proben die Jugendlichen täglich unter Anleitung des Regisseurs/ der Regisseurin. Sie bauen die Bühnen­bilder und stellen Kostüme und Requisiten zusammen. Am Ende stehen sie gemeinsam als Klasse auf der Bühne, um ihr Stück insgesamt acht Mal aufzuführen.

Kinder und Jugendliche sehen vieles ganz anders als Erwachsene. Für mich ist es spannend zu erleben, dass sich die Dinge zunächst anders entwickeln als erwartet, aber am Ende trotzdem alles gut zusammen­passt.
Oliver Dürr, Regisseur und Projektbegleiter im Filmprojekt 2018

Im Projektbereich Film lernen die Jugendlichen zunächst die verschiedenen Tätig­keiten an einem Filmset kennen und entscheiden, welche davon sie über­nehmen möchten. Gemeinsam mit dem Regisseur/ der Regisseurin suchen sie nach geeigneten Film­ideen. In der Intensiv­phase arbeiten die Jugendlichen in kleinen Teams. Jede und jeder ist für einen bestimmten Bereich wie zum Beispiel Kamera, Ton oder Schauspiel verantwortlich. Mehrere Kurzfilme entstehen, die in einem weiteren Schritt miteinander verwoben werden. Alle Klassen und Lehrkräfte der Schule sehen sich den Film später an.

Während der fünfwöchigen Intensiv­phase sind die Schülerinnen und Schüler der an den Projekten beteiligten Klassen vom regulären Unterricht frei­gestellt.

Wir bedanken uns herzlich bei der Helene-Lange-Schule.
Die Schule gehört zum Preis­­träger­­netz­­werk des Deutschen Schul­preises, aus dem die Deutsche Schulakademie die Beispiele guter Praxis gewinnt.

Die Deutsche Schulakademie vergibt jährlich 150 Hospitations­­­stipendien an den rund 70 Preis­­träger­­schulen des Deutschen Schul­preises. Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

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