Konzept

Digitale Schule : Kreativ arbeiten und selbstständig lernen

Multimedial angereichertes Unterrichtsmaterial kann in Kombination mit neuen Unterrichtsmethoden und dem Einsatz von Tablets zu besseren Lernerfolgen führen. Gleichzeitig erwerben die Schülerinnen und Schüler notwendige Kompetenzen für ein erfolgreiches Lernen und Arbeiten im 21. Jahrhundert.

07. Mai 2018

Flipped Classroom: Auf Basis von eigens erstellten Tutorials erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler theoretische Grundlagen bereits vor dem Unterricht. So bleibt im übrigen Chemie-Unterricht mehr Zeit für Experimente.

Informationen zur Schule

  • Name: Realschule am Europakanal
  • Schulform: Realschule
  • Zahl der Schülerinnen und Schüler: 890
  • Zahl der Lehrerinnen und Lehrer: 70
  • Weiteres Personal: 5
  • Ansprechperson: Markus Bölling (Schulleiter)
  • Kontakt: sekretariat@real-euro.de
  • Schulpreis im Jahr: 2010
  • Schul-Porträt: http://schulpreis.bosch-stiftung.de

Das Konzept

An der Realschule am Europakanal in Erlangen gehört der Gebrauch von Tablets und Smartphones zum Unterrichtsalltag. Alle Schülerinnen und Schüler lernen hier den technischen, sozialen, kulturellen, aber auch kritischen Umgang mit digitalen Medien. In acht der insgesamt 32 Klassen verfügen die Jugendlichen über eigene iPads. Die anderen Klassen nutzen bei Bedarf Leihgeräte der Schule aus einem Pool oder arbeiten auf ihren persönlichen Smartphones, mit denen sie sich in das WLAN-Netz der Schule einloggen.

In den iPad-Klassen werden in weiten Teilen des Unterrichts digitale Medien eingesetzt. Jeder Schüler und jede Schülerin hat hier stets ein persönliches Gerät zur Hand. Durch die Kombination von interaktiven Büchern, Video-Tutorials, Recherchemöglichkeiten im Internet und Lern-Apps eignen sich die Schülerinnen und Schüler neben selbstständigen Arbeitsweisen auch verschiedene Arten von Medienkompetenzen an, wie zum Beispiel die Fähigkeit, mit Hilfe von digitalen Medien Präsentationen oder kurze Filme zu erstellen und Experimente zu dokumentieren. Alle haben über die WLAN-Verbindung und die interaktiven Whiteboards in den Klassen- und Fachräumen die Möglichkeit, Inhalte vom eigenen Gerät vorzuführen. Die Tafel ist somit nicht mehr nur ein Präsentationsmedium der Lehrkräfte, sondern auch der Schülerinnen und Schüler.

Durch den Einsatz digitaler Medien kann ich deutlich flexibler arbeiten und ganz unterschiedliche Unterrichtsszenarien aufbauen. Die Schüler können selbständiger und eigenverantwortlicher recherchieren und Arbeitsaufträge kreativer und individueller umsetzen.
Johannes Offinger, Lehrer für Englisch und Geschichte, Mitglied der erweiterten Schulleitung an der Realschule am Europakanal

Das Herzstück der digitalen Schule ist das schuleigene EDU-Blog, auf dem Unterrichtsinhalte von überall eingestellt und abgerufen werden können. Zusätzlich nutzt die Schule die Lernplattform MEBIS (Landesmedienzentrum Bayern). Daneben stellen die Lehrkräfte auf einem schuleigenen YouTube-Kanal Tutorials ein, die sie passgenau zum Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler selbst produzieren. Das elektronische Kommunikationssystem CLAXSS vereinfacht den Austausch mit den Eltern, die ihr Kind darüber krankmelden, Briefe abrufen oder Termine für den Elternsprechtag buchen können.

Die passgenauen didaktischen Settings für die Schülerinnen und Schüler basieren zum einen auf einer dynamischen technischen Infrastruktur mit einer cloudbasierten, skalierbaren WLAN-Architektur. Hoch performante Accesspoints ermöglichen jedem Benutzer einen schnellen und störungsarmen Zugang zu jeglichem digitalen Unterrichtsmaterial. Zum anderen wird das Thema Sicherheit großgeschrieben: Alle Verbindungen über WLAN sind mit der höchsten Verschlüsselungstechnologie abgesichert.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Konzeptes der digitalen Schule ist die Motivation und Fortbildung der Lehrkräfte, die durch ein System von vielen kleinen, schulinternen Lehrerfortbildungen, den sogenannten Micro-SCHILF, sichergestellt wird. In diesen wöchentlich durch die Schule an einem Nachmittag angebotenen kurzen Fortbildungen geht es stets um eine konkrete Frage aus dem Schulalltag, zum Beispiel: „Wie gehe ich mit dem WLAN-Tickets für die Schüler und Schülerinnen um?“ oder „Wie teile ich Dateien über die Cloud?“ Die Fortbildungen dauern in der Regel 30 bis 60 Minuten, das neu erlernte Wissen lässt sich im Anschluss sofort anwenden. Alle Lehrkräfte sind verpflichtet, mindestens sechs Pflicht-Basis-SCHILF zu absolvieren. Daneben gibt es die so genannten Flex-SCHILF: Lehrerinnen und Lehrer können an Vormittagen nach individuellem Bedarf und zeitlichen Möglichkeiten flexible Fortbildungen buchen. Erfahrene Lehrkräfte aus dem Digital-Team der Schule führen die SCHILF-Veranstaltungen durch.

Wir bedanken uns herzlich bei Realschule am Europakanal.
Die Schule gehört zum Preis­­träger­­netz­­werk des Deutschen Schul­preises, aus dem die Deutsche Schulakademie die Beispiele guter Praxis gewinnt.

Die Deutsche Schulakademie vergibt jährlich 150 Hospitations­­stipendien an den rund 70 Preis­­träger­­schulen des Deutschen Schul­preises. Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

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