Konzept

Lernen am anderen Ort : Das Projekt „Herausforderung“

Bei dem Projekt „Herausforderungen“ verlassen Schülerinnen und Schüler der Klassen­stufen 7 bis 10 für zwei Wochen ihren Alltag, um in nicht alltäglichen Situationen neue Erfahrungen zu machen und daran zu wachsen.

25. Oktober 2018

Mit dem Longboard von Berlin an die Ostsee: Eine Herausforderung, die sich lohnt. Schülerinnen und Schüler erfahren und überwinden im Projekt ihre eignen Grenzen.

Informationen zur Schule

  • Name: Heinz-Brandt-Schule
  • Schulform: Integrierte Sekundarschule im gebundenen Ganztagsbetrieb
  • Zahl der Schülerinnen und Schüler: ca. 450
  • Zahl der Lehrerinnen und Lehrer: 45
  • Ansprechpersonen: Jörn Langer (Lehrer für Spanisch und Sport) / Stefan Grzesikowski (Lehrer für Deutsch und Ethik)
  • Kontakt: kontakt@heinz-brandt-schule.de
  • Schulpreis im Jahr: 2011
  • Schul-Porträt: http://schulpreis.bosch-stiftung.de

Das Konzept

Aus der Komfortzone herauskommen, die eigenen Grenzen erfahren und sie über­winden, darum geht es in dem Projekt „Heraus­forderungen“ der Berliner Heinz-Brandt-Schule. Die Schüler­innen und Schüler sind zwei Wochen lang in alters­gemischten Gruppen von 12 bis 16 Personen unter­wegs, um an anderen Orten zu lernen, sich zu erproben und Leistungen zu erbringen, auf die alle gemeinsam stolz sein können. Die Teil­nahme ist frei­willig.

Das Projekt hat mir Selbstbewusstsein und Selbst­vertrauen gebracht. Und ich habe viel über andere Leute gelernt und wie ich mit ihnen umgehen muss.
Kira, Schülerin (15 Jahre)

Die Herausforderungen können einen sportlichen, sozialen oder kulturellen Charakter haben. So paddelten Jugendliche mit Kanus über schwedische Seen, pilgerten zu Fuß nach Santiago de Compostela, fuhren mit dem Rad vom Berliner Teufels­berg zur Zug­spitze oder rollten mit Long­boards (etwas längere Skate­boards) 260 Kilo­meter bis an die Ost­see. Andere Schüler­innen und Schüler bauten einen Pizza­ofen oder waren als Straßen­musikanten unter­wegs. Stets geht es darum, sich mit anderen zusammen einer Heraus­forderung zu stellen und sie gemeinsam zu bewältigen. Lehr­kräfte der Schule begleiten die Gruppen während des gesamten Projekt­zeit­raums.

Ein Dreivierteljahr vor dem Projekt­zeit­raum erfahren die Schülerinnen und Schüler, welche Heraus­forderungen zur Auswahl stehen und können sich mit einem Motivations­schreiben dafür bewerben. Anschließend haben sie Zeit, um das Projekt gemeinsam mit einer Lehr­kraft vorzu­bereiten und den erforderlichen finanziellen Eigen­anteil zu erarbeiten. Die Heraus­forderungen finden kurz vor dem Ende des Schul­jahres statt. Anschließend erfolgt eine Phase der Reflexion. Etwa ein Viertel der Schüler­schaft, rund 100 Jugendliche, nehmen jedes Jahr daran teil.

Die langfristige Vorbereitung in der Gruppe schafft ein gemeinsames Verständnis und führt zu Identifikation mit der Herausforderung.
©Lars Rettberg
Auf der Fahrt werden die nächsten Etappen gemeinschaftlich geplant.
©Lars Rettberg
Das Fahren des Versorgungsrades: Eine wichtige Aufgabe, bei der sich abgewechselt wird.
©Lars Rettberg
Selbst ein Kirschbaum wird bei der wenig luxuriösen Verpflegungslage zur Attraktion.
©Lars Rettberg
Auf der Tour geht es oft bis an die eigenen Grenzen.
©Lars Rettberg
Die gemeinsame Reflexion am Ziel, nach zwei Wochen voller Entbehrungen, ist ein Moment mit Gänsehaut.
©Lars Rettberg

Wir bedanken uns herzlich bei der Heinz-Brandt-Schule Berlin. Die Schule gehört zum Preis­­träger­­netz­­werk des Deutschen Schul­preises, aus dem die Deutsche Schulakademie die Beispiele guter Praxis gewinnt.

Die Deutsche Schulakademie vergibt jährlich 150 Hospitations­­stipendien an den rund 70 Preis­­träger­­schulen des Deutschen Schul­preises. Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

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