Kolumne

Reise nach Kenia : Was mich bei der Hospitation an einer Massai-Schule so beeindruckt hat

Auf all ihren Reisen versucht Lehrerin Sabine Czerny auch immer, die Schulen des jeweiligen Landes kennenzulernen. Einen ganz besonderen Eindruck hat bei ihr die Massai-Schule in Afrika hinterlassen. Warum? Dem Lehrer gilt dort eine ganz besondere Wertschätzung, und die Kinder können hier auch ohne häusliche Förderung erfolgreich sein. Für das Schulportal hat die Kolumnistin aufgeschrieben, wie sie den Unterricht und den Schulalltag dort erlebt hat.

Sabine Czerny Sabine Czerny 06. September 2022
Etwa 80 Kinder sitzen in der Massai-Schule in einer Klasse.
©Sabine Czerny

Dreißig Minuten Fahrt auf einer geteerten Straße, zu elft in einem normalen Pkw – zwei auf dem Beifahrersitz, zwei auf dem Fahrersitz, vier auf der Rückbank, drei im Kofferraum. Danach noch eine Stunde offroad, auf Wegen, die kaum als solche erkennbar sind und die bei jedem Regen ihren Verlauf ändern, durch Flüsse hindurch, durchdrehende und driftende Reifen, rechts und links immer wieder Zebras, Giraffen, Warzenschweine. Angekommen in einem Massai-Dorf.

Geplant war das an sich nicht – wie könnte man so was auch planen? Eine Fügung wohl eher. Und sie sollte mit das Bereicherndste auf meiner Backpacking-Afrikareise werden. Ich lebte also gut zwei Wochen mit den Massai, einem Urvolk in der Massai Mara, die sich über Teile Kenias und Tansanias erstreckt. Es gäbe so viel zu erzählen: wie sie leben, wovon sie sich ernähren, was für Träume sie haben, welche Umbrüche bevorstehen, wie das Handy ihr Leben verändert hat, wie das mit der Beschneidung ist, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind und vieles mehr. Aber für das Schulportal schreibe ich nun über die Schule und den Unterricht dort. (Okay, vielleicht lasse ich hier und da noch ein bisschen mehr einfließen 😊, letztlich malt das ein größeres und verständlicheres Bild.)

Normal ist ein Schulweg von eineinhalb Stunden zu Fuß

Es war wohl erneut Fügung, dass ich im „Businesscenter“ der Ansiedlung Stephen traf, der sich freute, dass ich Lehrerin bin, und mich einlud, die Massai-Schule kennenzulernen. Dazu muss man wissen, dass die meisten Massai bislang nicht zur Schule gegangen sind. Erst vor etwa zwanzig Jahren, erzählte man mir, gab es erste einzelne Massai-Kinder, die die Schule besuchten.

Eines dieser Kinder war Cephas. Cephas ist jetzt Lehrer an dieser Schule, und bei ihm durfte ich hospitieren. In Cephas brennt die Erkenntnis, wie wichtig Bildung ist, und so macht er sich immer wieder auf und besucht Familien in diesem viele Quadratkilometer großen Gebiet, um die Eltern zu überzeugen, ihre Kinder in die Schule zu schicken.

Einer dieser Väter hatte mit seinem Business etwas Geld verdient und spendete vor wenigen Jahren ein Schulgebäude – „way out in the woods“ würden wir auf Englisch sagen, wo keine staatliche Schule gebaut wird. Die Kinder kommen teilweise von weither, die Massai-Dörfer und -häuser liegen weitläufig verstreut in der Mara. Die Schule beginnt eigentlich um acht Uhr, aber viele Kinder trudeln erst gegen neun oder halb zehn Uhr ein. Ein Schulweg von eineinhalb Stunden ist normal – zu Fuß, stramm gegangen. Cephas und ich kommen, wie die anderen drei Lehrer, mit dem Motorrad aus der Siedlung. Über eine weitere halbe Stunde dauert die Fahrt noch tiefer in die Mara. Wer dort ein Motorrad hat, ist König – in der Siedlung gibt es wohl zwei oder drei, ebenso viele Autos. Immer mehr Massai arbeiten in der Stadt und müssen da irgendwie hinkommen, also fährt eine Art Sammeltaxi morgens in aller Herrgottsfrühe hin und abends wieder zurück.

Beim Schreiben merke ich, dass ich Begriffe nutze, unter denen wir uns hier etwas ganz anderes vorstellen als die Menschen in der Massai Mara. Das „Businesscenter“ dort, beispielsweise, besteht aus einer Ansammlung von Wellblech- oder Lehmhütten, teils mit Plastikplanen oder Karton abgedeckt. Dort kann man Fleisch kaufen, das von einem an einem Haken hängenden, ungekühlten Tier wahllos abgeschnitten wird, oder Grünkohl oder Maismehl, um „Ugali“ zu machen, einen ungesalzenen Maisbrei – dafür gibt man Maismehl in heißes Wasser, lässt es dort unter Rühren aufquellen und brät es dann kurz an. Für viele dort ist es das tägliche Essen. Manchmal gibt es auch Nudeln oder Reis, wenn eines der Autos davon etwas aus der Stadt mitgebracht hat. Auch Decken und Perlen werden dort verkauft, vereinzelt Werkzeuge, Schrauben, es gibt eine Art Schreinerei und jemand mit einem Schweißgerät. Und es gibt im „Businesscenter“ ein Solarpanel, sodass die wenigen Handys, die ihren Weg inzwischen auch zu den Massai gefunden haben, wieder aufgeladen werden können.

80 Kinder in einer Klasse

Das Schulhaus, das sind drei Ziegel-/Lehmhütten, schwarze Farbe an der Wand dient als Schultafel, die Schülertische und -bänke bestehen aus zusammengenagelten Holzbrettern. Im „Lehrerzimmer“ befinden sich eine Feuerstelle, ein paar Plastikbecher und ein zerbrochener Plastikstuhl. Das Klo ist ein Loch im Boden. Der Gong, eine Autoreifenfelge, hängt draußen an einem Ast, Wasser für die Schule bringen die Kinder manchmal von Zuhause mit und spenden es. Fließend Wasser gibt es hier ebenso wenig wie Elektrizität. Ich erinnere mich, wie ich vor meiner ersten Nacht am Ort fragte, ob es hier Spinnen, Ungeziefer oder giftige Schlangen gäbe, und man mir nachdrücklich versicherte, auf keinen Fall. Tja, sagen wir so: Ohne Licht sieht man die Tierchen natürlich nicht, aber ich hatte eine Stirnlampe dabei. Es kreuchte und fleuchte nur so an den Lehmwänden meiner Schlafstätte. Die ich nachts allerdings besser nicht verlassen sollte – die meisten Todesfälle hier werden durch Begegnungen mit Elefanten und Büffeln verursacht, noch mehr als durch die mit Löwen und Leoparden, denen manchmal selbst erfahrene Hirten und Jäger nicht gewachsen sind. Eines Vormittags kurz vor der Pause kam der „Rektor“ in die unsere Klasse und schickte alle Kinder heim – man habe etwas weiter die Straße hinauf einen Elefanten gesichtet.

Ich will gern gestehen, dass ich mein Herz an diese Schule verloren habe. In jede der drei Klassen gehen etwa 80 Kinder. Es gibt eine Klasse für die Vorschulkinder bis etwa sechs, sieben Jahre, je eine weitere für Sieben- bis Achtjährige und Neun- bis Zehnjährige. Wer danach weiter zur Schule gehen will, geht in eine der weiter entfernten Staatsschulen. Jedes Kind muss Schulgeld zahlen, was es für manche Kinder unmöglich macht, die Schule zu besuchen, weil die Familie kein Einkommen hat, und jedes Kind braucht eine Schuluniform – selbst in der Massai-Schule, die, wenn ich es richtig verstanden habe, versucht, staatlich zu werden, um mehr Unterstützung zu bekommen. Die Massai sprechen Massai, manche von ihnen auch Suaheli und Englisch, eine Kommunikation ist also möglich.

„Sopa!“, hallo! – immer mehr Massai lernen jetzt auch Lesen und Schreiben, und für mich ist es jedesmal eine große Freude, wenn eine Whatsapp von einem meiner Massai-Freunde bei mir aufploppt. Und ja, eigenartig: Menschen eines Urvolks, die sich immer noch vom warmen Blut ihrer Tiere ernähren, in Lehmhütten ohne Strom und Wasser und ohne jeglichen Komfort leben, die oftmals nichts anderes als ihre „Shukas“ tragen, die Wolldecken, die sie um ihre Körper schlingen, nutzen Whatsapp!

Die Motorradfahrt zur Schule frisst gut die Hälfte des Lehrergehalts

160 Kinderaugen schauen mich an – irritiert, verängstigt, neugierig. Die meisten von ihnen haben noch nie einen hellhäutigen Menschen gesehen. Irgendwie fast unvorstellbar für mich. Aber Cephas stellt mich vor, und die Angespanntheit weicht einem Glucksen und Kichern und erwartungsvollen Strahlen. Die ersten Stunden schaue ich zu, dann erhofft Cephas sich, dass ich übernehme und er etwas lernen kann. Von jemandem aus Europa. Europa! Wo alle Menschen reich sind, wo alles schön ist, wo man nur mit dem Flugzeug hinkommt, so weit ist es weg. Eine richtige Lehrerausbildung hat Cephas nicht – also schon irgendwie etwas, das sich so nennt, aber richtig gewappnet fühlt er sich nicht. Cephas ist Mitte, Ende Zwanzig und putzt sich morgens, wenn er in die Schule kommt, als Erstes mit dem Zweig eines Busches die Zähne. Er trägt eine Lederjacke, die er für ein paar Kenia-Schillinge auf dem Markt gekauft hat, auf dem Kleiderspenden aus aller Welt verkauft werden. Viele verschiedene Kleidungsstücke hat er nicht, dabei gehört er als Lehrer zu den Privilegierten in der Gemeinschaft. Ich durfte ihn zu Hause besuchen. Er lebt durchaus gehobener – statt aus Lehm ist sein Haus aus Wellblech, und statt auf Tierfellen auf dem nackten Boden, wie meine Gastgeber, schlafen Cephas und seine Frau, die gerade ihr erstes Kind geboren hat, auf einer alten Matratze. Cephas wünscht sich, dass bald eine Lehrerunterkunft in der Schule gebaut wird, auch wenn er seine Familie dann nur noch am Wochenende sieht. Aber die täglichen Motorradfahrten fressen eben gut die Hälfte seines Gehalts auf.

Die erste Stunde beginnt. Die Kinder stehen auf, ein kleines Begrüßungsritual. Guten Morgen! Wie geht es euch? – Gut, vielen Dank, lieber Lehrer, vielen Dank!, antworten die Kinder im Chor, und es klingt wie eine festgelegte Abfolge von Wörtern, die sie jeden Tag repetieren. Die Kinder achten ihren Lehrer sehr. Nie muss er zur Ruhe ermahnen, nie schimpfen. Zur Schule gehen zu dürfen ist hier ein Privileg, und die Kinder sind sich dessen bewusst. Vielen Kindern fehlt das Geld für die einfachsten Materialien, Farbstifte gibt es gar nicht, zum Spitzen des Bleistifts wird eine Rasierklinge verwendet, und wer das Geld für die benötigten fünf Schreibhefte nicht hat, schreibt alle Fächer in ein Heft. Auch ein Radiergummi hat nicht jedes Kind, aber sie sind sehr nett untereinander und helfen einander aus. Dicht an dicht sitzen sie, vier Kinder an einem Brettertisch von etwas über einem Meter, der nicht mehr Tiefe hat als eben ein Brett, also 20, vielleicht auch 30 Zentimeter. Hinten und vorn biegen sich die Hefte über dem Tisch nach unten, wenige ebene Zentimeter müssen zum Schreiben reichen.

Cephas zieht ein großes dickes Din-A4-Buch hervor, schlägt es auf und liest vor. Heute geht es um die verschiedenen Bodenarten, Lehm, Ton, Humus, Sand. Diese werden in dem Text beschrieben. Er fügt noch ein paar Fragen an, die unter dem Text notiert sind. Die Kinder melden sich und beantworten sie. Cephas lässt die Kinder die Inhalte noch mal im Chor wiederholen, er spricht vor, sie sprechen nach – immer ein paarmal, damit sie es sich einprägen. Anschließend schreibt Cephas den Text auf die Wandtafel, also auf die schwarze Farbe an der Wand. Was er schreibt, ist kaum lesbar. Die Tafel ist schon lange nicht mehr gewischt worden – kein Wasser. Auch einen Schwamm gibt es nicht und einen Abzieher schon gar nicht. Und: Cephas schreibt, wie er halt schreibt, in Erwachsenenschrift. Die Kinder haben aber noch nicht lesen und schreiben gelernt, und so schreiben sie halt so gut ab, wie es eben geht. Die nächste halbe Stunde über lehnt Cephas am Fenster, also an dem Loch, das beim Bau ausgespart wurde und durch das ein kühlender Wind bläst, und wartet, bis die Kinder fertig werden.

In der folgenden Stunde gibt es Mathematik. Wieder schlägt Cephas sein Buch auf, liest einen Text vor, liest Fragen vor, er schreibt Minusrechnungen bis 10 an die Tafel, die Kinder zählen mithilfe ihrer Finger runter, melden sich und antworten, danach sprechen alle im Chor, anschließend schreiben sie wieder alles ab. Hin und wieder geht Cephas durch die Reihen und hakt Einträge ab, ohne Lob, ohne Tadel, ohne Prüfung, ohne Korrektur. Draußen schlägt jemand auf den Schulgong, also auf die Autofelge, die im Baum hängt: Es ist Pause.

Ein Buch für alle Fächer

Ich werde in den nächsten Tagen erfahren, dass jede Stunde so abläuft – egal, ob Mathematik, Religion, Englisch, Suaheli, Sachkunde. Es ist laut Cephas das gleiche Buch, das offenbar auch die staatlichen Lehrer zum Unterrichten nutzen. In diesem Buch stehen die Inhalte aller Fächer in jeweils kleinen Portionen, sodass jeden Tag ein Teil vorgelesen wird, Lückentext oder Fragen dazu und abschreiben. Also: so gut ein Kind, das noch nicht lesen und schreiben kann, einen Text in Erwachsenenschrift eben abschreiben kann. In Sport bleiben die Kinder eine Stunde draußen und spielen Fußball, mit einem aus Stoffstücken und Gummis selbst gebastelten Ball, spielen Kästchenhüpfen oder Lauf- und Fangspiele, wie bei uns. Eine Turnhalle, einen Sportplatz, Turngeräte et cetera gibt es nicht. In Handarbeit/Werken basteln sie Baumgesichter aus Lehm, und in Musik lernen sie Massai-Lieder und die typischen Tänze. Und nein, Gruppenarbeiten, Partnerarbeiten, Freiarbeit, Wochenplanarbeit, überhaupt jegliche individuelle Förderung – kennen sie nicht. Es gibt auch kein Papier, keine Farbe, keine Materialien, keinen Kopierer, keinen Overheadprojektor, nichts … außer der schwarzen „Tafel“ und, so Gott will, weiße Kreide, mitgebracht aus der großen Stadt. Einmal in der Woche versammeln sich alle Kinder auf der Wiese, ausgewählte von ihnen marschieren auf, hissen eine Flagge und sprechen Verse, andere singen und tanzen. Sie gehen alle gern in die Schule, das sieht man ihnen an.

Nie würden die Kinder den Unterricht stören

In den nächsten Tagen lernen wir gemeinsam. In der Stadt habe ich übers Wochenende blaue und rote Farbe, Pinsel und einiges andere gekauft, und wir basteln aus Steinen und Zweigen Rechenmaterialien, damit die Kinder eine Zahlvorstellung bekommen und nicht nur zählen. Irgendwo ergattere ich auch ein Plakat mit dem Alphabet, sodass diejenigen Kinder, die sich mit der unbeabsichtigt gelehrten Ganzwortmethode etwas schwertun, die Buchstaben und Laute lernen können. Wir finden noch einen größeren Tisch und üben ein, wie immer ein paar Kinder, parallel zum Klassenunterricht, selbstständig mit den Materialien arbeiten können und dann, ohne zu stören, tauschen. Und wir lernen einen Kanon – ein Begrüßungslied mit mehreren Sprachen. So etwas kannten die Kinder noch nicht. Wie bass erstaunt sie waren, mehrstimmig zu singen, und welche Freude es für sie war! Der Abschied fiel mir schwer, und umgekehrt ging es Cephas und den Kindern auch so. Wie sehr man in zwei Wochen vertraut miteinander werden kann. Ob ich wieder hinfahren werde? Ich hoffe es sehr. Sehr.

Vielleicht noch einige Worte in eigener Sache:

Auffällig ist, welche Wertschätzung und Achtung eine Lehrkraft in der Massai Mara erfährt. Nie würde ein Kind den Unterricht stören. Und mit großer Freude zeigen die Kinder ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer mit einem kleinen Singspiel, wie sehr sie ihn bzw. sie lieben. Dafür wiegen alle gemeinsam ihre gefalteten Hände erst an der einen Wange, dann an der anderen, sprechen dazu „One, two, three awhaa; one two three awhaa“, um dann mit „One two three *smack*“ zu enden und dabei dem Lehrer eine Kusshand zuzuwerfen. Die Kinder fühlen sich sichtlich gut aufgehoben und dankbar. Achtung und Respekt kommt auch bei alltäglichen Begegnungen zwischen Alt und Jung zum Ausdruck: Kommt ein Kind auf einen Erwachsenen zu, senkt es den Kopf, ehrerbietig, und der Erwachsene hält seine Hand über den Kopf des Kindes, das Kind segnend und Schutz und Behütung signalisierend.

Und wie übrigens bei mittlerweile allen meinen Reisen, auf denen ich immer versuche, die Schulen des Landes kennenzulernen und zu besuchen: In keinem Land außer den deutschsprachigen Ländern wurde jemals der Begriff der „Intelligenz“ erwähnt. Er spielt keine Rolle im Denken der Lehrkräfte und Eltern, die ich getroffen habe. Es gibt vielmehr, so wie ich es auch in Kenia erlebt habe, entweder finanziell und sozial privilegierte oder weniger privilegierte Kinder und eben fleißige und weniger fleißige Kinder. Die Kinder gehen in der Regel neun oder zehn Jahre lang gemeinsam in die Schule und entscheiden danach, ob sie weiterlernen oder einen Beruf ergreifen wollen. Die Prüfungen haben keine „Anforderungsstufen“, und es werden keine Transferleistungen oder Ähnliches erwartet, um eine besondere Begabung oder Intelligenz festzustellen. Alle Fragen spiegeln direkt den Unterricht und das Gelernte wider, sodass jedes Kind – auch ohne zusätzliche häusliche Förderung – allein durch eigenen Fleiß und Aufmerksamkeit erfolgreich sein kann und sich jede Lehrkraft über die vielen guten Leistungen seiner Schülerinnen und Schüler freuen kann.

Zur Person

  • Sabine Czerny ist seit mehr als 20 Jahren Lehrerin und unter­richtet in einer Grund­schule im Groß­raum München derzeit eine Deutschklasse. Zusätzlich gibt sie Fach­unter­richt in anderen Klassen, auch in der Mittel­schule.
  • Vor gut einem Jahr­zehnt machte Sabine Czerny bundesweit Schlag­zeilen: Weil ihre Schüler­innen und Schüler zu viele gute Noten erzielten, wurde sie straf­versetzt.
  • 2009 wurde sie mit einem Preis für Zivil­courage, dem Karl-Steinbauer-Zeichen, aus­gezeichnet. Ein Jahr später erschien ihr Buch „Was wir unseren Kindern in der Schule antun … und wie wir das ändern können“.
  • Für Das Deutsche Schulportal schreibt Sabine Czerny eine Kolumne.