Diskussion : Was gehört in den Bildungskanon?

Was muss man heute wissen? Welche Erfindungen, welche Meisterwerke der Kunst oder Literatur sollte jede Schülerin oder jeder Schüler kennen? Diese Fragen stellte Thomas Kerstan, Bildungskorrespondent der ZEIT, kürzlich. Kerstan lieferte auch selbst einen Vorschlag für einen Kanon mit hundert Werken und löste damit eine breite Debatte aus. Unter #diekanon verfassten Sibylle Berg gemeinsam mit weiteren Frauen einen Gegenvorschlag auf Spiegel Online und Watson. Welche Werke sind wichtig, um die Welt zu verstehen? Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben, welchen Song sollte jeder gehört haben, welchen Film sollte jeder gesehen haben? Diskutieren Sie mit!

10. September 2018 / 7 Kommentare

7 Kommentare

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#7 – 11.09.2018 Tiberius R.

Nicht was, sondern wie? Das ist hier die Frage

Entscheidender als die Frage nach dem Werk, das die SuS gelesen haben MÜSSEN, finde ich die Frage danach, wie sie für ein bestimmtes Thema, Buch, eine Autorin usw. begeistert werden können. So begeistert werden können, dass daraus etwas entstehen kann, eine Auseinandersetzung, Kreativität usw. Dann ist es egal, ob der gute alte Ludwig van oder die Sexpistols, die Apologie des Sokrates oder Donald Duck rezipiert wird. (Von mir aus auch auf dem Smartphone!).
#6 – 11.09.2018 Nina Altmaier
Trotz der etwas platten Charakterdarstellungen fand ich als Jugendliche "Das Haus der Treppen" sehr eindrucksvoll. Aktuell scheint mir außerdem "The Handmaid’s Tale" als wichtig, was sich ja auch mit der neuen Serie zum Stoff verknüpfen ließe. Wäre man bereit, einen Kanon um nicht-westliche Werke zu erweitern, wären vielleicht aber auch Filme wie "Grave of the Fireflies" interessant. Und was mir bei Sibylle Bergs Version noch gefehlt hat: "Nanette" von Hannah Gadsby.
#5 – 11.09.2018 Laura W.
Zum Thema Verantwortung gegenüber Haustieren oder generell anderen Lebewesen gegenüber finde ich dieses Buch toll: "Josef Schaf will auch einen Menschen". Wunderschön illustriert und mit viel Witz. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Vielleicht Pflichtlektüre für alle Kinder, die gern ein Haustier haben wollen...?
#4 – 10.09.2018 Anuschka V.D.
Was nicht fehlen darf aus meiner Sicht: Sophies Welt von Jostein Gaarder
#3 – 10.09.2018 Heike F.

Bücher sind so wichtig

Auch ich finde Bücher schon in Grundschulzeit sehr wichtig. Um Kinder an Bücher heranzuführen, sind unbedingt die Eltern gefragt. Die abendliche Vorlesegeschichte weckt so viel Interesse ans Weiterlesen... Auch ich habe gerade in Klasse 1 mit „Die kleine Raupe Nimmersatt“ gute Erfahrungen gesammelt. Die Kinder lieben das Buch, genau wie „Der Grüffelo“. Ab Klasse 2 ist „Hamsteralarm“ eine tolle Geschichte, in der die Kinder auch etwas über Versntwortung für Haustiere lernen. Wie schon in vorigen Kommentaren erwähnt sind Erich Kästner und Astrid Lindgren gutes Potenzial, um Lust auf Buch zu wecken.
#2 – 10.09.2018 Petra T.

Bücher überhaupt!

Ich merke bei meiner Arbeit mit Förderkindern in der Grundschule (Brennpunktschule), dass das Buch im Leben meiner Schüler eine immer geringere Rolle spielt, sie zur Schule kommen, ohne zum Teil überhaupt auch nur ein einziges eigenes Buch zu besitzen. Ich lese Märchen vor, in der reichlich illustrierten Variante, um Interesse zu wecken. Später habe ich sehr gute Erfahrungen mit „Klassikern“ wie „Der kleine Angsthase“ , „Der Grüffelo“ oder „Die kleine Raupe Nimmersatt“ gemacht - in den ersten beiden Schuljahren. Und für die weitere Grundschulzeit fände ich ein weit gefächertes Angebot an Kinderliteratur - sich orientierend an den Vorlieben meiner Schüler - wichtiger, als starre Themenvorgaben einzuhalten. Der Schwerpunkt in der Grundschule kann durchaus heißen: Ich finde ein Buch, das meine Schüler freiwillig zu Ende lesen und im besten Fall nach dem nächsten fragen. Astrid Lindgren, Michael Ende und Erich Kästners „ Emil und die Detektive“ sollten auf jeden Fall dabei sein.
#1 – 10.09.2018 Florentine Anders

Film und Architektur

Die Bereiche Film und Architektur kommen meiner Meinung nach in der Schule viel zu kurz. Zur Allgemeinbildung sollte zum Beispiel auch ein Stummfilm wie "Sinfonie einer Großstadt" (1927) gehören. In der Architektur sollten Schüler auch mal ein Gebäude der Architektin Zaha Hadid gesehen haben.
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