Über das Instrument

Mit dem Deutschen Schulbarometer werden Daten erhoben, die es ermöglichen, die aktuelle Situation der Schulen in Deutschland aus Sicht jener Personengruppen zu beschreiben, die sie täglich mitgestalten und erleben.

Die Robert Bosch Stiftung hat das Barometer erstmals 2019 als Elternbefragung in Kooperation mit der ZEIT und unterstützt durch ein Meinungsforschungsinstitut durchgeführt. Während der Corona-Pandemie folgten unter dem Titel-Zusatz „Spezial“ drei Befragungen repräsentativer Stichproben von Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen. Im Fokus standen dabei die kurz- und langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf Unterricht und Schule. Die Robert Bosch Stiftung plant, das Deutsche Schulbarometer weiterzuentwickeln und die repräsentativen Befragungen unter anderem von Lehrkräften regelmäßig fortzuführen.

Sie sind Pressevertreterin oder Presservertreter und haben Fragen zum Deutschen Schulbarometer? Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle der Robert Bosch Stiftung.

Die Befragungszeitpunkte

Schulbarometer
Schulschließung
Corona Fallzahlen
Fallzahlen
Drei Ausgaben des Deutschen Schulbarometers bezogen sich unmittelbar auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Pandemieverlauf wird in diesem Schaubild anhand der Corona-Fallzahlen des Robert Koch-Instituts nachvollzogen (Gesamtübersicht der pro Tag ans RKI übermittelten Fälle).
300.000
200.000
100.000
0
Elternbefragung
JUL 2019
1. Lehrkräftebefragung APR 2020
2. Lehrkräftebefragung DEZ 2020
3. Lehrkräftebefragung SEP 2021
4. Lehrkräftebefragung APR 2022
Elternbefragung
JUL 2019
Zeitraum
Juni/Juli 2019
Stichprobe
1.001 Eltern von Kindern an Grund- und weiterführenden Schulen bundesweit
Durchführung
infas
Übergeordnete Fragen
Wie zufrieden sind Eltern mit der Schule ihres Kindes?
Wie sehr engagieren sich Eltern für den Schulerfolg ihres Kindes?
Wie bewerten Eltern das Potenzial der Ganztagsschule?
13. März 2020
1. Schulschließung
1. Lehrkräftebefragung
APR 2020
Zeitraum
April 2020
Stichprobe
1.031 Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen bundesweit
Durchführung
forsa
Übergeordnete Fragen
Wie organisieren Schulen ihren Fernunterricht?
Wie gut sind Schulen technisch ausgestattet?
Mit welchen Auswirkungen der Schulschließungen rechnen Lehrkräfte?
2. Lehrkräftebefragung
DEZ 2020
Zeitraum
Dezember 2020
Stichprobe
1.015 Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen bundesweit
Durchführung
forsa
Übergeordnete Fragen
Sind Schulen besser auf erneuten Fernunterricht vorbereitet?
Wie gut sind Schulen technisch ausgestattet?
Wie haben sich Schulen und Unterricht pandemiebedingt verändert?
Dezember 2020
2. Schulschließung
3. Lehrkräftebefragung
SEP 2021
Zeitraum
September 2021
Stichprobe
1.001 Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen bundesweit
Durchführung
forsa
Übergeordnete Fragen
Wie haben sich Schulen und Unterricht pandemiebedingt verändert?
Inwiefern stellen Lehrkräfte Lernrückstände und psychosoziale Probleme bei Kindern und Jugendlichen fest und wie reagieren Schulen darauf?
Wie gut sind Schulen technisch ausgestattet?
Inwiefern unterscheidet sich die Situation an Brennpunktschulen von anderen Schulen?
2. Elternbefragung
APR 2022
Zeitraum
April 2022
Stichprobe
1.017 Lehrkräfte allgemeinbildender und berufsbildender Schulen bundesweit
Durchführung
forsa
Übergeordnete Fragen
Wie stellt sich das berufliche Belastungserleben von Lehrkräften dar?
Wie zufrieden sind Lehrkräfte mit ihrem Beruf?
Inwiefern stellen Lehrkräfte Lernrückstände und psychosoziale Probleme bei Kindern und Jugendlichen in Folge der Pandemie fest?
Wie werden geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine beschult?
Wie bereiten sich Schulen auf die Aufnahme weiterer Geflüchteter vor?
Quelle: Robert Koch-Institut, Coronavirus SARS-CoV-2: Gesamtübersicht der pro Tag ans RKI übermittelten Fälle.

Ausgewählte Fragestellungen

Das Deutsche Schulbarometer ermöglicht Vergleiche zum Beispiel zwischen Regionen, Schularten oder sozialen Lagen. Bei wiederholt gestellten Fragen wird zudem eine zeitliche Entwicklung erkennbar. Nutzen Sie die Filter, um die Ergebnisse ausgewählter Fragestellungen der Umfragezeiträume September 2021 und Dezember 2020 miteinander zu vergleichen. Die vollständigen Ergebnisse können Sie unten auf der Seite herunterladen.

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Zeitraum

Zeitraum
Angezeigt werden Ergebnisse der zwei aktuellsten Befragungen. Daten liegen mitunter nicht vor, weil die ausgewählte Frage bislang nur einmal gestellt wurde oder weil der Sozialraumindikator ausschließlich im September 2021 erhoben wurde.

Schulform

Haupt-/Real-/Gesamtschulen
Gymnasien
Förderschulen
Grundschulen
Schulform
Befragt wurde eine repräsentative Stichprobe von Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen. Das umfasst Grundschulen, Förderschulen, Gymnasien und alle anderen weiterführenden Schularten, die zur besseren Vergleichbarkeit in einer Analysegruppe (Haupt-/Real-/Gesamtschulen) zusammengefasst wurden.

Bundesland

Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen
Bayern
Bundesland
Es werden nur die Ergebnisse der drei bevölkerungsreichsten Bundesländer ausgewiesen, da nur diese aufgrund der Fallzahlen belastbar sind. Es gilt eine bei allen Stichproben mögliche Fehlertoleranzquote, in diesem Fall +/- 3 Prozentpunkte.
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Weitere Filter
1/11
Wo gibt es den größten Verbesserungsbedarf im Hinblick auf Fern- oder Hybridunterricht? (Mehrfachnennungen möglich)
bei der technischen Ausstattung der Schülerinnen und Schüler zu Hause
76%
80%
bei der technischen Ausstattung der Schule
58%
58%
bei der Verfügbarkeit qualitativ guter Inhalte für das onlinegestützte Lernen
51%
48%
bei den Kompetenzen der Lehrkräfte
51%
57%
bei der Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses an der Schule, wie digitale Formate im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden sollen
46%
43%
bei der technischen Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten
46%
58%
bei der Bereitschaft von Lehrkräften, digitale Lernformate im Unterricht auch einzusetzen
32%
23%
Wo gibt es den größten Verbesserungsbedarf im Hinblick auf Fern- oder Hybridunterricht? (Mehrfachnennungen möglich)
bei der technischen Ausstattung der Schülerinnen und Schüler zu Hause
76%
80%
bei der technischen Ausstattung der Schule
58%
58%
bei der Verfügbarkeit qualitativ guter Inhalte für das onlinegestützte Lernen
51%
48%
bei den Kompetenzen der Lehrkräfte
51%
57%
bei der Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses an der Schule, wie digitale Formate im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden sollen
46%
43%
bei der technischen Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten
46%
58%
bei der Bereitschaft von Lehrkräften, digitale Lernformate im Unterricht auch einzusetzen
32%
23%
Haben die Schulen verbindliche Konzepte für den Fern- oder Hybridunterricht erarbeitet?
Kontakt zu allen Schülerinnen und Schülern bzw. ihren Familien aufrechterhalten
65%
60%
Schülerinnen und Schülern regelmäßiges, individuelles Feedback geben
48%
41%
Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten individuell unterstützen
30%
23%
Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihre Lernziele und ihren Lernfortschritt selbst zu planen und zu dokumentieren
22%
22%
Verfügen die Schulen über die nötige Hard- und Software?
Lern- und Arbeitsplattform (Lernmanagementsystem), um mit Schülerinnen und Schülern zu kommunizieren und Aufgaben einzustellen, zu bewerten usw.
86%
78%
technische Möglichkeit, um Unterricht per Videokonferenz durchzuführen
61%
47%
(Dienst-)Laptops oder Tablets für (fast) alle Lehrkräfte
53%
19%
ausreichend starke Internetverbindung im Schulgebäude
38%
36%
Laptops oder Tablets für (fast) alle Schülerinnen und Schüler
20%
9%
Für welche Bereiche der Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung nutzen Lehrkräfte gelegentlich digitale Tools?
für Austausch und Abstimmung im Kollegium
72%
64%
für die Aneignung neuer Lerninhalte (z.B. mit Erklärvideos, Frontalunterricht)
66%
62%
für eigenständiges Üben, z.B. Lernspiele, Lern-Apps
65%
58%
für den individuellen Austausch mit einem Schüler/einer Schülerin (z.B. für Feedback, Lernrückmeldung, etc.)
52%
49%
für das Verteilen, Einreichen und Korrigieren von Aufgaben
46%
48%
für die Interaktion mit einer Lerngruppe, z.B. gemeinsames Besprechen von Fragen, Aufgaben, usw.
32%
28%
für virtuellen synchronen Unterricht/ Unterricht in Echtzeit per Stream/Videokonferenz
26%
24%
für kooperative Lernformen, z.B. Gruppenarbeit
26%
20%
für Leistungserhebungen/ Tests
16%
11%
Wie beurteilen Lehrkräfte die digitale Ausstattung ihrer Schule für die Durchführung von Fern- oder Hybridunterricht?
sehr gut
9%
7%
gut
42%
31%
weniger gut
30%
32%
schlecht
17%
29%
Wie viele Schülerinnen und Schüler haben die Lernziele im Schuljahr 2020/21 im Vergleich zu den beiden Vorjahren erreicht?
kein Unterschied
22%
deutlich weniger /eher weniger
72%
eher mehr /deutlich mehr
4%
Auf welche Weise werden eventuelle Lernrückstände in Mathematik, Deutsch und ggf. weiteren Fächern erfasst?
Einschätzung der Fachlehrkräfte im laufenden Unterricht
81%
empirisch validierte Tests/ Lernstandserhebungen (z.B. VERA, KERMIT etc.)
51%
eigene an der Schule entwickelte diagnostische Leistungstests oder Tests aus einschlägigen Lehrwerken
30%
außerplanmäßige Konferenzen zu Beginn des neuen Schuljahres
20%
Wie werden die Schülerinnen und Schüler gefördert, um Lernrückstände auszugleichen?
durch die übliche Differenzierung im regulären Unterricht
74%
durch die Möglichkeit der Wiederholung eines Jahrgangs ohne Anrechnung auf die Schulverweildauer
49%
durch zusätzliche Angebote in der lernfreien Zeit (Sommer- oder Herbstschulen)
47%
über die Stundentafel hinaus durch zusätzliche Lernangebote für einzelne Schülerinnen und Schüler mit besonders großen Lernrückständen
40%
über die Stundentafel hinaus durch zusätzliche Lernangebote für alle Schülerinnen und Schüler
28%
durch Kooperationsangebote außerhalb der Schule
20%
durch eine temporäre Anpassung der Stundentafel zugunsten von Deutsch und Mathematik
18%
Wo würden Lehrkräfte hohe Priorität setzen, um Pandemiefolgen bei Kindern und Jugendlichen zu kompensieren?
Soziale und psychische Folgen der Pandemie bewältigen durch gezielte Stärkung der pädagogischen Beziehung zwischen Lehrkräften und ihren Schülerinnen und Schülern.
59%
Soziale und psychische Folgen der Pandemie bewältigen durch eine verstärkte Einbindung von Schulsozialarbeit, Schulpsychologie etc.
55%
Lernrückstände durch stärkere individuelle Förderung und Differenzierung im regulären Unterricht ausgleichen.
46%
Lernrückstände durch zusätzliche Lernangebote für Schülerinnen und Schüler ausgleichen.
42%
Lernrückstände mittels diagnostischer Verfahren systematisch erfassen.
18%
Wie hat sich die Schule durch die Pandemie weiterentwickelt?
An meiner Schule wurden seit März 2020 einige Dinge im Hinblick auf digitale Lernformate oder die digitale Kommunikation umgesetzt, die ohne die Schulschließungen vermutlich erst später oder gar nicht umgesetzt worden wären.
86%
78%
Die Kommunikation zwischen Lehrkräften, Eltern und Schülern läuft auch im Präsenzbetrieb nun stärker über digitale Kanäle als vor März 2020.
71%
64%
Der Austausch zwischen Lehrkräften, Schülern und Eltern ist insgesamt intensiver als vor März 2020.
46%
37%
Ich glaube, dass wir nach der Pandemie schnell wieder zu alten Routinen und Lehr-/Lernformen zurückkehren werden.
46%
49%
Die Corona-Krise wird insgesamt betrachtet langfristig zu positiven Veränderungen an meiner Schule führen.
43%
44%
Wie hat sich das Unterrichtshandeln der Lehrkräfte durch die Pandemie verändert?
Ich habe seit März 2020 neue Methoden, Instrumente oder Ansätze im Unterricht erprobt, die ich auch in Zukunft anwenden werde.
76%
69%
Ich setze digitale Tools nun häufiger auch im Präsenzunterricht ein als vor März 2020.
60%
46%
Ich befähige meine Schülerinnen und Schüler jetzt stärker dazu, mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen als vor März 2020.
54%
53%
September 2021
Dezember 2020
Gesamtheit aller Befragten
Keine Daten

April

2022

Die Auswirkungen der Pandemie, gepaart mit dem Fachkräftemangel und der jüngsten Fluchtbewegung stellen Schulen vor massive Herausforderungen. Im Fokus der Befragung von Lehrkräften an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen standen das berufliche Belastungserleben der Lehrkräfte, die Folgen der Pandemie sowie das Vorgehen der Schulen bei der Beschulung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine.

September

2021

In der dritten Ausgabe des Deutschen Schulbarometers Spezial wurden unter anderem Einschätzungen der Lehrkräfte zu Lernrückständen und psychosozialen Problemen bei Kindern und Jugendlichen in Folge der Pandemie erfragt. Erstmals wurde zudem erfasst, ob Lehrkräfte an einer Schule in einem sozial benachteiligten Sozialraum arbeiten.

Dezember

2020

Was haben Schulen und Lehrkräfte in neun Monaten Pandemie dazu gelernt? Wie sind sie auf erneuten Fern- und Hybridunterricht vorbereitet? Diese Fragen standen im Fokus der zweiten Lehrkräftebefragung wenige Tage vor erneuten flächendeckenden Schulschließungen in Deutschland.

April

2020

Für das erste Deutsche Schulbarometer Spezial wurden Lehrkräfte drei Wochen nach Beginn der ersten Phase flächendeckender Schulschließungen gefragt, wie sie und ihre Schule die neuen Herausforderungen bewältigen, insbesondere wie sie den Fernunterricht organisieren und mit welchen kurz- und langfristigen Folgen sie rechnen.

Juli

2019

Eltern von Kindern an Grund- und weiterführenden Schulen wurden für das erste Deutsche Schulbarometer bundesweit gefragt, wie zufrieden sie mit der Schule ihres Kindes sind. Die Umfrage zeigt auch auf, wie viele Stunden Eltern damit verbringen, ihr Kind beim Lernen zu Hause zu unterstützen und welche Einstellungen sie gegenüber der Ganztagsschule haben.