Monatsvorschau : Was im Juni die Bildungslandschaft bewegt

Von der Verleihung des Deutschen Schulpreises über prämierte Toiletten bis zu den Sommerferien: Das Schulportal hat eine Auswahl von Ereignissen zusammengetragen, die im Juni für Gesprächsstoff im Bildungswesen sorgen werden.

Fabian Schindler / 31. Mai 2019
Zeugnis
Um die Bewertung auf Zeugnissen gibt es immer wieder Streit.
©dpa

Deutscher Schulpreis: Am 5. Juni ist es soweit – dann wird im e-Werk in Berlin von der Robert Bosch Stiftung, der Heidehof Stiftung, der ARD und dem ZEIT-Verlag der Deutsche Schulpreis 2019 verliehen. Der Deutsche Schulpreis basiert auf einem Verständnis von guter Schule, das im Kern sechs Qualitätsbereiche beschreibt, in denen die Preisträger hervorragende Arbeit leisten. Welche sechs Schule haben mit ihrer innovativen schulischen Arbeit die Jury am meisten überzeugen können und dürfen sich fortan als beste Schulen Deutschlands bezeichnen? Wir sind gespannt. Das Schulportal wird live von der Preisverleihung in Berlin berichten und aufzeigen, was die Preisträgerschulen so besonders macht.

Digitalisierung: Gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz veranstaltet das Forum Digitalisierung am 25. und 26. Juni in München die Fachtagung „Dimension Digitalisierung – Lehrkräfte stärken“. Inhaltlich liegt der Fokus der Fachtagung auf innovativen Qualifizierungskonzepten für Lehrkräfte zu den Bereichen Schulentwicklung und Medienentwicklungsplanung. Und am 26. Juni lädt in Berlin das Forum Open:Education zu Debatten um zeitgemäßes Lehren und Lernen ein, die den Austausch zwischen Zivilgesellschaft, Bildungspraxis und Politik fördern sollen. Das Motto: „Wie gelingt Bildung für eine offene digitale Gesellschaft?“ Das Forum Bildung Digitalisierung bietet auf der Tagung einen Workshop „Gute Schule in der digitalen Welt. Bausteine für Schulentwicklungsprozesse“ an.

Lehramtsfestival: Die derzeitigen Personaldebatten im Bildungssektor sollten nicht nur zur Quantität, sondern insbesondere zur Qualität von Lehrkräften geführt werden, findet die Initiative Kreidestaub. Sie lädt daher am 21. und 22. Juni zum Lehramtsfestival in Berlin ein. Dort können sich angehende Lehrkräfte vernetzen, austauschen und über Inhalte zum Lehramtsberuf und dessen Zukunftsperspektiven diskutieren. Auch Vertreter und Vertreterinnen aus der schulischen Praxis, aus Universitäten und Fort- und Weiterbildungsinstitutionen sind beim Festival willkommen.

Schultoiletten: Der Zustand von Schultoiletten ist immer wieder ein Thema an Schulen. Mangelnde Hygiene und beschädigte Einrichtungen sind das eine, trostlose Gestaltung ist das andere, was immer wieder moniert wird. Diesen Zustand möchte die German Toilet Organisation gerne ändern und lobt daher regelmäßig den Wettbewerb „Toiletten machen Schule“ aus. Anfang Juni werden die besten Konzepte für gute Schultoiletten prämiert. Von den innovativen Konzepten sollen auch andere Schulen lernen. Abgucken ist hier also ausdrücklich erwünscht.

Auslandsschulen: Am 6. Juni findet das jährliche Symposium des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA) in Berlin statt. Unter dem Motto „Werte vermitteln – Fachkräfte bilden. Deutsche Auslandsschulen als Leuchttürme in unsicheren Zeiten“ geht es im diesjährigen Symposium um eine Standortbestimmung des Deutschen Auslandsschulwesens. Die Veranstalter sind überzeugt: In Zeiten von zunehmendem Nationalismus, Populismus und unilateralem Vorgehen komme den Deutschen Auslandsschulen in vielen Regionen der Welt eine besondere Rolle zu. Stimmen aber die Rahmenbedingungen, um diesen Aufgaben gerecht zu werden? Die Veranstaltung in Berlin wird die Diskussionen um Wert, Aufgaben und Möglichkeiten der Auslandsschulen sicherlich beflügeln.

Sommerferien: Der Sommer naht und damit auch die Ferienzeit. Ende Juni geht es los mit den Sommerferien. Für Schülerinnen und Schüler und auch für Lehrkräfte eine Chance, einmal so richtig durchzuatmen und den Kopf frei zu bekommen, bevor das neue Schuljahr mit neuen Herausforderungen startet. In fünf regionalen Blöcken werden Lernenden und Lehrende in die Unterrichtsfreie Zeit entlassen. Als letzte dürfen sich – wie immer – Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte in Bayern und Baden-Württemberg auf die Ferien freuen. Da beide Bundesländer traditionell Pfingstferien haben, rutschen sie im Terminkalender nach hinten, um einen ausreichenden Lern- und Prüfungszeitraum zwischen Pfingst- und Sommerferien sicherzustellen. Wer wann Sommerferien in den Jahren bis 2024 hat, kann hier nachgelesen werden. Im Juni geht es aber auch bereits um die Vergabe von Schulplätzen. Die Ergebnisse, die die Behörden mitteilen werden, werden nicht bei allen Eltern, Schülerinnen und Schülern auf Gegenliebe stoßen. Zwar kommen sehr viele Kinder an „ihre Wunschschule“, jedes Jahr gibt es aber Fälle von Unzufriedenheit. Eltern sollten schnell handeln, wenn ein unerwünschter Vergabebescheid vorliegt: Ein Widerspruch ist binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Schulplatzvergabebescheides zu erheben. Schulleiter werden dabei noch vor dem eigentlichen Schuljahresbeginn die ersten Elterngespräche führen. In vielen Fällen lässt sich ein Kompromiss finden, wenn alle Seiten kooperieren.