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Angebot oder Pflicht : Fortbildungspflicht in der unterrichtsfreien Zeit

Ihre Meinung ist gefragt: Sollten Lehrkräfte verpflichtet werden, in der unterrichtsfreien Zeit Fortbildungen zu besuchen?

Florentine Anders / 22. Juli 2019 / 1 Kommentar

Gute Lehrerfortbildungen haben einen deutlichen Einfluss auf die Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Diese Erkenntnis gilt spätestens seit der Studie des neuseeländischen Bildungs­forschers John Hattie als gesichert. Doch in welchem Umfang Lehr­kräfte Fort­bildungen wahr­nehmen, ist höchst unter­schiedlich. Fortbildungen sind zwar für alle Lehr­kräfte gesetzlich verpflichtend, doch in den meisten Bundes­ländern wird dies kaum kontrolliert. Das zeigt auch die bundes­weit erste Bestands­auf­nahme zur „Lehrer­fortbildung in Deutschland“, die kürzlich im Beltz Verlag erschienen ist.

Eine zeitlich festgelegte, verpflichtende Teilnahme an Fortbildungs­angeboten für alle Lehrkräfte in der unterrichts­freien Zeit, etwa am Ende der Sommer­ferien, könnte daran etwas ändern. Eine solche Forderung wird in einigen Bundes­ländern immer wieder diskutiert. Viele Lehrerinnen und Lehrer finden das allerdings gar nicht sinn­voll. Eine solche Pflicht­veranstaltung würde dazu führen, dass Lehr­kräfte wahl­los Fortbildungs­seminare annehmen müssten, egal ob das Angebot tatsächlich ihrem spezifischen Fortbildungs­bedarf entspräche, argumentieren die Gegner. Denn nicht immer seien die Workshops oder Seminare in der unterrichts­freien Zeit auch die, die die Lehr­kräfte gerade benötigen. Statt die Angebote zur Weiter­bildung in die unterrichts­freie Zeit zu verlagern, sollten die Schulen besser ausgestattet werden, um Unterrichts­aus­fall durch Fortbildung während der Unterrichts­zeit zu vermeiden, argumentieren Lehrerverbände. Was meinen Sie?

Sollte es eine alljährliche Fortbildungs­pflicht für Lehrkräfte in der unterrichts­freien Zeit, etwa am Ende der Sommerferien, geben?
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Fortbildung

1 Kommentar

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#1 – 22.07.2019 Ralf W.

Fortbildung - JA, aber nicht so!

Ja ich finde, dass Lehrer mehr fortgebildet werden sollen!, aber nicht mit Pflichtkursen in der unterrichtsfreien Zeit. Ein gutes Verfahren in meinen Augen wäre, wenn Fortbildungen fester Bestandteil meiner Arbeitszeit wäre. z.B. 40 Stunden Fortbildung = 1 Lehrerstunde. Dann können die Fortbildungen stattfinden wie und wo sie wollen, ich erhalte ein Zertifikat über die Fortbildung und die geleisteten Stunden. Das wird am Schulleitung/Schulamt/Schulbehörde erfasst und immer nach 40h erhalte ich eine Ermäßigung. Vorteil davon wäre, dass sich das Fortbilden "lohnt" und dass die Schulleitung /das Schulamt die Qualifikationen seiner Lehrer kennt und diese optimal einsetzen kann. Als Erweiterung sehen ich dann, dass Schulinterne Fortbildungen für die Kollegen so erfasst werden können und geregelter stattfinden würden.