Migration im Wandel : Jetzt mitmachen: Universität Bremen sucht engagierte Schulen

Die Universität Bremen ist für das Forschungsprojekt TraMiS noch bis zum 15. Oktober bundesweit auf der Suche nach zwölf engagierten Schulen im Sekundarbereich.

Antje Tiefenthal / 10. Oktober 2018
Zwei Schülerinnen arbeiten mit einem Elektrobaukasten
Nicht alle Kinder und Jugendlichen bleiben bis zum Schulabschluss in Deutschland: Manche verlassen die Schule für ein Highschool-Jahr, andere dürfen nur befristet bleiben. Das Forschungsprojekt TraMiS will herausfinden, wie Schulen damit am besten umgehen.
©Getty Images

Die Universität Bremen möchte mit engagierten Schulen kooperieren: Bei dem Forschungsprojekt TraMiS („Transnationale Mobilität in Schulen”) können sich Schulen aktiv beteiligen. TraMiS bietet den Schulen unter anderem eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10.000 Euro. Nur drei Schritte sind nötig, um sich zu bewerben: Schulen, die mitmachen wollen, können einfach das Online-Formular ausfüllen, ein formloses Motivationsschreiben verfassen und gegebenenfalls zusätzliche Dokumente wie Urkunden oder Referenzen hochladen. Eine Bewerbung ist noch bis zum 15. Oktober möglich.

Was ist TraMiS?

Bei TraMis geht es um Situationen wie diese: Nach den Sommerferien kehren Liam und Samira vorerst nicht an ihre Schule zurück: Sie verlassen Deutschland für ein Jahr und wollen einen Teil ihrer Schulzeit im Ausland verbringen. Parallel bekommt ihre Schule aber auch neue Schülerinnen und Schüler. Dazu gehören Djabal und Esmer, die zusammen mit ihren Eltern aus Afghanistan geflüchtet sind und nun darauf hoffen, in Deutschland bleiben zu dürfen.

Konzepte für die Zukunft

Solche Konstellationen sind an vielen Schulen im Bundesgebiet bereits seit Jahren Alltag: Manche haben schon mehr Erfahrungen im Umgang mit grenzüberschreitenden Schulbiografien gemacht, für andere ist die Lage noch ziemlich neu. Ganz gleich wie groß der Erfahrungsschatz ist: Was tun Schulen in solchen Situationen? Was ist der bestmögliche Umgang? Das sind die Fragen, auf die die Universität Bremen in dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt TraMiS Antworten finden will. Dafür sucht das vierköpfige TraMiS-Team um Bildungswissenschaftlerin Yasemin Karakaşoğlu zwölf Schulen, die sich mit ihrer Expertise an der offenen Lösungssuche nach schulischen Konzepten beteiligen wollen.

Engagement von Schulleitung, Kollegium und Schülerschaft

Teilnehmen dürfen allgemeinbildende Schulen im Sekundarbereich mit einem engagierten Kollegium, anspruchsvollen Schulkonzept und der Bereitschaft, verbindlich im Forschungsprozess mitzuarbeiten. Dazu zählt zum Beispiel nicht nur, dass ein Mitglied der Schulleitung an Workshops teilnimmt, sondern auch dass die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv mitmachen. Denn für das Forschungsprojekt sind die Ideen von Jugendlichen aus zehnten Klassen gefragt. Sie können in Aufsätzen, Postern oder Präsentationen ihre Visionen dazu darstellen. Im Gegenzug bietet TraMiS den Schulen neben der Aufwandsentschädigung in Höhe von 10.000 Euro und der Übernahme von Reisekosten vielfältige Austausch- und Lernmöglichkeiten an. Dazu gehören zum Beispiel Workshops für Schulleitungen.

Auf einen Blick

  • Die Universität Bremen sucht Schulen für das Forschungsprojekt TraMiS über „Transnationale Mobilität in Schulen“.
  • Am 15. Oktober 2018 endet die Bewerbungsfrist.
  • Die Schulen erhalten unter anderem eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10.000 Euro.
  • Die Projektphase mit Workshops, Hospitationen und Schulbesuchen ist für 2019/2020 geplant.
  • Weitere Informationen über TraMiS gibt es auf der Website des Forschungsprojektes.
  • Hier geht’s direkt zur Bewerbung: https://tramis.de/bewerbung_checkliste/
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