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Studium : Sollte es Eignungstests für das Lehramt geben?

Was meinen Sie? Sollte es für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums verbindliche Eignungstests geben?

Florentine Anders / 18. Februar 2019 / 3 Kommentare

Gute Beziehungen zwischen Lehrkraft und Schülerinnen und Schüler tragen wesentlich zum Lernerfolg bei. Das haben in den vergangenen Jahren verschiedene Studien bewiesen. Die Fähigkeit, Beziehungen professionell gestalten zu können, hängt auch von der Persönlichkeit ab. Gesprächskompetenz, Empathie und Geduld etwa sind wichtige Voraussetzungen.

In Finnland müssen deshalb Bewerberinnen und Bewerber, die ein Lehramtsstudium aufnehmen wollen, ein Aufnahmeverfahren absolvieren, in dem solche Persönlichkeitsmerkmale im Fokus stehen. „Wir wollen die Bewerberinnen und Bewerber herausfinden, die für die Arbeit mit Kindern nicht geeignet sind oder den Kindern sogar schaden könnten“, sagte die finnische Bildungsforscherin Sirkku Kupiainen dazu im Interview  mit dem Schulportal. Auch an den Hochschulen in Deutschland wird immer wieder diskutiert, ob es Eignungstests für das Lehramtsstudium geben sollte. Was meinen Sie?

Sollte es verbindliche Eignungstests für das Lehramtsstudium geben, in denen auch Persönlichkeitsmerkmale geprüft werden?
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Schwerpunkte:

Beziehungskultur

Schlagwörter:

Lehramtsstudium

3 Kommentare

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#3 – 26.07.2019 Ulrich N.

Eignungstests? - Eher Eignungsgespräche!

Eignungstests werden auch nur von Theoretikern durchgeführt und sind meist hoch angebunden! Ich würde Eignungsgespräche vorziehen von Psychologen, die die körperliche und seelische Eignung als Lehrer besser in Erfahrung bringen können! Ausserdem bin ich der Meinung, dass das Lehramtsstudium durch die Professoren die späteren Lehrer kaum in die Lage versetzt, den Schülern den Lehrstoff auch begreifbar vermitteln zu können! Die gesamte Pädagogik/Didaktik muss vollständig erneuert werden nach praktischer Lehre, wie es z.B. "gelernte" Berufsschullehrer (Fachkräfte mit pädagogischem Zusatzstudium) können! Wir brauchen auch keine Gehirnforschung, wenn die Dozenten logisch und mit praktischem Sachverstand denken könnten und nicht weit abgehoben in ihrem wissenschaftlichem Himmel leben! Das Lehrerstudium könnte auf 4 Jahre begrenzt werden, weil ja nicht sehr viel mehr Fächer-Wissen gelehrt werden muss und ab 5. Semester müssten Praktikas an Schulen gemacht werden, um die Eignung zu überprüfen!
#2 – 11.03.2019 Romana B.

Eignungstests für Lehramtskandidat/innen

Ich bin der Meinung, dass Lehrpersonen sehr bald mit den Regeln der Kommunikation, Konfliktlösung, Gestaltung von Beziehungen etc. konfrontiert werden müssen. Im Studium machen Lehramtskandidat/innen in der Regel nur "theoretisch" mit Störungen im Unterricht, Phenomänen der Gruppendynamik oder ganz einfachen Kommunikationssituationen Bekanntschaft. Wenn sie dann vor der Klasse stehen, auf zig unterschiedliche Situationen spontan und adäquat reagieren müssen, sind sie häufig überfordert. Daher ist es notwendig, dass Lehrpersonen die notwendige Gelassenheit, Konsequenz und Empathie im täglichen Umgang mit Jugendlichen mitbringen. Dies frühzeitig (vor einem möglichen Lehramtsstudium) festzustellen, halte ich für ein unabdingbare Voraussetzung für den Lehrberuf.
#1 – 18.02.2019 Markus S.

Freiheiten im Studium und echte Bildung -vs.- Eintönigkeit und Gleichmacherei

Mein 2. Gedanke zu dem Thema ist, dass grundsätzlich das Lehramtsstudium reformiert gehörte - ich kenne viele coole tolle Menschen, die deshalb nicht Lehramt studieren, weil das Studium schon viel auswendig lernen bedeutet und Leistung bringen... Also gar nicht die Menge, die eh schon studiert, noch filtern, sondern für Andere öffnen, ist mein Apell: also auch für Menschen, die sich nicht so leistungsorientiert verhalten, querdenken, kreativ "sind", sich für das Leben interessieren, die handwerklich gerne tätig sind, die Kinder gerne mögen! (auch wenn das angeblich für den Erfolg des curricularen Lernens nicht notwendig sei, sagen mir Dozierende) - aber ich habe Hoffnung, weil es den Deutschen Schulpreis gibt! Und ich weiß, dass es viele freie demokratische (oder aktive oder oder) Schulen mittlerweile gibt, und sich viele in Gründung befinden und sich auch manche Schulen (und damit auch die dort handelneden Subjekte) in Transformation (z.B. mit Dalton) begeben.