Schuljahr 2020/2021 : Wie der Unterrichtsbetrieb in den Bundesländern nach dem Sommer laufen soll

Aktualisiert am 2. August 2020

Nach den Sommerferien wollen alle Bundesländer wieder in den Regelbetrieb zurückkehren. Es wird an den Schulen also – fast – so sein wie vor Corona. Kommt es im Schuljahr 2020/2021 allerdings zu Infektionen an einer Schule oder zu einer Häufung von Ansteckungen in einer Region, bereiten sich die meisten Bundesländer auch auf alternative Szenarien vor. Dann wird teilweise oder sogar komplett wieder auf Distanzunterricht umgestellt. Und auch viele Hygieneregeln bleiben bestehen. In dieser Woche hat die Kultusministerkonferenz ein Hygienekonzept vorgestellt. Das Schulportal nennt die wichtigsten Punkte daraus und gibt einen Überblick, wie die 16 Bundesländer den Unterrichtsbetrieb im neuen Schuljahr planen. Fortlaufend aktualisierte Informationen zum Schulstart in den Bundesländern finden Sie in unserem Newsblog.

Annette Kuhn / 17. Juli 2020
Schuljahr 2020/2021 Kind beim Lernen
Im Schuljahr 2020/2021 soll der Unterricht - fast - so stattfinden wie vor Corona. Einen Mund-Nasen-Schutz müssen die Kinder im Klassenraum zwar nicht tragen, aber auf den Fluren mitunter schon.
©Marijan Murat/dpa

Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung hat sich schon Anfang Juni für eine komplette Öffnung der Schulen nach den Sommerferien ausgesprochen. 58 Prozent der Deutschen stimmten in einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR dafür. Bei den Bildungsministerien fällt das Votum noch klarer aus. Alle 16 Bundesländer haben sich Mitte Juni darauf verständigt, im Schuljahr 2020/2021 wieder zum Regelbetrieb überzugehen – soweit es das Infektionsgeschehen erlaubt.

Die Abstandsregel entfällt damit während des Unterrichts, Hygieneregeln gelten aber weiter. In dieser Woche hat die Kultusministerkonferenz (KMK) dazu einen Rahmen beschlossen. Er soll den Ländern eine Orientierung geben – die Details der Hygienemaßnahmen regeln die Länder selbst. „Ein weitestgehender Normalbetrieb mit Unterricht in Präsenzform kann nur dann funktionieren, wenn in unseren Schulen vor Ort die geltenden Hygienemaßnahmen eingehalten werden“, betonte Stefanie Hubig (SPD), die KMK-Vorsitzende und rheinland-pfälzische Bildungsministerin, bei der Vorstellung des Konzepts.

Die Kultusministerkonferenz gibt nur den Rahmen für die Hygieneregeln im Schuljahr 2020/2021 vor

Neben den bekannten Maßnahmen wie regelmäßigem Händewaschen und Lüften der Räume wird dazu geraten, außerhalb der Unterrichtsräume – also zum Beispiel bei Konferenzen – weiterhin den Mindestabstand einzuhalten. Außerdem sollten möglichst feste Lerngruppen im Unterricht und in den Betreuungszeiten gebildet werden, um eine Durchmischung zu minimieren. Zudem sollen die Bundesländer Teststrategien sowie Lösungen für das Lernen von Schülerinnen und Schülern aus Risikogruppen entwickeln.

Das Wichtigste zum Schuljahresbeginn in den Bundesländern

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Die meisten Bundesländer haben mittlerweile auch schon detaillierte Pläne zur Umsetzung der Hygieneregeln sowie zur Gestaltung des Unterrichtsbetriebs im neuen Schuljahr vorgestellt. Hier der Überblick: