Newsblog : Corona und Schule: Wie lange bleibt es noch bei Maskenpflicht und Tests?

Mit dem Abflachen der Omikron-Welle wird der Ruf nach weniger strengen Corona-Regeln an den Schulen lauter. So ist die Maskenpflicht im Unterricht bereits in einigen Ländern seit dem 7. März gestrichen. Auch die Frequenz der Corona-Tests wird zurückgefahren. Das Schulportal informiert in diesem Newsblog täglich darüber, wie die Bundesländer zum Schutz gegen Corona an Schulen vorgehen und welche Lockerungsschritte es gibt.

Annette Kuhn 07. März 2022 Aktualisiert am 08. März 2022

Aktueller Stand der Corona-Maßnahmen in den Bundesländern

Die Schulen sind in der Pandemie von einem Normalbetrieb weit entfernt. Überdies fehlen einheitliche Regelungen in den Ländern im Umgang mit Corona. Hier der aktuelle Stand in den Bundesländern (mit dpa):

Chronik: Überregionale News, Entscheidungen und Reaktionen

Studie zu Corona-Folgen, 22. Februar: JuCo 3, die dritte Online-Befragung von Jugendlichen vom Dezember 2021 ergibt, dass sich einige Jugendliche in der Corona-Pandemie inzwischen politisch mehr gehört fühlen; allerdings hat die Mehrheit nach wie vor den Eindruck, dass sie politische Entscheidungen nicht beeinflussen kann. Außerdem vermerken einige Jugendliche positiv, dass ihre Schulen nun digital besser ausgestattet seien.

Insgesamt zeigt die Studie allerdings auch, dass die lange Dauer der Pandemie bei den jungen Menschen deutliche Spuren hinterlassen hat: Noch immer erfahren viele von ihnen starke Einschränkungen in Bildung und Freizeit. Das Lernen fällt vielen schwer. Der Anteil der jungen Menschen, der Angst vor der Zukunft hat, hat sich im Laufe des Jahres 2021 sogar noch einmal erhöht. Mehr als 20 Prozent der Befragten geben an, professionelle Hilfe- und Beratungsangebote zu brauchen, jedoch nicht über ein entsprechendes Angebot zu verfügen.

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Maskenpflicht, 17. Februar: Der Grundschulverband sieht die Möglichkeit für ein Ende der Maskenpflicht an Grundschulen in naher Zukunft.Der Vorsitzende Edgar Bohn verwies auf Nachfrage am Donnerstag auf eine Stellungnahme des Verbands zum Thema Masken in Grundschulen vom Dezember. Darin wurde erklärt, dass Erstklässlerinnen und Erstklässler zum Lesen- und Schreiben-Lernen auch sehen müssten, wie Laute geformt werden. Sowohl sie als auch deren Lehrkräfte müssten daher in bestimmten Phasen des Unterrichts ohne Maske lesen und schreiben lernen und lehren dürfen.

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Austausch mit Schülervertretungen, 16. Februar: Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Karin Prien (CDU), hat sich mit Vertretern der Schüler-Initiative WirWerdenLaut ausgetauscht. Wie ein KMK-Sprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte, habe es am Dienstag ein anderthalbstündiges Gespräch unter anderem mit Anjo Genow, einem der Initiatoren gegeben. Zu konkreten Inhalten wurde nichts bekannt. Für das Gespräch war vereinbart, dass es in einem vertraulichen Rahmen stattfindet, um offen über Probleme auch anhand von persönlichen Erfahrungen sprechen zu können.

Die Schülerinnen und Schüler hätten sich einen regelmäßigen Austausch über die Bundesschülerkonferenz hinaus gewünscht. Prien, die auch schleswig-holsteinische Bildungsministerin ist, habe versichert, weiter für Gespräche zur Verfügung zu stehen. Dem Sprecher zufolge soll es in den kommenden Wochen eine öffentliche Diskussion zwischen WirWerdenLaut– und KMK-Vertretern geben.

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Gelungener Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht

Schule in Zeiten von Corona: Die Hardtschule Durmersheim in Baden-Württemberg sendet den Unterricht von überall nach überall und ist so in der Lage, flexibel auf unterschiedliche Gegebenheiten zu reagieren. Das Konzept ist auf dem Schulportal ausführlich beschrieben.

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Ausgezeichnete Praxiskonzepte und 121 erfolgreiche Ideen, die Schulen in der Corona-Krise entwickelt haben, finden Sie auf der Schulportal-Seite zum Deutschen Schulpreis 2021.

Corona-Lockerungen, 12. Februar: Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, fordert Lockerungen der Corona-Maßnahmen an Schulen. Wir müssen raus aus einer Kultur der Angst an den Schulen, sagte die CDU-Politikerin der Bild-Zeitung. Wenn ab Mitte Februar, Anfang März geöffnet werde, müsse auch an Schulen gelockert werden.

Sport und Musikunterricht muss wieder in vollem Umfang stattfinden. Das Testen muss schrittweise enden. Spätestens Ende März reichen wahrscheinlich auch zwei Tests pro Woche, zitiert das Blatt die Ministerin. Schrittweise müsse die Testpflicht zur Testmöglichkeit werden. Auch die Maskenpflicht müsse nach und nach fallen, zuerst im Klassenraum am Platz, dann im Gebäude. Priens Begründung: Der Höhepunkt der Omikron-Welle sei in ersten Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Berlin, Bremen und Hamburg bereits überschritten.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, hatte der Deutschen Presse-Agentur hingegen gesagt, die Omikronwelle habe den Schulbetrieb nach wie vor fest im Griff. Die Infektionszahlen dürften nicht durch zu frühe Lockerungen nochmals hochgetrieben und dadurch der flächendeckende Präsenzunterricht erneut gefährdet werden.

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Klassenwiederholungen, 21. Januar: Während der Corona-Pandemie haben deutlich weniger Kinder eine Klassenstufe wiederholt. Laut Statistischem Bundesamt lag das unter anderem an veränderten Versetzungsregelungen. Wie das Amt am Freitag berichtete, wiederholten im Schuljahr 2020/21 an allgemeinbildenden Schulen 93.100 Schülerinnen und Schüler eine Klasse – entweder freiwillig oder weil sie nicht versetzt wurden. Das waren 50.500 weniger als im Schuljahr davor.

Damit sank die Quote der Wiederholerinnen und Wiederholer bundesweit von 2,3 Prozent im Schuljahr 2019/20 auf zuletzt 1,4 Prozent. Aufgrund von Unterrichtsausfällen, Wechsel- und Distanzunterricht wurden in vielen Bundesländern besondere Regeln in Hinblick auf die Versetzung eingeführt. So wurde die Versetzung vielfach nicht mehr an die schulischen Leistungen geknüpft , ordneten die Statistiker ein.

Die Quote ging in allen Bundesländern zurück. Am höchsten war sie, wie in den Vorjahren, in Bayern – 26.500 Schülerinnen und Schüler beziehungsweise 2,8 Prozent besuchten dort im Schuljahr 2020/2021 erneut ihre Klassenstufe. Am niedrigsten war die Quote in Berlin, hier wiederholten nur 2.500 Schülerinnen und Schüler die Klassenstufe, weniger als ein Prozent. Die Versetzung wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt.

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