30 Jahre Mauerfall : Wie haben Sie die Wende in der Schule erlebt?

Am 9. November jährt sich zum 30. Mal der Mauerfall. An kaum einem anderen Ort spiegelte sich der Umbruch nach der Wende so sehr wie in der Schule. Wir suchen Lehrkräfte, die von dieser Zeit, diesem Umbruch erzählen können. Die damals von West nach Ost oder von Ost nach West gegangen sind und den Wandel in der Schule, im Bildungssystem miterlebt, vielleicht sogar mitgestaltet haben. Schreiben Sie uns!

Annette Kuhn / 02. Oktober 2019 / 1 Kommentar
Berliner Mauer Menschen
Nach dem 9. November war die Mauer auf einmal überwindbar. Auch viele Lehrkräfte wechselten die Schule von Ost nach West und umgekehrt.
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30 Jahre liegt der Mauerfall jetzt schon zurück, aber die Bilder des 9. November 1989 bewegen noch heute. Mit der Wende begann eine Zeit des Umbruchs, der Neuorientierung, auch der Ungewissheit. In der Schule war das besonders stark zu spüren. Was Jahrzehnte gegolten hatte, war plötzlich infrage gestellt, Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien beschrieben Strukturen, die es so nicht mehr gab.

Wie haben Sie diese Zeit als Lehrerin oder Lehrer erlebt? Das Schulportal möchte Ihre Geschichte erzählen. Wir suchen Lehrkräfte, die vor der Wende in der DDR gearbeitet und nach der Wende an eine Schule in Westdeutschland gewechselt sind. Oder umgekehrt den Weg von West nach Ost genommen haben.

Zusammenwachsen im Lehrerzimmer nach dem Mauerfall

Wir suchen Lehrkräfte, die von der Zeit des Umbruchs erzählen. Von ihren Erfahrungen an der neuen Schule, an einem neuen Ort, in einem bislang fremden Bildungssystem. Von der ersten Zusammenarbeit und vom Zusammenwachsens innerhalb eines Kollegiums. Von Perspektiven, die sich durch das Zusammenwachsen auftaten. Von neuen Lehrbüchern und Diskussionen im Lehrer- oder Klassenzimmer. Worüber wurde gesprochen, wo war man sich einig, wo fühlten Sie sich vielleicht unverstanden?

Auch nach 30 Jahren gibt es viele spannende Geschichten, die noch darauf warten, erzählt zu werden. Geschichten, die den Wandel in der Schule beschreiben, im Unterricht, im Lehrerzimmer, auf dem Hof, manchmal in ganz alltäglichen Momenten.

Geschichten sollten nicht in Vergessenheit geraten

Es sind Geschichten, die nicht in Vergessenheit geraten sollten, weil viele Menschen sich heute nicht mehr vorstellen können, wie es damals war – denn sie waren entweder noch gar nicht auf der Welt oder zu jung, um die Bedeutung dessen zu ermessen, was am 9. November passierte.

Deshalb: Schreiben Sie uns, wenn Sie Ihre Erinnerungen, Ihre Geschichte aus dem Schulalltag zwischen West und Ost mit unseren Usern teilen wollen. Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen – gern auch mit Foto – an redaktion@deutsches-schulportal.de. Vielen Dank!