Länderüberblick : Wie geht es nach den Herbstferien an den Schulen weiter?

Aktualisiert am 30. Oktober

In den meisten Bundesländern enden in der kommenden Woche die Herbstferien. Überall soll dann die Lüftungsstrategie des Umweltbundesamtes umgesetzt werden, die Stoßlüften während des Unterrichts und Querlüften in den Pausen vorsieht. Bei der Maskenpflicht gibt es hingegen keine Einheitlichkeit. In einigen Bundesländern soll die Maskenpflicht nun zumindest für die ersten Wochen im Unterricht gelten, in anderen Ländern ist keine Verschärfung geplant. Und auch der Stufenplan, den das Robert Koch-Institut empfohlen hat, wird sehr unterschiedlich umgesetzt. Das Schulportal gibt einen Überblick, welche Regeln nun an den Schulen der Bundesländer gelten.

Annette Kuhn / 23. Oktober 2020
MAskenpflicht: Schüler mit Maske im Klassenraum
Für die meisten Schülerinnen und Schüler sind die Herbstferien am Montag wieder vorbei. In vielen Bundesländern gilt dann - wie hier in Hamburg - eine Maskenpflicht für höhere Jahrgänge auch im Unterricht.
©Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

In vier Bundesländern hat die Schule nach den Herbstferien bereits wieder begonnen, acht Bundesländer gehen am Montag an den Start. Die Ungewissheit, wie in den kommenden Wochen der Unterricht weitergehen wird, ist überall groß, weil die Zahl der Neuinfektionen steigt und die Möglichkeiten, zum Beispiel durch ständiges Lüften gegenzusteuern, wegen der kälteren Temperaturen eingeschränkt sind. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) betonte aber, dass Schulen und Kitas möglichst offen bleiben sollen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Mitte Oktober seine Empfehlungen aktualisiert, wie Schulen bei wachsendem Infektionsgeschehen vorgehen sollen. Das Institut richtet die empfohlenen Maßnahmen danach aus, wie hoch die Fallzahlen in der jeweiligen Region sind.

So ergibt sich ein Drei-Stufen-Plan: von Stufe 1 bei weniger als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen, über Stufe 2, wenn der Inzidenzwert zwischen 35 und 50 liegt, bis zu Stufe 3 bei einem Inzidenzwert über 50.

Ist Stufe 3 erreicht, sollte eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen gelten

Eine Maskenpflicht im Unterricht wird zum Beispiel schon für die Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen bei Stufe 2 empfohlen. Ab Stufe 3 sollte sie dann für alle Klassenstufen gelten. Auf Stufe 3 empfehlen die Wissenschaftler auch die Verkleinerung der Klassen und damit einen Wechsel von Fern- und Präsenzunterricht. Sogar Schulschließungen sollen dann im äußersten Fall geprüft werden.

Die Länder und Regionen, in denen der Grenzwert inzwischen schon die 50 überschritten hat, setzen die RKI-Empfehlungen allerdings nur teilweise um. Zwar hat auch die Kultusministerkonferenz ein Rahmenkonzept beschlossen, das sich an den RKI-Empfehlungen orientiert. Allerdings sind die Stufen, die in den Ländern gelten, nicht überall verbindlich an die Zahl der Neuinfektionen gebunden. Die Maskenpflicht wurde zum Teil für die Zeit nach den Herbstferien zwar ausgeweitet, eine Teilung der Klassen gibt es bislang aber nur vereinzelt, obwohl die Inzidenzwerte in vielen Regionen bereits über 50 liegen.