Schulkrankenschwester : Mal eben den Unterricht retten

Karen Dombrofski ist Schulkrankenschwester. Sie entlastet Kinder, Lehrer und Eltern. Warum gibt es eine Stelle wie ihre nicht viel häufiger an deutschen Schulen?

Dieser Artikel erschien am 08.06.2022 in DIE ZEIT
Hanna Grabbe
Schulkrankenschwester Karen Drombrowski
In Skandinavien und in angloamerikanischen Staaten sind Pflegekräfte an Schulen längst Standard. In Deutschland gehört Karen Drombrowski zu den Ersten, die diesen Job ausüben.
©Anna Ziegler

Da sein – das fasst ganz gut zusammen, was Karen Dombrofski hier in Raum D-133 an der Ernst-Reuter-Schule in Frankfurt den ganzen Tag macht. Gerade schaufelt sie Eiswürfel in kleine Plastiktüten und knotet sie oben zu. Das nächste Kind mit schmerzendem Knie kommt bestimmt. Für Dombrofski sind die Tütchen mit Eis ihre Art, zu zeigen: Ich sehe dich und kümmere mich. „Es muss ja nicht jedes Mal, wenn einer hinfällt, der gesamte Unterricht lahmgelegt werden. Da kann ich einfach mal kurz reagieren.”

Das klingt banal. Einerseits. Andererseits ist „Einfach mal kurz reagieren” auch eine Revolution. Oder besser: Es könnte eine werden.

Dombrofski ist eine Schulkrankenschwester, viele verwenden auch den englischen Begriff: School-Nurse. Denn in Deutschland gibt es den Job noch nicht lange. Offiziell spricht man hier etwas umständlich von einer Schulgesundheitsfachkraft. Gut fünf Jahre ist es her, dass Hessen und Brandenburg an insgesamt 37 Schulen Pflegekräfte einsetzten, die sich für alles zuständig fühlen sollten, was mit Gesundheit zu tun hat: Wunden desinfizieren und Verbände wickeln, über Ernährung oder Sexualität aufklären, aber auch Kinder mit chronischen Krankheiten wie Diabetes im Blick behalten. Dombrofski hat deshalb neben einer Sanitätsliege und der Eiswürfelmaschine in der Ecke auch einen Schrank mit Epilepsie-Medikamenten und Tampons und ein Regal voller Broschüren im Raum stehen: Rauchfrei durchs Leben oder Psychologische Soforthilfe Frankfurt. Auf der Fensterbank liegen Wärmflaschen, Kirschkernkissen und Comics.

Im Großen geht es bei all diesen Dingen darum, Kindern mehr Chancen zu ermöglichen, Lehrer zu entlasten, Pflegekräften Jobalternativen zu bieten oder Mütter im Job zu halten. Kurz: Es geht um Gerechtigkeit. Um Emanzipation. Um Berufsstolz. Und natürlich um Geld.

In Skandinavien oder angloamerikanischen Staaten sind Pflegekräfte an Schulen längst Standard, auch in Ländern wie Portugal oder Polen. In Amerika haben sie sogar eine eigene Fachgesellschaft, die National Association of School Nurses. Deutschland dagegen setzt in der Schulgesundheit vor allem auf seinen unterfinanzierten öffentlichen Gesundheitsdienst, auf Amtsärzte also, die Reihenuntersuchungen abhaken. Alles andere bleibt an Lehrern, Eltern oder Sozialarbeitern hängen – wenn sich überhaupt jemand darum kümmert.

Menschen wie Karen Dombrofski sollen das nun ändern. Auch andere Bundesländer haben inzwischen erste School-Nurses eingestellt. Hamburg etwa, Rheinland-Pfalz, Bremen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Im Saarland stehen die „Gesundheitsfachkräfte” jetzt im neuen Regierungsprogramm. Der Gedanke dahinter: Wer gesund bleibt, kann besser lernen. Wer besser lernt, kann seine soziale Situation verbessern. Wer seine soziale Situation verbessert, bleibt gesund. Eine Aufwärtsspirale. Wann bräuchte man sie dringender als jetzt? Abwärts ging es während der Pandemie lange genug.

Zahlreiche Studien belegen, dass sich die Kindergesundheit durch Corona deutlich verschlechtert hat: weniger Bewegung, mehr Süßkram, mehr Medienkonsum. Auch psychosomatische Beschwerden haben zugenommen, Einschlafprobleme, Bauch-, Rücken- und Kopfschmerzen. Und wie fast immer traf es Familien mit niedriger Bildung härter. „Die Pandemie hat die gesundheitliche und damit die generelle Chancenungleichheit verschärft”, sagt Ulrike Horacek von der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin. Schulgesundheitsfachkräfte könnten diese Kluft in Zukunft verringern, glaubt sie. Gemeinsam mit der Deutschen Diabetes Gesellschaft und weiteren Fachverbänden hat Horacek deshalb ein Positionspapier erarbeitet. Die Forderung: Künftig soll an jeder Schule in Deutschland eine Krankenschwester arbeiten.

Längst ist klar: Je früher man beginnt, Menschen zu zeigen, wie Körper und Seele gesund bleiben, desto nachhaltiger wirkt sich das auf ihr Leben und letztlich die gesamte Gesellschaft aus. Nicht umsonst findet man die „Prävention in Lebenswelten”, also auch in Schulen, sogar als Paragraf im Sozialgesetzbuch.

Für Karen Dombrofski allerdings steht an diesem Frühlingsmorgen erst mal Virusbekämpfung an. Es ist kurz nach halb acht, als sie die ersten Plastiktüten voller Schnelltests an die Lehrer verteilt, wie Carepakete. An einem Tisch in der Eingangshalle hat sie zusätzlich eine Art Testzentrum aufgebaut. Dort kümmert sie sich um Verdachtsfälle, verteilt Masken und verlangt als Gegenleistung zehn Kniebeugen.

Zuständig für alle Fragen von Gesundheit, Krankheit und Wohlbefinden

Die Ernst-Reuter-Schule ist eine integrierte Gesamtschule im Nordwesten Frankfurts, weit weg vom noblen Zentrum – in jeder Hinsicht. Das Gros der Schüler hat eine Einwanderungsgeschichte, viele kommen aus schwierigen Verhältnissen. Dombrofski sagt: „Es ist hier sehr bunt und lebendig.” Um genau zu sein, singt sie diese Worte eher – wer hier arbeitet, braucht gute Laune für zwei. Und eigentlich bräuchte es auch zwei Dombrofskis: Nach internationalen Standards sollte eine Gesundheitsfachkraft höchstens 700 Schüler und Schülerinnen betreuen. Dombrofski kümmert sich um mehr als 1200.

Trotzdem hat sie noch vor der großen Pause Corona eingedämmt, eine Geodreieck-Stichwunde versorgt, einen umgeknickten Finger stabilisiert, einen eingewachsenen Nagel desinfiziert, einen Pferdeschwanz gebunden, außerdem Handcreme, Binden, Kühlpacks und Wärmflaschen verteilt sowie einer erschöpften Lehrerin einen doppelten Espresso gekocht. Unter anderem. Fragt man Dombrofski in einer ruhigen Minute, was denn ihr Job sei, antwortet sie: „Ich bin zuständig für alle Fragen von Gesundheit, Krankheit und Wohlbefinden.”

Und damit fangen die Probleme an. Im Gegensatz zu den USA beispielsweise gibt es in Deutschland bislang keine einheitlichen Standards für die Aufgaben einer Schulgesundheitsfachkraft. Was auch daran liegt, dass ziemlich viele Leute ziemlich unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wofür die Schulschwestern eigentlich da sind. Geht es um Prävention oder eher um eine Art Sanitätsdienst?

Viele seien zu sehr auf die gesundheitlichen Aspekte fokussiert, auf das Pflasterkleben, kritisiert der Bildungs- und Gesundheitsforscher Peter Paulus von der Uni Lüneburg, der die Arbeit der ersten Schulpflegekräfte in Brandenburg wissenschaftlich begleitet hat. Der Bildungsansatz hingegen komme zu kurz, das Vorbeugen, das Vermitteln. Paulus stellt sich eher eine Art Lotsen vor. Einen, der den Überblick behält, Lehrer weiterbildet, Kontakte zu Kinderärztinnen, Psychologen oder der Jugendhilfe knüpft. „Wir haben doch schon tausend Lotsen”, findet dagegen Angela Schweers, die Vorstandsvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Potsdam. Dort wurde das Brandenburger School-Nurse-Projekt einst ins Leben gerufen, von der Machbarkeitsstudie bis zum Ausbildungs-Curriculum für die Pflegekräfte. Schweers sagt: „Wir wollen am Kinde selbst etwas für die Gesundheit tun.” Die Diskussion ist nur eine von unzähligen, zwischen denen die Idee der School-Nurses in Deutschland seit vielen Jahren zerrieben wird.

Wer einen Vormittag mit Karen Dombrofski im D-Bau der Ernst-Reuter-Schule verbringt, merkt allerdings schnell, dass pflegen und lotsen in der Praxis nicht voneinander zu trennen sind. Da ist zum Beispiel der übergewichtige Junge, dem schon den ganzen Morgen schwindelig ist. Dombrofski misst den Blutdruck – der ziemlich hoch ist – und fragt: „Wir haben doch mal über gesundes Essen gesprochen!?” Nicken. „Hast du das auch deiner Mama erzählt?” Schweigen. Dombrofski notiert sich: „Eltern anrufen!” Oder das Mädchen mit den zitternden Händen: Es begann vor ein paar Monaten mit Kopfschmerzen, dann Schwindel, schließlich das Zittern. „Eventuell psychische Drucksituation” steht auf einer von Dombrofskis Karteikarten. Sie wird mit dem restlichen Team sprechen, den Sozialarbeitern, den Lehrern, vielleicht einer Psychologin. Wahrnehmen, kümmern, weiterleiten, fasst Dombrofski zusammen. Und: „Es braucht erst eine Beziehung, um die großen Themen anzugehen.”

Die vielen kleinen Gespräche zwischen Wundsalbe und Wärmflasche sind für sie die Basis für die Momente, in denen es ernst wird. Dombrofskis Zimmer gilt als eine Art neutrale Zone, ein Ort, an dem es keine Noten gibt, keine Ausgehverbote, keinen Coolnessdruck. Dafür immer einen Moment Ruhe und einen Becher Wasser. Die spült Dombrofski später in ihrem Handwaschbecken. Draußen an die Tür hat sie eine Art Topflappen gehängt, mit einem roten Kreuz, eine Lehrerin hat ihn genäht und daraufgestickt: Beste Krankenschwester, Eiskönigin, Heldin, Lebensretterin, Herzensmensch. Schulgesundheitsfachkraft nennt sie hier keiner.

Bevor Dombrofski an der Ernst-Reuter-Schule zur „Eiskönigin” wurde, hat sie fast 30 Jahre im Krankenhaus gearbeitet. Die unzähligen Nacht- und Wochenenddienste zehrten an ihr, zuletzt war sie in einer Kinderarztpraxis angestellt. Die Arbeit als School-Nurse ist für viele Pflegekräfte auch eine Möglichkeit, rauszukommen aus dem zermürbenden Klinikalltag.

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Die ersten Schulschwestern in Deutschland gab es bereits 1908. Ihre Aufgabe: den Behandlungserfolg der Schulärzte erhöhen – damals blieb fast jede dritte Arztanweisung folgenlos. Seit dem Zweiten Weltkrieg werden sie nur noch vereinzelt eingesetzt, unter anderem an internationalen Schulen.

Auf den ersten Blick könnte der Job in der Schule daher auch wie eine Bedrohung auf jene wirken, die um die sowieso schon raren Pflegekräfte kämpfen müssen. Gäbe es für alle 8,4 Millionen Schüler in Deutschland eine Schulschwester im Verhältnis von 1:700, bräuchte man 12.000 zusätzliche Fachkräfte. Das ist viel. Aber angesichts von womöglich einer halben Million fehlenden Pflegekräften im Jahr 2030 auch wieder nicht. Zumal Pflegevertreter wie Bernadette Klapper vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe glauben, dass die Arbeit in den Schulen langfristig einen positiven Effekt auf den Fachkräftemangel hätte. Weil die School-Nurses Vorbilder sind. Weil der Pflegejob attraktiver wird. „Wer Pflege lernt, muss mehr Möglichkeiten haben, als den Rest seines Lebens im Schichtdienst durch Stationsflure zu hetzen.”

Langfristig lohnt es sich für alle

Bleibt die Frage, wer die neuen Fachkräfte in der Schule bezahlen soll. Eigentlich sind die Länder für Bildung zuständig. Die bisherigen Modellprojekte werden aber meist von Kranken- oder Unfallkassen mitfinanziert. Schließlich profitieren sie ganz direkt: Ein Gutachten zeigt beispielsweise, dass an hessischen Gymnasien mit Gesundheitsfachkraft nur noch halb so oft ein Rettungswagen gerufen wurde, an den Gesamtschulen fiel der Effekt noch stärker aus. Auch die Kosten für eine spätere Behandlung sanken um rund 20 Prozent.

Langfristig lohnt es sich für alle, wenn Kinder und Jugendliche in der Schule von Gesundheitsprofis betreut werden, vor allem die chronisch Kranken. Karen Dombrofski versorgt an ihrer Schule rund 50 Kinder, die entweder Diabetes, Epilepsie, Asthma, Allergien oder Migräne haben. Bundesweit leidet etwa jedes sechste Kind an einer chronischen Erkrankung, Tendenz steigend. Allein an Diabetes Typ 1 erkranken derzeit jedes Jahr rund 3500 Kinder und Jugendliche. Viele Lehrer sind mit der Versorgung solcher Schüler überfordert, schicken sie im Zweifel einfach nach Hause. Die Public-Health-Forscherin Catharina Maulbecker-Armstrong von der TH Mittelhessen hat dazu einmal Kosten und Nutzen der School-Nurses auf einen gesamten Lebenslauf hochgerechnet: Jeder investierte Euro schafft einen gesellschaftlichen Gewinn von 35 Euro – weil die Kinder trotz der Krankheit normal zur Schule gehen können, weil aus ihnen deshalb Steuerzahler statt Sozialhilfeempfänger werden. Und: weil Mütter arbeiten gehen können. In Deutschland gibt jede zehnte Mutter eines an Diabetes erkrankten Kindes den Job auf. Maulbecker-Armstrong sagt: „Es geht nicht nur ums Blutzuckermessen, sondern auch um Gleichberechtigung.”

Dass es eine Idee, die fast jeder gut findet und die sogar Geld spart, trotzdem so schwer hat, liegt vor allem daran, dass sich keiner richtig zuständig fühlt. Die Kassen finanzieren nur befristete Modelle. Wenn aus den School-Nurses eine dauerhafte Struktur werden soll, sind nach derzeitiger Gesetzeslage die Länder gefragt. Dort wiederum wird darüber gestritten, ob die Stellen nun aus dem Bildungs- oder dem Gesundheitshaushalt bezahlt werden. Und natürlich auch darüber, ob es anderes nicht viel dringender bräuchte, zum Beispiel Lehrerinnen oder Sozialarbeiter.

In Brandenburg wurde das School-Nurse-Projekt Ende vergangenen Jahres deshalb gestoppt. Keiner zweifele am Sinn der Sache, hieß es in der dortigen Regierung aus SPD, CDU und Grünen. Aber man müsse nun mal sparen. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion Jan Redmann argumentierte, dass eine flächendeckende Einführung in Brandenburg rund 28 Millionen Euro pro Jahr kosten würde. Je nachdem, wie man rechnet, kommt man auf deutlich niedrigere Summen. Die Arbeiterwohlfahrt Potsdam veranschlagt 54.000 Euro pro Jahr und Stelle, plus anfängliche Nebenkosten für Ausstattung und Fortbildungen. Will man von Jan Redmann wissen, warum er ausgerechnet an den Gesundheitsfachkräften sparen möchte, sagt er: „Was die Schulen wirklich wollen, sind mehr Lehrer, mehr Psychologen oder Sozialpädagogen.” Dabei herrscht unter Fachleuten weitgehend Konsens, dass das Zusammenspiel unterschiedlicher Berufe und Ansätze das beste Rezept für Schulen ist.

An diesem Tag in der Ernst-Reuter-Schule fragt man sich jedenfalls, wie man es an deutschen Schulen überhaupt schafft, ohne jemanden wie Dombrofski klarzukommen. Es ist inzwischen Viertel nach elf, in fünf Minuten beginnt die zweite Pause. Der Tee, den Dombrofski sich heute Morgen gekocht hat, steht fast unberührt auf dem Tisch. Daneben sitzen der Kunstlehrer, der sich Fixierspray ins Auge gesprüht hat, und ein Junge, der unbedingt nach Hause möchte. Kopfschmerzen. Jeder, der gehen will, muss vorher zu Dombrofski. Sie versucht dann vorsichtig herauszufinden, ob es noch einen anderen Grund gibt: Überforderung, Mobbing oder die Mathearbeit. Und sie versucht Kompromisse zu schließen. Beim Sport nur die leichten Übungen machen, eine halbe Stunde auf der Liege ausruhen, einen Tee trinken und reden. Am Ende dieser Gespräche sagt sie meist: „Vielleicht kannst du den Rest des Tages ja doch noch schaffen?” In einem der zahlreichen Evaluationsberichte des Projekts steht, dass sich die Zahl der Kinder, die trotz Unwohlseins oder eines kleineren Unfalls in der Schule bleiben, durch die Schulschwestern verdoppelt hat.

Dombrofski hat an ihrer Schule inzwischen eine unbefristete Stelle. In Hessen werden die bislang zehn Gesundheitsfachkräfte dauerhaft bleiben, in diesem Jahr sollen zehn weitere dazukommen, finanziert vom Kultusministerium. In Brandenburg übernehmen nach dem offiziellen Aus des Modells immer mehr Kommunen die Kosten für die Krankenschwestern. Insgesamt 13 der einst 18 Pflegekräfte arbeiten derzeit weiter an ihren Schulen. In Perleberg und Beelitz sollen sie für immer bleiben, in den anderen Regionen zumindest bis Ende des Jahres. Wie es dann weitergeht, ist ungewiss.

Als es gegen Mittag ruhiger wird in Raum D-133, legt eine Lehrerin eine Tafel Schokolade neben Dombrofskis Teetasse, als Dankeschön. „Die Lehrer sind unglaublich froh, dass sie einfach weitermachen können, wenn etwas ist”, sagt Dombrofski. Auch das zeigen die Gutachten: 96 Prozent der Lehrer und Lehrerinnen fühlen sich durch die Schulgesundheitsfachkräfte entlastet. Die Lehrerin mit der Schokolade sagt, dass Dombrofski mehr sei als eine Krankenschwester. Sie sei nicht mehr wegzudenken. Dann wendet sie sich an Dombrofski, fragt, ob die beiden später noch mal sprechen könnten, wegen dieses Mädchens, der „Na-du-weißt-schon-wer”. Dombrofski nickt. Sie weiß.