Monatsvorschau : Das bewegt die Bildungslandschaft im Februar

Das erste Schulhalbjahr geht mit den Halbjahres­zeugnissen zu Ende, die größte europäische Bildungs­messe steht bevor und viele offene Stellen müssen zum zweiten Halb­jahr besetzt werden. Das Schulportal hat eine Auswahl an wichtigen Ereignissen für die Bildungslandschaft im Februar zusammengestellt.

Florentine Anders / 01. Februar 2019
Kind hält Zeunismappe
Die Schülerinnen und Schülern erhalten zum Ende des ersten Schulhalbjahres ihre Zeugnisse. In Hessen sollen künftig viele Schulen auf Noten verzichten und stattdessen schriftliche Bewertungen ausstellen können.
©Arno Burgi (dpa)
  • Halbjahreszeugnisse: In einigen Bundes­ländern endete das erste Schul­halb­jahr bereits Ende Januar. Die anderen Länder folgen bis Mitte Februar. Zuletzt beginnen die Winterferien in Bayern und Sachsen am 15. Februar. Die Schülerinnen und Schüler erhalten ihre Halb­jahres­zeugnisse, bevor sie in die Winterferien starten. Nicht immer ist diese Leistungsbewertung mit Noten verbunden, immer häufiger gibt es alternative Rückmeldungen. In Hessen beispielsweise sollen künftig viele Schulen auf Noten verzichten können, meldete die „FAZ“ am 31. Januar. Bis zu 150 Schulen Schüler können demnach selbst entscheiden, ob sie ihre Schülerinnen und Schüler benoten oder ihnen stattdessen schriftliche Bewertungen ausstellen – sofern kein Abschluss oder Wechsel an eine weiterführende Schule ansteht.
  • Einstellungsrunde: Zum zweiten Halbjahr starten in vielen Bundes­ländern Neu­einstellungen an den Schulen. In Niedersachsen beispielsweise können 1.250 Lehrkräfte zum neuen Schulhalbjahr eingestellt werden. Viele von ihnen ersetzen Kolleginnen und Kollegen, die in Pension gehen. Die Verfahren sind aber mit dem Beginn des zweiten Schulhalbjahres im Februar noch nicht alle abgeschlossen. In vielen Bundesländern stehen nicht genügend ausgebildete Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung. Nach Prognosen der Kultusministerkonferenz wird es noch bis 2030 zu wenige Lehramtsabsolventen geben, um den Bedarf zu decken.
  • Bildungsmesse Didacta: Vom 19. bis 23. Februar findet mit der Didacta 2019 die größte europäische Bildungs­messe statt. In etwa 1.000 Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen geht es um die aktuellen Herausforderungen von der Digitalisierung bis zur Inklusion. Etwa 800 Unternehmen zeigen ihre Angebote an didaktischen Materialien oder Ausstattungen für Kitas und Schulen. Zudem informieren 70 Deutsche Auslandsschulen interessierte Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher über Möglichkeiten, im Auslandsschuldienst interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.
  • Digitalpakt und Grundgesetzänderung: Am 15. Februar kommt der Bundesrat erneut zusammen. In seiner letzten Sitzung hatten die Länder im Bundesrat die vom Bundestag beschlossene Grund­gesetz­änderung gestoppt und den Vermittlungsausschuss angerufen. Strittig ist vor allem ein Passus, nach dem die Länder ab 2020 bei Programmen mit Bundesgeld jeweils die Hälfte zuschießen müssen. Für den Digitalpakt soll diese Regelung zwar noch nicht gelten, doch das Geld für die Digitalisierung der Schulen kann aus Sicht des Bundes nur fließen, wenn durch die Änderung des Grundgesetzes das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern aufgehoben wird. Auf dem ersten Treffen des Vermittlungs­ausschusses wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die nun an einer zügigen Lösung arbeiten soll. Die Kultusministerien der Länder betonen, sie würden so schnell wie möglich zu einer Einigung kommen wollen – vielleicht sogar bis zur Bundesratssitzung am 15. Februar.
  • Deutscher Schulpreis 2019: Im Februar besucht die Jury des Deutschen Schulpreises 2019 weitere der ausgewählten Top-20-Schulen. Die Expertinnen und Experten schauen sich unter anderem den Unterricht an und reden mit Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften. Dabei werden alle sechs Qualitätskriterien genau überprüft. Mitte März wird die Jury die 15 nominierten Schulen für den Deutschen Schulpreis festlegen, die auch zur feierlichen Preisverleihung des Deutschen Schulpreises am 5. Juni mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeladen werden.
  • Jugend forscht 2019: Deutschlands bekanntester Nachwuchs­wett­bewerb im Bereich Mathematik, Informatik, Natur­wissen­schaften und Technik (MINT) geht in die erste Runde. Insgesamt haben sich 12.150 Jungforscherinnen und Jungforscher zum diesjährigen Wettbewerb Jugend forscht angemeldet. Die Nachwuchsforscherinnen und -forscher präsentieren ihr Projekt ab Anfang Februar 2019 zunächst bei einem der bundesweit 89 Regionalwettbewerbe. Die Besten qualifizieren sich dann für die Landes­wett­bewerbe im März und April. Den Abschluss bildet das Bundes­finale vom 16. bis 19. Mai 2019.
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