Dieser Artikel erschien am 13.09.2018 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Autor: Tobias Rösmann

3.400 Schüler betroffen : Bistum Mainz bittet Eltern an hessischen Schulen zur Kasse

Die vier katholischen Schulen des Bistums Mainz in Hessen werden ein Schul­geld einführen. Besser dran sind die Schulen des Bistums in Rhein­land-Pfalz. Das hat einen bestimmten Grund.

Führt ein Schulgeld an vier hessischen Schulen ein: Bistum Mainz.
Führt ein Schulgeld an vier hessischen Schulen ein: Bistum Mainz.
©dpa

Die vier katholischen Schulen des Bistums Mainz in Hessen werden im nächsten Schul­jahr ein Schul­geld ein­führen. Wie die Diözese mitteilte, müssen zunächst nur die Eltern der neuen Fünft­klässler zahlen. Vom Schul­jahr 2020/2021 an gelte die Verpflichtung dann jedoch für alle Schüler.

Das gestaffelte Schulgeld werde 90 Euro im Monat für das erste Kind betragen, außer­dem weitere 50 Euro für das zweite Kind und zehn Euro für das dritte Kind. Alle weiteren Kinder könnten die Schulen ent­gelt­frei besuchen.

3.400 Schüler betroffen

Insgesamt lernen an den betroffenen Schulen etwa 3.400 Schüler. Weil die katholische Edith-Stein-Schule in Darm­stadt von einer Stiftung getragen werde, entscheide das dortige Kuratorium über eine Ein­führung von Schul­geld – und nicht die Diözese.

In den Bistumsschulen in Rheinland-Pfalz hingegen werde auch weiter­hin kein Schul­geld erhoben, weil das im Schul­gesetz des Landes nicht vorgesehen sei.