Quiz : 100 Jahre Grundschule – kennen Sie die Geschichte?

Seit 100 Jahren starten alle Kinder in Deutschland ihre Schul­zeit gemeinsam, sobald sie schul­pflichtig werden – unabhängig vom Bildungs­stand oder Geld­beutel ihrer Eltern. Allerdings hat sich die Grund­schule von ihren Anfängen bis heute erheblich weiter­entwickelt: Schul­reformen, gesellschaftliche und politische Umbrüche sowie neue pädagogische Ansätze haben diese Schul­form immer wieder verändert. Finden Sie in unserem Jubiläums­quiz heraus, wie gut Sie sich mit der Geschichte der Grund­schule auskennen!

Alexandra Mankarios / 31. Juli 2019

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Frage 10/10

In welchem Jahr wurde die erste Integrationsklasse an einer staatlichen deutschen Grundschule eingerichtet?

Antwort 1

1969

Antwort 2

1976

Antwort 3

1983
RICHTIG!
1976 richtete die Berliner Fläming-Grundschule als erste staatliche Schule eine Integrations­klasse ein. Sechs Jahre zuvor hatte bereits die private Montessori-Schule der Aktion Sonnen­schein in München begonnen, Kinder mit und ohne besonderen Förder­bedarf gemeinsam zu unterrichten.
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Frage 9/10

Wie heißt die Vergleichsstudie, die in Deutschland regelmäßig die Lesekompetenz von Kindern in Klasse 4 testet?

Antwort 1

PISA

Antwort 2

IGLU

Antwort 3

TIMSS
RICHTIG!
Seit 2001 untersucht die IGLU-Studie alle fünf Jahre, wie gut Mädchen und Jungen in Klasse 4 lesen können. IGLU steht für „Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung“. Inter­national ist die Studie unter der Bezeichnung „PIRLS“ (Progress in International Reading Literacy Study) bekannt.
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Frage 8/10

In welchen zwei Bundesländern umfasst die Grundschule sechs Jahre?

Antwort 1

Berlin und Brandenburg

Antwort 2

Hamburg und Bremen

Antwort 3

Sachsen und Sachsen-Anhalt
RICHTIG!
In (West-)Berlin wurde schon 1951 die sechsjährige Grundschule eingeführt. 1991 zog Brandenburg nach.
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Frage 7/10

Welches Bundesland führte als erstes flächendeckend ab Klasse 1 Fremdsprachenunterricht ein?

Antwort 1

Baden-Württemberg

Antwort 2

Saarland

Antwort 3

Rheinland-Pfalz
RICHTIG!
Ab dem Schuljahr 2003/2004 führte Baden-Württemberg für alle Kinder Fremd­sprachen­unterricht schon ab der ersten Klasse ein. Aller­dings wurde die Entscheidung inzwischen rückgängig gemacht. Für die Kinder, die seit 2018/19 eingeschult wurden oder werden, beginnt der Fremd­sprachenunterricht in der Regel erst ab der dritten Klasse.
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Frage 6/10

Im Grundgesetzt wird in Artikel 7, Absatz 6 die Aufhebung der Vorschulen festgehalten. Vorschulen wurden 1920 abgeschafft. Der Sprachgebrauch war jedoch anders als heute. Was verstand man im Kaiserreich darunter?

Antwort 1

eine schulgeldpflichtige Schulform, die auf den Besuch einer berufsorientierten Fachschule vorbereitete

Antwort 2

eine schulgeldpflichtige Schulform, die auf den Besuch eines Gymnasiums vorbereitete

Antwort 3

eine konfessionelle Bekenntnisschule für Kinder
RICHTIG!
Der Satz „Vorschulen bleiben aufgehoben“ im Grund­gesetzes bezieht sich auf die drei­jährige „Vorschule“, die 1920 abgeschafft wurde. Die exklusive Schul­form hatte Kinder aus besser­gestellten Familien auf den Besuch des Gymnasiums vorbereitet.
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Frage 5/10

Welches Bundesland führte 1999 als erstes Bundesland die verlässlichliche Halbtags­grund­schule flächen­deckend mit garantierten Betreuungs­zeiten von 8 bis 13 Uhr ein?

Antwort 1

Berlin

Antwort 2

Thüringen

Antwort 3

Hamburg
RICHTIG!
Mit dem Schuljahr 1999/2000 gab es in Hamburg erstmals flächen­deckend verbindliche Betreuungs­zeiten – ein wichtiger Schritt, damit beide Eltern­teile arbeiten konnten. Inzwischen bieten die meisten Bundesländer verlässliche Grund­schul­zeiten an.
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Frage 4/10

Heftige politische Auseinandersetzungen begleiteten die Einführung der Grundschule für alle. Im „Weimarer Schul­kompromiss“ wurden sie 1919 beigelegt. Was war einer der wichtigsten Streitpunkte?

Antwort 1

der gemeinsame Unterricht für Jungen und Mädchen

Antwort 2

das Tragen von Schuluniformen

Antwort 3

der Einfluss der Kirchen auf die Schulen
RICHTIG!
Sozialdemokratische und links­liberale Parteien forderten eine bekenntnis­freie Schule. Der „Weimarer Schul­kompromiss“ stellte die Schulen unter staatliche Aufsicht, erlaubte aber auf Antrag der Erziehungs­berechtigten die Einrichtung konfessioneller Schulen.
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Frage 3/10

Seit wann bekommen Kinder in Deutschland zur Einschulung Schultüten?

Antwort 1

seit 1817

Antwort 2

seit 1891

Antwort 3

seit 1925
RICHTIG!
Der Brauch, dass Kinder zur Einschulung eine Schul­tüte oder „Zucker­tüte“ bekommen, ist bereits mehr als 200 Jahre alt – der erste Beleg stammt aus Jena aus dem Jahr 1817. Um 1853 gewann er durch das „Zucker­tüten­buch für alle Kinder, die zum ersten Mal in die Schule gehen“ von Moritz Heger stark an Popularität.
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Frage 2/10

Welche Schulform gab es nach Einführung der Grundschule nicht mehr?

Antwort 1

Primarschule

Antwort 2

Elementarschule

Antwort 3

Volksschule
RICHTIG!
Die Elementarschule war seit dem Mittel­alter eine Schul­form für die unteren Bevölkerungs­schichten. Der Lehrplan umfasste nur allgemeines, „elementares“ Grund­wissen sowie Religion.
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Frage 1/10

Der 31. Juli 1919 gilt als die Geburtsstunde der Grundschule. Was geschah an dem Tag?

Antwort 1

Verabschiedung des Reichsschulgesetzes

Antwort 2

Beschluss der Berliner Reichsschulkonferenz

Antwort 3

Verabschiedung der Weimarer Verfassung
RICHTIG!
Die gemeinsame Grundschule für alle Kinder wurde erstmals 1919 in der Weimarer Reichs­verfassung fest­geschrieben. Das Reichsschulgesetz von 1920 legte erst im folgenden Jahr genauer fest, wie das Schul­system demokratisch auszugestalten war.
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